10. North Sea Beach Marathon 2009 mit Søren

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Und dann war da noch dieser Marathon … Zwar hatte ich mich voller Absicht im Frühjahr zum fünften Mal beim Northseabeachmarathon im dänischen Hvide Sande und Vejers angemeldet und auch noch meinen Schreibtischgenossen Henning dazu überredet, aber wir hatten zu der Zeit auch noch andere Ambitionen. Aber nach dem wir spätestens vor vier Wochen unseren Trainingsplan aus den Augen verloren und einer weiteren Schiefnasenrunde im Büro Tribut gezollt hatten (Ich liebe Kollegen, die sich mit eitergrüner Rotzaule und Fieber ins Büro schleppen und der Meinung sind, sich und der Firma etwas Gutes zu tun. Nur um dann endlich nach zwei unproduktiven Stunden doch nach Hause zu gehen, aber mit der Gewissheit den ganzen Laden mit ihren Bazillen durchseucht zu haben.) … nachdem wir also optimal vorbereitet – aber ohne Erkältung! – an den Start gingen, war klar: Heute keine Bestzeit, sondern gut gelaunt ankommen. Dieser Eindruck sollte sich nach einer Halbmarathonzeit von 2:20 auch nur verstärken, nicht zuletzt weil ein etwas festeres Geläuf auch noch nicht in Sicht kam. Aber ohne die gute Laune zu verlieren hangelten wir uns von Depot zu Depot und wünschten uns immer dringender etwas anderes als gefühlt körperwarmes Wasser oder Elektrolytgetränk um dann endlich bei km 37 meinen Bus am Strand zu sehen – ein Geistesblitz! Kühlschrank … kaltes alkoholfreies Pils … Zisch! … und die letzten 5km vergingen wie im Flug. O.K. vielleicht etwas unfair, den anderen schweißnassen und abgekämpften Gestalten gegenüber, aber wir liefen zu diesem Zeitpunkt ja auch schon nicht mehr um den Sieg 😉 sondern eher mit 5:06:35 ins Ziel (Henning und ich).

Fazit: Alles richtig gemacht, langärmliges Oberteil – ständig mit Wasser benetzt und die Verdunstungskälte genossen, trotz der Wärme (am Strand ist ja nicht so oft Schatten) kein Temperaturproblem, vielleicht wären ein paar Salztabletten noch ganz hilfreich gewesen. So’n Marathon auf Sand ist also auch mit Minimaltraining zu schaffen, aber mehr als ein Dreißiger vorneweg und ein kontinuierliches Training hätten die Sache bestimmt etwas erleichtert. Auf jeden Fall haben wir unseren Spaß gehabt – und im Ziel hielt mein Bus auch noch ein paar kalte Pils („echt“) zur Belohnung für uns bereit! Die Veranstaltung ist sowieso immer wieder ein kleines aber sehr gut organisiertes Erlebnis … wenn man gerne mal 42 km auf Sand immer nur geradeaus läuft 😉

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