Frank „Löffel“ Berka finisht den zweiten Baltic Run Berlin-Usedom

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Frank auf der ersten (Hitze-) Etappe in Bernau bei km 27, als er aus einem Brunnen etwas kühlendes Wasser fördert: „So viel Zeit muss sein.“

They’ll never walk alone: 61 StarterInnen machten sich am 2. August am Berliner Alexanderplatz auf den Weg, um in fünf Etappen die 323 km von Berlin nach Karlshagen auf der Insel Usedom zurückzulegen. Einer von Ihnen trug das ganze Rennen eine auffällig braune Sporthose mit braun-weiß-rotem Vereinswappen: FC-Triathlon-

Abteilungsmitglied Frank Berka, von seinen Freunden liebevoll „Löffel“ genannt. Die Tagesdistanzen betrugen 62 km (Berlin-Hubertusstock), 66 km (Hubertusstock-Prenzlau), 72 km (Prenzlau-Ueckermünde), 61 km (Ueckermünde-Usedom (Stadt)) und 60 km (Usedom (Stadt) – Karlshagen). „Der Modus ist vergleichbar mit dem der Tour de France, nur sauber“, antworten die Aktiven, wenn sie nach dem Reglement gefragt werden.

Für Frank bedeutete das, dass er an fünf aufeinanderfolgenden Tagen jeweils über 8 Stunden unterwegs war, ganz überwiegend auf dem Fernradweg Berlin-Usedom, aber auch teilweise auf verkehrsarmen Landstraßen. Das Laufen wird nur kurz unterbrochen von Verpflegungs- und Kontrollposten, die alle 7-10 km platziert sind – und von der einen oder anderen Gehpause, um die Muskulatur zu lockern.

Bei einem solchen Rennen – Franks Gesamtzeit lag bei 42 Stunden, womit er letztendlich auf Platz 39 im hinteren Mittelfeld landete – erlebt man zahlreiche Höhen und Tiefen. Wichtig ist es, ruhig anzufangen. Frank war mit seinem Freund Hans der letzte, der die Stadtgrenze von Berlin passiert hat. Unterwegs müssen läuferische Krisen überwunden werden. Dabei helfen einem die Mitläufer oder andere Ablenkungen wie die schöne Landschaft oder auch der MP3-Player. „Am dritten Tag brach meine Gruppe nach 40 km auseinander. Wenig später wurde ich sehr müde und lustlos. Hier halfen mir „unsere Songs“ wie die Hell’s bells und Gary and the pacemakers Version von You’ll never walk alone und andere Lieder, neue Kraft und einen neuen Laufrhythmus zu finden“, berichtet Frank.

Im Vergleich zum Vorjahr war das Wetter deutlich unangenehmer. Auf den Etappen 1 und 4 mussten die Aktiven mit Sonnenschein und bis zu 30 Grad Celsius kämpfen, während Etappe 2 durchgängig im Dauerregen stattfand. „Aber nach zwei Stunden habe ich mich damit abgefunden“, sagt Frank. Wichtiger als das Wetter ist für die Sportler jedoch das Gemeinschaftsgefühl, das gerade bei den Turnhallenübernachtungen an den Etappenorten gepflegt wird. Auf den Luftmatratzen wird sich von den Tagesstrapazen erholt, während über die frischen Erlebnisse und viele andere Dinge geplaudert wird. Insgesamt hat Frank bereits vier fünftägige Etappenläufe ins Ziel gebracht, 2006 und 2007 den etwa gleichlangen Isarrun entlang des bayerischen Flusses und 2008 und 2009 den Baltic Run.

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