Vierlanden and beyond

… darunter erfahrene Hasen wie Christoph oder Teddy, aber auch Neueinsteiger wie Nicole Klingl oder Markus Frink, die beide ihren ersten Triathlon mit Bravour und viel Spaß beendeten. Auf der kurzen olympischen Distanz stürmte Eric mit 2:25 h als erster St.Paulianer ins Ziel (Gesamt: 41. von 184; Altersklasse: 9.), gefolgt von Christoph mit 2:45 (Gesamt: 199.; Altersklasse: 1.),und kurz dahinter in Sekundenabständen Peter, Frank-Michael und unserem Super-Oldie Sammy mit 2:48:59 (Gesamt: 127.; Altersklasse: 1.). Olaf dagegen hatte den obligatorischen Platten und musste mal wieder absteigen. Neues Rad kaufen, oder mal eine Pumpe bei Wettkämpfen mitnehmen? Bei den Sprintern (Volkstriathlon) sicherte sich Stephan Fasshauer mit 1:08:49 den inoffiziellen Vereinstagessieg, der ihn immerhin 11. im Gesamtklassements werden ließ. Bei den Frauen gewann Nicole in 1:29 h unsere virtuelle Vereinsmeisterschaft. Auf der Kurzdistanz bei den Frauen zeigte Sammys Tracy ebenfalls eine tolle Performance und kam in genau 3 h ins Ziel. Allen Starterinnen und Startern Glückwunsch für diese kolossale Leistung! Die WM kann kommen! Larsens Vater konnte inzwischen als Staffelstarter und Schwimmer verhaftet werden.

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Hier fuhr vor einer Sekunde noch Sammy lang …

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Schon um 10 Uhr sprangen gestern die tapferen Mitteldistanzler in den See. Unter ihnen war nach diversen Abmeldungen infolge von Ausfallerscheinungen leider nur ein St. Paulianer zu finden: Von insgesamt 81 gewerteten Startern konnte sich Harm mit einer Zeit von 4:48 und als 29. im oberen Drittel platzieren. Nach 2 km Schwimmen, 80 km Deichfahren lief er den Halbmarathon in beeindruckenden 1:41 h. Er liegt damit voll auf Kurs für seinen Hauptwettkampf am 1.8. in Regensburg – klasse Leistung! Außer den Jede(r)frauen und -männern waren auch die Landsliga- und Regionalligateams auf der Strecke. „Besondere Erwähnung verdient auf jeden Fall Gunther. Er hat die Konkurrenz in Grund und Boden geschwommen (Anm.: 1,5 km in 12 Min. ist Mark-Spitz-rekordverdächtig) und hat seine Führung im Ziel mit knapp 5 Minuten Vorsprung verteidigt. Gesamtsieger der Landesliga hatten wir bisher noch nicht!“, freute sich Ligawart Walter, der selbst den Tag im Klappstuhl an der Strecke verbrachte, da er am Tag zuvor in Ferropolis schon viel Sport betrieben und zusammen mit Mättz die braunweißen Farben würdig vertreten hatte. Die Farbgebung der neuen St.Pauli-Trikots sorgte allseits für viel Gesprächsstoff und Heiterkeit. Von „Toll, mal was Anderes“, über „Erinnert mich irgendwie an die 1960er-Jahre-Mode“ bis hin zu „Nein danke, ich möchte keinen Senf mehr“ war alles dabei. Während die Landesligaherren dank der erwähnten herausragenden Einzelleistung 5. des Ligaspieltags wurden, waren auch die Frauen gut unterwegs und sicherten sich diesmal den 3. (und damit leider letzten) Platz. Die Konkurrenz war aber auch verdammt stark. Um so mehr: eine mehr als brave Leistung von Christine, Anja, Kathrin und Julia!

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Um allen anderslautenden Gerüchten entgegenzutreten, demonstrierten wir während des Rennens auf dem Hauptdeich und verteidigten lautstark unsere Vereinsfarben: „Triathlon ist Braunweiß!“

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Auch der Schöngeist unserer Abteilung hatte sich auf den Weg in die Vierlanden gemacht. Hier der Rennbericht von  Ottoerich, Altonas schnellstem Antiquar, der dennoch die schlimmsten 5 km seines bisherigen Sportlerlebens lief:

Gestern bei sengender Sonne in 1:25 h den Sprint bei Vierlandentriathlon erledigt. Wie fast immer kamen mir während des Wettkamps Zweifel, was tust du hier eigentlich, wie fast immer war nach dem Wettkampf die Erleichterung groß, schön, dass es vorbei ist und die Gewissheit, nächstes Mal gerne wieder.

Diesmal lief ich ins Wasser ohne schützenden Neopren. Premiere. Das Testschwimmen vorm Vortag machte mir klar, irgendwie behindert das Teil mehr, als dass es unterstützt: 90% Brustschwimmen, was soll der Ballast?! Also, kurz vor’m Start etwas abgekühlt und dann mit der Meute hinein in die Waschmaschine: Die ersten 50 Meter (gefühlt 500) Kraul schwimmend mitgehalten. Tritte links, Tritte rechts, ließen mich ruhigeres Fahrwasser suchen. Hinter mir erschollen Hilferufe, klang sehr Besorgnis erregend. Im ersten Augenblick wollte ich anhalten, um nach dem rechten zu sehen, dann fiel mir glücklicherweise ein: Rettungsschwimmen kannst du auch nicht. Also weiter! (Nachher erfuhr ich, dass die DLRG ausrücken musste und zwei Süßwassermatrosen aus Seenot befreite).
Meine Brille beschlug im Nu, ich konnte nur der Masse folgen. Irgendwann erspähte ich dann doch die erste Boje, rechts rum und weiter im grimmigen Lauf. Neue Kraulansätze wurden durch Atemnot sofort unterbrochen, unversucht wollte ich aber nichts lassen. Nun hatte ich so etwas wie Schwimmschatten gefunden. Zwar erschien mir der Vorschwimmer etwas langsam, ich blieb dennoch dicht hinter ihm. Letztlich verschenkst du hier keine Körner, die dir nachher fehlen, lautete mein Mantra. Zweite Boje gemeistert, nun den Strand irgendwo da vorne geahnt – drauf zu halten. Jetzt konnte ich doch noch etwas beschleunigen und meinerseits nach vorne gehen. Nach 12 Minuten raus aus dem Wasser, der Blick zurück zeigte mir nicht als Letzter und ab Richtung Wechselgarten.
Mein untauglicher Versuch, den direkten Weg zu meinem Rad zu nehmen, wurde von einem Kampfrichter unterbunden: Nee, nee, so nicht! Da hinten lang!, herrschte er mich an. Die Streckenführung war nicht ganz klar. Sparte ich diesmal Minuten, in dem ich mich nicht mehr aus der Gummihaut pellen musste, verschenkte ich diese durch chaotischen Wechsel. Während ich zur Radstrecke hinauf schob, verhedderte sich mein Startnummernband in den Vorderadspeichen. Miste, ‚raus klamüsiren, umgurten und weiter.
Bis zur ersten Wendemarke lief es sahnemäßig. Leichter Rückenwind, singende Pneus und blauer Himmel brachten mir einen 35er Schnitt. Mehr, als ich zu hoffen wagte. Nach der Wende ging’s nicht mehr ganz so flott weiter, im ganzen zeigte mein Tacho 37 Minuten für die gemessenen 19,7 km an. Ich war’s zufrieden. Einige aus meiner Startgruppe konnte ich überholen, mit 2 Konkurrenten lieferte ich mir auf der Wegstrecke stete Duelle, so richtig absetzen konnte sich keiner. Lustig war’s, als einer der beiden nach dem Überholvorgang mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht einen Gang höher schaltete, dann aber dermaßen einbrach, dass ich ihm ein Liedchen pfeifend meinerseits das Heckrad zeigte.
Dann folgten die 5 km auf der Piste. Es waren die schlimmsten 5 km, die ich je gelaufen bin. Endlos zog sich die Strecke hin, kein Schattentrost nirgends, dafür beißende Grilldünste der Wochenendurlauber gepaart mit aufgewirbeltem Staub der Strecke. Grausam. 5 km. Die brauche ich sonst zum warm werden, gestern lief ich heiß. Lauffreund Air Eule aus Startgruppe 2 schloss noch zu mir auf, und ich wagte den gemeinsamen Laufschritt, allerdings nicht auf lange. Puste weg, alle alle.
Im Ziel dann alles vergessen, Wasser & Erdinger (oder war es Franziskaner) satt: Welt, du hast mich wieder. Nach kleiner Regenerationsphase noch zu den FCSP-Groupies gestoßen, und die Mannschaft angefeuert. Am Wegesrand stehen ist irgendwie auch toll.

„Der Doppelte Olli“  – Oliver Bley und Oliver Schwarzwald.Olli (v.l.) im neuen Dress – und der schon wieder aufgemunterte Ottoerich (rechts) im old style – die Kopfbedeckung wäre die perfekte Ergänzung zu unserer TK-Badekappe.

That’s the way we like it – während die anderen noch laufen, sind wir schon bzw. noch am feiern. Christine und Trinkwart Jürgen vor der Wechselzone am See.

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