Malte läuft Marathon in Köln, soll Vater werden und freundet sich mit FCB-Fan an!

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42.195 Meter Kölsch

Während sich die Teilnehmer des 1. Critical-Mass-Laufs in braun-weiß von den Anstrengungen erholten und gedanklich schon beim Heimspiel gegen die Löwen waren, stehe ich knapp 500km südwestlich bei meinem alten Zivi-Kollegen Olli gerade auf und denke mir: „WARUM??“

So ein flaues Gefühl kannte ich bisher nur von der Führerscheinprüfung oder den Abi-Klausuren. Doch diesmal war ich ja gut vorbreitet….!!!

Seit gut 2 Monaten konnte ich mich gedanklich auf diesen Tag einstellen, nachdem meine Freundin Uli mir den Startplatz beim Köln-Marathon zum Geburtstag geschenkt hat. Durch das regelmäßige Training und die Wettkämpfe im Sommer hatte ich eine gute Grundlage, die ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen musste, damit ich nicht schon vor dem Start völlig verzweifelte.

Die Zeit vom Startschuss bis man dann endlich mal den gelben Zeitmess-Chip zum Piepen bringen konnte, war schier endlos und – für Anfang Oktober auch nicht ungewöhnlich – etwas frisch. Doch dann ging´s los und der Respekt (oder war es Angst?!) vor der Distanz half, kontrolliert und verhalten zu beginnen. Im Schnitt lief ich den Kilometer in 5:30min und steuerte bereits zu Anfang die Verpflegungsstände an, um gar nicht erst einen Mangel von irgendwas zuzulassen. Und so ließ ich nach und nach immer mehr Kilometer zurück und konnte das ganze sehr genießen. Über knapp 20km bin ich mit Markus zusammen gelaufen (Kölner, Bayern-Fan und ebenfalls Marathon-Debütant). Als mein Ziel (unter 4:00h) dann aber in Gefahr geriet und ich mir auch noch ein etwas höheres Tempo zutraute, verließ ich Markus, den ich hiermit sehr herzlich grüße, falls er das liest.

Als ich selbst bei Anbruch der letzten 10km immer noch einen Riesenspaß und keine nennenswerten Ausfall-Erscheinungen hatte, war ich guten Mutes, dem „Mann mit dem Hammer“ diesmal zu entkommen.

Die letzten Kilometer zum Ziel kann ich trotzdem nicht mehr vollständig erinnern. Überall standen Menschen (vor allem am Dom), Samba-Trommler verausgabten sich nicht weniger als die Läufer und die Deutzer Brücke wurde in der Nacht zuvor scheinbar in der Länge verdoppelt. Doch dann sah ich den Zielbogen. Kurz vorher standen Uli (mit Transparent „Malte, ich will ein Kind von Dir (wenn Du noch kannst)“) und ihre Mutter auf der Tribüne und halfen mir über die letzten 50 Meter. Ein Blick auf die Uhr. Jawoll. 3:56h! Die Taktik war genau richtig. Langsam anfangen, Rhythmus finden, Spaß haben, unter 4:00h in Ziel kommen. Im Ziel gab´s es dann gleich die ersten beiden Kölsch und nur meine Ohren verhinderten, dass ich im Kreis gegrinst habe.

Vielen Dank an Olli (für Kost und Logis. Nächstes Mal trinke ich 1-5 Kölsch im Brauhaus mit), Uli (für den Startplatz und noch viel mehr!!!) und Uli´s Eltern für den Fahrservice nach Hamburg zurück.

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