Kay bei seiner ersten Langdistanz in Roth

Hier ein Wettkampfbericht von Kay von seiner ersten Langdistanz im bayrischen Roth:

Meine erste Langdistanz, oder …nach zu schnell, kommt falsch…

Hatte mich schon vor einiger Zeit mit Andreas verabredet eine Langdistanz in Roth anzugehen. Habe bereits zwei Mal in einer Langdistanz Staffel beim Ostseeman als Radfahrer teilgenommen. Danach war ich jedes Mal so platt, dass ich mir nicht vorstellen konnte anschließend einen Marathon zu laufen. Ich hatte großen Respekt vor dem Umfang einer Langdistanz.

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St. Pauli im Land der tausend Hügel

Seit einigen Jahren steht die Challenge Kraichgau ganz oben auf meiner Triathlon to-do bzw. to-race Liste. Immer wieder hört man andere Triathleten von dieser Halbdistanz schwärmen. Die Radstrecke sei genial, die Orga perfekt, die Stimmung super usw. Leider passte Kraichgau in den letzten Jahren nicht wirklich in meine Saisonplanung. Damit das dieses Jahr nicht wieder so wird, wurde Kraichgau direkt als erster Wettkampf angemeldet. Also keine Ausreden mehr und ab ins Ländle.

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Geli, Udo und Dirk beim Kraichgau-Triathlon: Wenn die Glocken am Hardtsee erklingen …

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Dann heißt das 1,9 km mit 0 Hm Schwimmen, 90km mit um die 1000 Hm Radfahren und 21 km mit ca. 108 Hm laufen. Glücklicherweise stand ich bei meiner Mitteldistanzpremiere nicht alleine im Kraichgau am Start, sondern mit Dirk und Udo aus Lippe, die auch im Trainingslager am schönen Gardasee dabei waren.
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Udo sollte/wollte am Nachmittag noch die Olympische Distanz auf sich nehmen und konnte letztendlich trotz einstündiger Zermürbungsattacken des Veranstalters wegen „Gewitter im Verzug“  um 15.05 Uhr doch noch in 30 Minuten die 1,5 km im Hardtsee hinter sich bringen, bevor es auf die exklusive (Schindelberg und Eichelberg durften auch hier nicht fehlen) 40 km  Radstrecke ging. Nach 1 Stunde 28 Minuten wurde das Rad schon wieder verlassen und die Laufschuhe geschnürt. In selbigen dann trotz großer Hitze und trotz/wegen der Anfeuerung bereits geduschter Vereinskollegen nach insgesamt 2 Stunden 59 Minuten das Ziel erreicht.

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Dirk, der mich während der gesamten Vorbereitung mit super Tipps versorgt hat (VIELEN DANK auch hier nochmal), war trotz noch nicht ganz auskuriertem Radunfall auch auf der Mitteldistanz unterwegs und hat mir freundlicherweise 30 Minuten Vorsprung am Start gegeben.
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Udo, Geli und Dirk

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Start für mich war um 9.15 Uhr. Nach Frühstück um 7 Uhr,  mit einmaliger Bedienung, einer nur etwas zu späten Brötchenlieferung und den neusten Informationen aus Lokalpolitik und Sport ging es dann gut gelaunt ab in Richtung Hardtsee. Udo hat freundlicherweise den Chauffeur gegeben, meine Eltern , die den neuen Anzug im Gepäck hatten auch noch abgefangen. Schnell die Wurstpelle  aus, der neue passte, kurzes Foto mit allen beteiligten, Startbeutel aus dem Auto, dabei noch Norbert Stadler bei den Vorbereitungen entdeckt und ab mit Dirk in die Wechselzone, um den Rädern den letzten Schliff zu verpassen. Udo machte sich währenddessen auf den Rückweg zum Ziel , um dort das Auto abzustellen und noch eine kleine Genießertour mit dem Rad durchs Kraichgau zum Hardtsee zu machen.
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In der Wechselzone dann Johanna samt betreuendem Ehemann getroffen und ab ging es Richtung Start. Inzwischen zu dritt machten wir uns viertel vor 9 in braun-weiß auf in Richtung Startbereich. Kurz vor 9 ertönte dann zum ersten mal an diesem Tag  Hells Bells und ein nicht zu überhörender Startschuß schickte die erste Startgruppe auf die 1,9km Schwimmstrecke.
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Letzter Tipp von Dirk für diesen Tag „genieße es“ und ab ging es zum Warmschwimmen. 9.15 Uhr war dann Schluss mit lustig. Zum ersten mal in einem Wettkampf vorne eingereiht, die übliche Rangelei ließ so etwas auf sich warten, was sehr angenehm war. Raus aus dem Wasser waren die ersten Höhenmeter des Tages zur Wechselzone zu überwinden. 9.50Uhr ging es dann positiv überrascht wegen der frühen Stunde mit breitem Grinsen auf die Radstrecke, während Dirk noch im kühlen Nass war und Antriebsschwierigkeiten aufgrund der schmerzhaften linken Schulter ausgleichen musste.
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Die Radstrecke startete mit 10 flachen Kilometern in denen ausreichend Zeit war das erste Gel des Tages zu eröffnen und mit feinstem Wasser herunterzuspülen bevor die ersten Hügel anstanden. Nach rasanter Abfahrt vom Schindelberg dann auch die erste freundliche Überholung des Tages. „Moin“ schalte es von links, ein Triabolo tauchte im Blickwinkel auf. Moin zurück und gute Fahrt. Viertel Stunde später kam der nächste mit einem freundlichen „Servus“. Auch die haben also ein internationales Starterfeld.  so lange kein Mädel vorbeirauscht ist alles okay. Zwei der Triabolösen (hoffe das ist politisch korrekt) gingen mir laut Ergebnisliste wohl doch mit ordentlichem Vorsprung durch die Lappen. Außer viel Essen und Trinken, Bergauf – und Bergabfahrten ereignete sich nicht viel auf der Radstrecke. Dirk konnte nicht gesichtet werden – nur Norman Stadler, der nach Defekt deprimiert im Kreisverkehr saß. Hätte er mal seinen Cayenne genommen.
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Also ab in die Wechselzone, wo wieder freundliche Helfer bereitstanden, das Rad verstauten, beim be- und entladen des Beutels halfen….deswegen wohl dieses Allinclusive-Armbändchen bei Ausgabe der Startunterlagen….für Campingfreunde wie mich etwas gewöhnungsbedürftig , aber durchaus annehmbar.
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Also ab auf die Laufstrecke, das muss nämlich auch bei einer Challenge Veranstaltung noch selber gemacht werden. Das Kilometer 1 Schild wurde übersehen und somit bei Kilometer freudig überrascht. Insgesamt ein sehr hügeliger Kurs, und in der ersten Runde auch noch recht warm. Die Beine waren in einem erstaunlich guten Zustand und die ersten Gewitter zogen in der Ferne auf, was sich nicht unbedingt negativ auf das Tempo auswirkte. Zu Beginn von Runde zwei tauchte dann Johanna vor mir auf, die neuen Trikots sind also eindeutig schneller als die letztjährigen.
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Ab Kilometer 12 wurden dann die Beine doch schwerer, und es war Zeit für die erste Cola des Tages, nach der auch Dirk wieder adäquat auf der Wendepunktstrecke gegrüßt werden konnte. Die restlichen 9 km waren dank der super Stimmung an der Strecke auch noch zu schaffen. Weil wie immer ohne Uhr unterwegs wurde der erst beste im Ziel nach der aktuellen Stunde gefragt. Als die Antwort 14.43 Uhr war kamen doch Zweifel auf, ob alle drei Runden gelaufen wurden.
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Wenn alles gut geht habe ich mit einer Zeit von 6 Stunden gerechnet nun waren es 5 Stunden 28 Minuten. Klasse die neuen Anzüge. Im Ziel kam dann doch noch etwas Abkühlung von oben, die Gewitter zogen aber vorbei. Nach 25 Minuten des Wartens kam dann auch Dirk ins Ziel, der seine Belastungswoche mit einer Zeit von 5 Stunden 23 Minuten abschloss.

Stefan finisht in Braun-Weiß-Roth!

Nach diesem großartigen Tag im Triathlon-Mekka in Roth dachte ich mir, dass ein kurzer Bericht auf die Homepage des FC St. Pauli Triathlon muss.

Gutes Stichwort! Wer noch nie eine Langdistanz im braun-weißen St. Pauli Outfit gemacht hat, dem sei dies hier wärmstens empfohlen. Ich glaube, dass außer den Profis niemand so viel Anfeuerung genossen hat wie ich im St. Pauli Dress, wirklich unfassbar. Selbst ein blondes, 5-jähriges Mädchen rief „Mama, St. Pauli!“ um dann anschließend ein St. Pauli Lied anzustimmen!
Nachdem es wenige Tage zuvor noch bis zu 35°C heiß war, war der Wettkampftag mit max. 28°C beim Laufen sehr angenehm. Das Wasser hatte 23°C, Neo erlaubt! Nachdem ich trotz frühen Daseins meinen Start verpasst hatte, durfte ich 5 Min. später mit der nächsten Startgruppe in den Main-Donau-Kanal (verschwimmen unmöglich)! Mit der Schwimmzeit von 1:12:46 war ich nicht unzufrieden. Als ich dann die ersten 90KM in 2:33h hinter mich gebracht hatte, war ich  kurzfristig unsicher, ob es zu schnell war…, war es aber nicht! Die zweite Runde bin ich in derselben Zeit gefahren was eine Gesamtradzeit von 5:07:23 nach sich zog – über 35 Km/h – sehr geil!!! Besonders der auf der zweiten Radrunde aufkommende Wind kam mir da als Hamburger sehr gelegen. Während viele versuchten sich fluchend auf dem Rad klein zu machen, sagte ich mir, dass ich das kann und bei jedem Training hatte! Allerdings war ich mir nach dem Radsplit wirklich unsicher, ob ich dann noch einen vernünftigen Marathon hinkriege. Während mir nach wenigen Kilometern Rasmus HENNING (der spätere Sieger) und Sebastian KIENLE (Zweiter mit neuer Radrekordzeit von 4:14h, 42,5 Km/h!) entgegen kamen, konnte ich doch erstaunlich gut meinen Rhythmus finden. Da ich weder einen körperlichen noch mentalen Einbruch zu verzeichnen hatte, blieb die Uhr dann irgendwann bei 3:53:24 stehen, immerhin noch ein 5:30er Schnitt. Dabei konnte ich von den letzten 6 Wochen 4 wegen Achillessehnenproblemen nicht laufen…, aber da bin ich auch Gott und vielen Freunden dankbar, die für mich gebetet haben und somit meinen Start und Finish erst ermöglichten!
Unterm Strich gab das Ganze dann eine Zeit von 10:21:53h. Von den Platzierungen her einen 533. Platz von 2700 Startern, einen 124. von 608 in der AK und bei der DM in der AK einen 23. Platz! Damit war ich wirklich sehr zufrieden, glücklich und auch stolz. Es fühlt sich sehr gut an, wenn Monate der Entbehrung und des Investierens von Zeit, Energie und Geld am Erntetag dann auch aufgehen und so ein toller Wettkampf dabei raus kommt. Da durften natürlich ein paar Zieltränen auch nicht fehlen. ROTH ist ein Traum für Triathleten und ca. 100.000 Zuschauer an der Strecke motivieren ungemein!!

Matthias finisht in „Braun-Weiß-Roth“!

Roth – eine ruhige, idyllische Kleinstadt in Bayern. Etwas südlich von Nürnberg gelegen, ist hier für 360 Tage im Jahr die Welt in Ordnung. Doch einmal im Jahr herrscht für gut 5 Tage der Ausnahmezustand. Seit über 30 Jahren strömen Triathleten aus der ganzen Welt in die Region, um sich auf der schnellsten Langdistanzstrecke der Welt zu beweisen. Natürlich durfte das „best old race“ nicht ohne braun-weiße Beteiligung ablaufen.

Motiviert von guten Ergebnissen in meinen Testwettkämpfen machte ich mich also auf den Weg nach Bayern, um meine selbst auferlegte Mission – „die 12Stunden-Marke zu knacken“ – anzugehen. Im Vergleich zu meinen beiden Ironman-Rennen 2007 und 2008 hatte ich diesmal auch ein verdammt gutes Gefühl am Wettkampftag. Von Nervosität war (fast) keine Spur. Und während sich andere Triathlschwimmausstiegeten vor dem Start im Understatement übten und nur irgendwie ankommen wollten, war für mich klar – ich lass es heute krachen! Schließlich wollte ich nicht umsonst 6 Monate lang intensiv trainiert, meinen Körper wie einen Tempel behandelt und auf jeglichen Tropfen Alkohol verzichtet haben.

Pünktlich um 7:25 Uhr ging es dann für mich mit der achten Startgruppe los auf die 3,8 km lange Wendepunktstrecke im Main-Donau-Kanal. Auch wenn ich beim Schwimmen das Gefühl hatte, ich hätte Blei in den Armen, kam ich nach 1:25h aus dem Wasser und lag somit genau im Plan.

Der Wechsel verlief reibungslos, und so ging es für mich auf die 180 km lange Radstrecke. Obwohl mir Radfahren Spaß macht und ich mit meinen Rad auch absolut zufrieden bin, ist und bleibt es doch meine Sorgendisziplin. Irgendwie ist bei mir nach gut 100 km immer der Punkt erreicht, an dem ich nicht mehr so richtig Lust habe weiterzufahren. Dann machen sich Rückenschmerzen immer stärker bemerkbar und ich mache mir immer mehr Gedanken, ob stundenlanges Radfahren so gut ist, wenn man noch keine Familie gegründet hat. Dementsprechend froh war ich auch, als ich nach 5:50 h und damit 10 min. vor meiner geplanten Radzeit in der zweiten Wechselzone ankam.

Durch selbige flog ich dann auch nahezu und machte mich auf zu meiner „Paradedisziplin“: dem Laufen. Auch wenn ich mir anfangs selbst immer wieder sagte, es ruhig angehen zu lassen, wurde diese Besonnenheit schnell abgelegt. Meine Renntaktik war jetzt eigentlich, einen möglichst großen Zeitpuffer heraus zulaufen, um dann irgendwann auf der Strecke ein- und/oder zusammenzubrechen. Doch der erwartete Einbruch blieb aus. Und so motivierte ich mich von Kilometer zu Kilometer mit dem Gedanken an eine Zeit von unter 12 h und einen Sub-4-h-Marathon. Den Zieleinlauf habe ich dann bei strahlenden rad-solarerbergSonnenschein so richtig genossen. Und wenn ich schon nicht im braun-weißen Einteiler das Rennen bestritten habe, so hat mir doch meine Mutter wenigstens eine große Totenkopffahne gereicht, mit der ich dann Ins Ziel einlief. Wie immer ein unbeschreibliches Gefühl. Im Ziel hat mich dann auch mein Vater direkt mit einem Astra empfangen. Das perfekte Finish sozusagen und mit 11:10:37 doch mehr als deutlich unter 12h.

An dieser Stelle nochmal vielen Dank an meine Eltern, die sich immer wieder an verschiedenen Streckenpunkten platziert haben, um mich anzufeuern. Besonderen Dank auch an Peter und Frau aus Halle, die sich am Sonntag um 3 Uhr früh auf den Weg nach Roth gemacht haben. Und natürlich auch vielen Dank an alle, die mir die Daumen gedrückt haben und bei meinen Rennen mitgefiebert haben.

zieleinlaufNun hatte ich ja eigentlich vor dem Rennen gesagt, dass ich nächste Jahr keine Langdistanz mache und mich mehr aufs Studium konzentriere. Nur wäre es ja jetzt aber auch blöd, nicht zu versuchen, die 11h-Grenze zu brechen …

PS: An dieser Stelle auch nochmal schöne Grüße an Jens, meinen Wechselzonennachbarn mit den bunten Haaren. Und auch schöne Grüße an den Mitarbeiter von RePower, dem ich schon in Ferropolis begegnet bin und mit dem ich es wieder verpasst habe, im Ziel ein Bier zu trinken.

Matthias aka „Mättz“

Kraichgau Triathlon enthält mehr St.Pauli als man denkt

drei-musketiereChallenge Kraichgau – St. Pauli-Trias im wilden Süden

Für meinen ersten Start im Trikot vom FC St. Pauli wählte ich die Challenge in Kraichgau aus. Nicht nur, weil es inzwischen der geilste Triathlon im Südwesten ist, sondern auch weil ich dort meine zweite Mitteldistanz finishen wollte.

Das Fahrrad wurde am Samstag bereits eingecheckt. Das Wetter war der Hammer und zu dem Zeitpunkt war auch Chris McCormack noch gut gelaunt.

Als ich voller Stolz mit meinem St. Pauli-Dress am Sonntag Morgen durch die Wechselzone marschierte war die Verwunderung groß als ich noch zwei andere im braunen Trikot erblickte: Da hat’s ja noch mehr von uns!!! Und schon hatte ich zwei meiner Vereinskollegen kennengelernt. Dirk und Udo waren nämlich auch am Start. Ein Fotograf für das obligatorische Gruppenfoto war auch schnell gefunden und so verabschiedeten wir uns dann nach einem “viel Glück” Richtung Startzone.

Das Schwimmen war nass, die Radstrecke mit ein paar “Garagenauffahrten” niedrigster Kategorie bestückt und die Laufstrecke mit wenig Schatten versehen.

Mit einer Endzeit von 5:19 Std. konnte ich für einen ansehnlichen Einstand sorgen, auch wenn der Halbmarathon nicht so rund lief. Dirk finishte nach 5:48 und Udo nach 6:32.

Als nächstes kommen ein paar Kurz-Distanzen auf mich zu, unter anderem Ende Juli der City-Man in Hamburg. Dann kann ich auch einmal den Rest der Truppe kennenlernen!!!

Viele Grüße aus dem wilden Süden,

Michl

Half Challenge Barcelona – Andres und Henning am Start!

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Und er stand uns verdammt gut – dieser topmodische Einteiler- der von uns ( Henning und mir ) wohl erstmalig auf den Rad und Laufstrecken dieser Welt getragen werden durfte. Dies empfanden wir als Ehre und Verantwortung zugleich . Für eine solche Weltpremiere gab es keinen besseren Ort als die Half Challenge Barcelona. Denn auch diese Veranstaltung fand erstmalig statt.

Austragungsstätte war Callela ein Ort ca. 50 km nördlich von Barcelona. Einer jener mediterranen Zielorte gepflegter deutscher Bustouristik, der sich jetzt aber sicher zu einem Mekka des europäischen Triathlonsportes entwickeln wird. Dies zum einen wegen der hervorragenden Infrastruktur zum Laufen ,Schwimmen und Radfahren. So gibt es die CMR Sportstätten mit beheiztem 50 Meter Bad, aber auch das offene Meer zum Kampf mit Wellen und Strömung. Ein weiter Pluspunkt ist die perfekt organisierte Half – Challenge im Mai und die sicher ebenso laufende Langdistanz im kommenden Oktober.

Das zwei Tage vor dem Wettkampf stattfindende Einschwimmen versprach eigentlich nichts Gutes. Gegen eine Strömung ankämpfend und nur unwesentliche Meter vorankommend, brach ich das Schwimmen wegen aufkommender Übelkeit ab. Gott sei Dank war am Wettkampftag dann die See ruhiger und die Strömung nur leicht zu nennen. Gestartet wurde in 4 Gruppen ab 7.30 mit ca. 500 Teilnehmern im 5 Minuten Abstand. Henning und ich hielten uns diskret im Hintergrund der ca 2000 wartenden Triathleten .

Da ich seit Februar , meiner letzten Halbdistanz, nur drei mal eher widerwillig in der Schwimmhalle war, wollte ich das Schwimmen eher etwas defensiv angehen. Nach 37.46 min ging es dann in die Wechselzone . Was ich dort in den folgenden 5 min gemacht habe , ist mir immer noch schleierhaft. Obwohl ich mir schnell vorkam sind die meisten Triathletos dort doch nach 2 min durch. Hier besteht eine Zeitreserve, die genutzt werden kann.

Die Radstrecke war flach und auf komplett gesperrter Strasse sehr angenehm zu fahren. Leider war es nicht immer möglich sich regelkonform zu verhalten , da viele Engpässe zur Bildung klassischer Peletons führten. In diesen Radkonvoluten dominierten die französischen Sportkollegen, die sich vermutlich auf der Tour de France wähnten und in alter Radsportmanier das Rennen gestalteten. Insgesamt wurden ca 200 Teilnehmer wegen Drafting disqualifiziert. Nach 2h 34 min ging es dann auf die Laufstrecke. Vorher noch gemütliche 5 min in T2. Eine meiner nächsten Trainingseinheiten wird den Schwerpunt Wechsel beinhalten.Das Laufen war dann charakterisiert durch das mediterran- feuchte Klima, bei schönsten Sonnenschein in der Mittagshitze entlang eines schönen Sandstrandes , der an diesem Sonntag natürlich mit lauter Badegästen bevölkert war. Das Laufen schien mir sehr hart, vielleicht wegen der Hitze , vielleicht steckte mir aber auch der Hamburg Marathon noch in den Beinen. Zweimal wollte ich am liebsten gehen, aber mit dem St Pauli Trikot geht das natürlich nicht, so dass diese Impulse rasch unterdrückt wurden. Motivierend war auch der freundliche Ruf eines spanischen St Pauli Fan´s : „Vamos St.Pauli“, nachdem er die Insignien auf meinen Trikot erkannt hatte.

Zurück in der Stadt , angetrieben von einem fantastischen Publikum und unter lauter „Venga, Venga“ -Rufen der Zuschauer, eine letzte Anhöhe erklimmend ,ging es dann in das Stadium , um nach schließlich 5h 19 min zu finishen. Wenn ich ehrlich bin, dann hatte ich auf dem Rad noch von unter 5 Stunden geträumt. Aber sei es drum. Es war ein schöner Tag und so gut ausgesehen wie in diesem „stylishen“ Trikot habe ich lange schon nicht mehr.