Manno war das HOT!!!

So einen heißen Wettkampf habe ich noch nie erlebt, Glückwunsch an alle Finisher, die Ihren inneren Schweinehund geschlagen haben und zum Teil über sich selbst hinausgewachsen sind!!

Für mich war es ein ziemlich perfektes Wochenende, anfangs zwar mit leichten Stauproblemen auf der Anreise, aber das Hotel hat uns sogleich dafür belohnt! Ich habe mit meinen Eltern im Hotel „Vierlandentor“ kurz hinter Bergedorf geschlafen und wir waren echt begeistert von der Umgebung! Obwohl wir gerade mal 90 Km entfernt wohnen habe ich das schöne Vierlanden vorher noch nie gesehen und sofort ins Herz geschlossen. Das Hotel war total familiär und weil insgesamt 2  Triathleten dort schliefen wurde für uns extra das Frühstück auf 6.00 Uhr vorverlegt, was nun wirklich nicht selbstverständlich ist. Also gab es pünktlich meinen obligatorischen  „braun-weißen Treibstoff“ (2 weiße Brötchen mit Nutella und 2 Becher Kaffee). Um 6.50 Uhr waren wir an der Wechselzone und ich traf auf den Kampfrichter Larsen und meine Mitstarter auf der MD für die ich, da ich Erster beim Einchecken war, einen Platz in der Wechselzone für den St. Pauli-Block belegte… Nach ein paar Fachsimpeleien verabschiedete ich mich in Richtung Schwimmstart um meinen Neo ohne Eile anzuziehen und Ihn ordentlich einzuschwimmen, damit mir wegen eines schlecht sitzenden Anzugs nicht wieder die Luft wegbleibt. Dann gings los und ich sprintete mit meiner schwarzen St.Pauli-Kappe (Ich war glaub´ich der Einzige damit ?!?) ins Wasser und gab Gas. Trotz einiger Probleme beim Schwimmtraining der letzten Wochen kam ich super in meinen Rhythmus und der Neo saß perfekt. Beste Vorraussetzungen für einen guten Wettkampf – so kams dann auch. Nach ca. 32 min war das Schwimmen für mich beendet, damit war ich als 11. aus dem Wasser und wechselte ohne Hektik und vor Allem ohne eine „Wechselschlampe“ zu sein (sonst geht bei mir immer irgendwas schief in der Wechsellogistik, obwohl ich Logistik studiert habe…) auf mein Rad.

Vor 3 Wochen habe ich mir noch ein großes Kettenblatt vorn gegönnt und hatte nun 53 statt 51 Zähne um richtig Druck zu machen. Die Radstrecke fand ich zwar etwas eintönig, aber das Drumherum mit dem Überholen der anderen Distanzen und den unzähligen Treffen mit unseren anderen Startern ließen die KM echt verfliegen. Ich kam gut zu recht und mit einem, für meine Verhältnisse, fantastischen Schnitt von 36 Km/H zurück in die Wechselzone. Als ich vom Rad stieg gabs einen kleinen Schreck, weil meine Beine unnormal stark schmerzten, im linken Oberschenkel glaubte ich kurz das Horn des Triabolos stecken zu haben, der mich auf der Radstrecke verblasen hatte J. Ich dachte nur Sch… Du kommst bestimmt nicht durch, wenn das so weiter geht, doch zum Glück lief ich den Schmerz nach 3 bis 4 Km aus den Beinen und -Siehe da- Ich entdeckte den Triabolo wieder und holte auf! Als ich Ihn überholte fühlte ich auch kaum noch Schmerz, also ob ich Ihm sein Horn wiedergegeben hatte J Die Hitze war echt mörderisch und der Schattenmangel machte mir zu schaffen, sodass ich mich von meinem ursprünglichen Ziel 4:30h verabschiedete. Ich nahm alles an Wasser was nur ging und goß es mir mit Genuss über den Schädel und in den Hals. Dadurch konnte ich mein Tempo einigermaßen halten und kam nach etwas über 4:30 als 16. Ins Ziel, wo ich mir sogleich 3 Erdinger genehmigte und auf Harm und Oliver wartete. Ungefähr eine Stunde und nach einem entspannenden Bad im Hohedeicher See saß ich dann auch schon wieder im Auto, auf dem Weg nach Haus, da mein Großvater noch Geburtstag hatte. Dort angekommen gabs erstmal Sahnetorte und kurze Zeit später floss das erste kühle Pils in meine Kehle, von denen ich mir noch ein paar Belohnungsfläschchen gönnte! Alles in Allem kann ich die harsche Kritik vieler Starter im Gästebuch des Vierlanden-Triathlons nicht teilen und bin nächstes Jahr gern wieder dabei!

3 Gedanken zu „Manno war das HOT!!!

  1. Schöner Bericht und Super-Ergebnis! Die Vereinsbadekappen wurden in der „Olymischen Disziplin“ mehrfach getragen (auch von mir) und dann leider auch einem von uns geklaut … Die sind nämlich ziemlich beliebt, man sollte sie also auch nicht achtlos liegen lassen.

  2. Man Torben, da bin ich aber froh, dass bei Dir alles so rund lief. Schwimmen ist ja sowieso nicht meine Disziplin aber meine Wechsel lassen sich noch deutlich verbessern. Dann sieht die Radzeit etwas anders aus und vielleicht kann ich dann ja auf der Radstrecke doch noch was machen. Das Problem ist dann allerdings: Wer legt Oliver die Scherben vor den Reifen, denn sonst kommt der beim Lauf an uns beiden vorbeigeflogen… Auf dem Bild oben hat er ja bereits die Beine von Haile 🙂
    Ich fands auch wieder gut. So nah an einer Metropole einen recht großen Wettkampf noch so „familiär“ zu organisieren ist gar nicht so einfach.

  3. Ja, da kann ich Dir nur zustimmen, Oliver hätte uns ganz sicher locker stehn gelassen. Aber lieber lässt uns ein Paulianer stehen als jemand Anderes… 🙂
    Lg
    Torben

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