Vom Rookie zum Finisher! Der Wettkampfbericht von Ex-Rookie Christiane

Ein alter Theaterglaube besagt, dass eine schlechte, pannenreiche Generalprobe ein gutes Omen für eine gelungene Premiere ist. Umgekehrt gilt natürlich auch: Eine perfekte Generalprobe sollte eine Warnung sein. Und beim Triathlon? Meine Generalprobe war super…

Morgens um 7:30 Uhr trafen wir uns an der S- Bahn Rothenburgsort. und radelten locker Richtung Vierlanden zum Oortkartener See. So friedlich wie zumindest ich ihn in Erinnerung hatte – davon war nichts mehr zu spüren. Durchsagen, Autos, viel Gewusel, Rennräder….. Jeder und jede schien zu wissen, wohin und was zu tun war. Und: Vor der Wechselzone noch mal im Einteiler auf das Dixie-Klo bei gefühlten 60°C… Auch eine kleine Herausforderung…. Überhaupt die Wechselzone: Acht Fahrräder auf einen Fahrrad- Ständer? Und wo soll dann meine Tasche noch hin? Vor einer Woche war da aber viel mehr Platz! Irgendwann ging es dann aber endlich los und zwar mit dem Schwimmen. Der See hatte knapp 22°C – für die Liga gab es später dann Neoprenverbot. Wie schön, dass im See erst mal Ruhe ist und Zeit den Kopf wieder ruhig zu bekommen. Ausstieg und anschließend barfuß über den Acker hoppeln. Jetzt bloß nicht hinfallen, dann lachen alle, würde ich ja auch! Fahrrad runter von der Stange und Schuhe an mit bebenden Händen. Socken lasse ich weg. Werden überbewertet! Zunächst ist auf der Radstrecke noch alles wie es sein soll. Ich überhole sogar zwei Athletinnen, Wende, Rückweg und ich bin mental schon fast auf der Laufstrecke, als ich ein ungesundes Geräusch am Hinterrad höre. Folge: Speiche kaputt und ich muss nun wirklich laufen. Aber die Wechselzone ist bereits in Sicht. Laut Tacho befinde ich mich bei km18. Den wartenden Paten rufe ich leicht verzweifelt zu: „Mein Rad ist kaputt!“ Antwort: „Egal! Lauf los!“ Als ob ich das nicht schon getan hätte! Das Laufen und Schieben nämlich! Nochmal Wechselzone, der Acker ist mittlerweile sehr durchweicht, einige laufen sogar mit Helm los. Da ich nicht mit Klickpedalen fahre, muss ich nur meinen Helm absetzen und an mein blödes Rad hängen…. mein kaputtes!!! Okay Laufstrecke ist heiß, aber ich bin so bedient, dass ich sogar froh bin laufen zu dürfen ohne Rad. Nach einigen Metern habe ich alles abgeharkt und kann mich auf den Lauf ganz gut konzentrieren. Anfangs wundere ich mich, dass mich wildfremde Menschen zu kennen scheinen, aber irgendwann dämmert es mir, dass mein Name auf meiner Startnummer steht. Da ich beim Laufen auch eine FCSP- Kappe trage, werde ich auch mit „Forza St. Pauli“ angefeuert. Der Empfang ist absolut unfassbar und unbeschreiblich, das versuche ich gar nicht erst. Ich vergesse fast meine Medaille abzuholen so sehr überwältigt mich alles.

Und ich kann gar nicht genug danke sagen für alles, was im Rookie-Programm für mich getan wurde von so vielen Helfern! Für mich gibt es drei, denen ich besonders danken möchte, also special thanks an Torsten unter anderem für meine erste Laufeinheit bei minus 6°C, die für mich eine wichtige Grundlage war. Jan für unendlich viel Unterstützung als Pate und Tom für mentale Unterstützung. Nicht zu vergessen Silke, die mein kaputtes Rad transportierte….

 

Share

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.