Regen und „Wind of Change“

Nach den vier Blöcken, in denen ich mich verstärkt auf eine Disziplin konzentriert habe, wurde nach dem Trainingslager in der Eifel auf Koppeltraining gesetzt. Das macht Sinn, Spaß und ist zeitraubend. Vor allem, weil die Radeinheiten nicht unbedingt kürzer wurden. Wenn man nach gut 4 Stunden im Sattel dann auch noch eine Stunde laufen geht, ist vom Samstag nicht mehr viel übrig.

Mirja hat mir aber auf den Läufen nach dem Radeln immer tapfer Gesellschaft geleistet. Nicht ganz unwichtig, da die Ausfahrten zum Großteil schon im Regen begannen. Aber auch daran gewöhnt man sich. Blöd nur, dass das Rad danach auch noch viel Zeit beansprucht, um in einen fahrbaren Zustand zurückversetzt zu werden.

Auch das Schwimmen wurde jetzt etwas geändert: Der See ruft!!! Wenn man erst drin und in Bewegung ist, hat Freiwasserschwimmen ja auch was für sich. Sonst ist kein Mensch da, das Wasser ist noch algenfrei…. Und mit fröhlicher Begleitung von Mama gibt´s danach sogar noch einen leckeren Happen zu futtern.

Zur zwischenzeitlichen Standortbestimmung ging es am 01.06. dann nach Hannover, um einen Tag später auf der MD in Limmer mal zu sehen, was der ganze Aufwand bisher wert war.

Bei frischen 15,2°C wollte ich mich nicht allzu lang im Wasser aufhalten und kam nach (für mich sensationellen) 36 Minuten aus dem Kanal. Der Radpart begann vielversprechend, da mit Rückenwind, aber nach ca. 2km kam es dann dicke und von vorn. Der Tacho zeigte ernüchternde 23km/h an und für die Aero-Position fehlt mir neben Mut auch das nötige Gewicht, um sicher zu liegen. Also schön den Alu-Renner fest im sitzenden Griff und trotzdem mehr Mitstreiter überholt als umgekehrt. Spätestens auf der letzten Radrunde hatte ich dann auch genug vom ständigen Gegenwind und freute mich auf´s Laufen. Nach 2:50h durfte ich das Rad abstellen und auf die abschließenden 21,1km gehen. Nach gut 500m erster Pipi-Stop im Gebüsch (mit 2 anderen Startern). Bissiger Kommentar einer Starterin: „In meinem nächsten Leben werde ich auch Mann!“ Traditionell dauerte es wieder bis ich meinen Rhythmus gefunden hatte. Kurz danach meldete sich der Bauch, aber die letzten 7km konnte ich nochmal anziehen und mit 1:49:50h den Halbmarathon beenden. Im Endresultat stehen 5:22:33Std im Protokoll. Da war Rakete Torben schon frischgeduscht am Straßenrand und Mick noch unterwegs, um stilvoll mit Krawatte seine erste MD zu beenden. Hut ab!!!

Auch die anderen braun-weißen Dreikämpfer haben sich vom kalten Wasser und dem nervigen Wind nicht abschrecken lassen.

986767_535804926478514_1965757528_n vorfreudiges Neo-Fummeln mit Mick (r.)

Jetzt darf ich noch eine Woche regenerativ trainieren, bevor die Umfänge wieder größer werden. Und in 9 Tagen geht´s dann auch schon mit Papa nach Schweden, um bei der Vätternrundfahrt auszuloten, ob 300km radeln am Stück auch noch Spaß machen.

Noch 5 Wochen…..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.