Harm in Hemdingen: Not gegen Elend

Angespornt durch das Ergebnis gegen Bayern startete ich nach meinem dritten Infekt in diesem Frühjahr bei besten Bedingungen gestern in Hemdingen. Leider wurde Braun Weiss nur durch mich vertreten, Stephan startete in Cognito und Lars war Kampfrichter. Beide haben unseren Verein aber sicher besser vertreten als ich…

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Hemdingen ist ja ein Duathlon: heisst bekanntlich Laufen (5,5km) Radfahren (35km) und wieder Laufen (11km). Los gings also immer an den Fersen von Stephan, den ich bis zur ersten Wechselzone in Sichtweite halten konnte. Meine schon bekannte Wechselstärke liess ihn aber etwas Strecke gutmachen. Zum Ende der ersten von zwei Radrunden blitzte aber sein Wadentatoo vor mir auf und auch ein VW Bus, der das Überholmaneuver verlangsamte, konnte ihn nicht retten.

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Dass diese Taktik am Ende nicht aufgehen würde, war mir durch den wiederholten Blick auf den Pulsmesser ziemlich klar. Ich sagte mir aber wenn untergehen, dann in St. Pauli Manier wenigstens richtig. Und so kam es auch.
Den zweiten Wechsel hatte ich genial angelegt: Wieso waren die Radschuhe noch an den Füßen, wo dort doch die Lauftreter ran sollten? Wieso standen meine Laufschuhe nicht beim Radständer D sondern C? Wieso lauf ich eigentlich mit Helm zur Zeitnahme? Fragen über Fragen?

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Beim Laufen merkte ich, dass das ab jetzt nicht mehr mein Tag werden sollte. Die erste Laufrunde absolvierte ich noch „laufend“ dass hiesst es ist jeweils nur ein Fuss am Boden, mehr aber auch nicht. Ab km 6 ging dann das Wandern los (km6!!!!). So kam dann zuerst Stephans Begleitung, dann Stephan selbst, dann ein gefühlt 80-jähriger und kurz vorm Ziel noch der einzige Sportskollege vom FC Stellingen an mir vorbeigeflogen. Es gab glaube ich nicht viele, die mehr Zeit für 11km Laufen als für 35km Radfahren gebraucht haben…

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Dennoch: Hemdingen ist und bleibt ein Super-Wettkampf, mit optimaler Organisation, fairen Wettkämpfern und einer Radstrecke, die sich bei Wind nicht hinter bergigen Strecken in Süddeutschland zu verstecken braucht.
Also im kommenden Jahr: Alle hin da.

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Harm, der harte Hund, eine wohl etwas fittere Maike (Nachbarin von Stephan) und im Vergleich Stephan im Schlafmodus

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Wenn’s dem guten Zwecke dient, trägt unser Sportwart Larsen (rechts) sogar mal wie hier in Hemdingen ’ne gelbe Jacke.

4 Gedanken zu „Harm in Hemdingen: Not gegen Elend

  1. Harm – immerhin einen Platz vor dem Veranstalter René Croissier! Also: Bravo! Und auf den Fotos scheinst du auch noch zu laufen…

  2. Hemdingen ist in der Tat eine Wettkampfreise wert. Ich bin mir allerdings nicht wirklich, ob es dieses Mal auch so gewesen ist.
    Mir steckt zugegebener Weise noch das einszuacht im Kopf. Egal: Morgens aufgestanden und ab zu meiner Mitfahrgelegenheit Maike. Es versprach prinz. ein guter Tag zu werden. Wetter war ja Top und beim Parken direkt neben Harm konnte ja nichts schief gehen. So meine Denke.
    Irgendwie ist der erste Wettkampf der Saison dennoch merkwürdig. Beim Einchecken in die Wechselzone erblickte ich dann den dritten St.Paulianer Lars. Nur nicht in Sportklamodde, sondern in Kampfrichtermontur. steht ihm gut, muss ich sagen 🙂
    Hats aber auch nicht besser gemacht, dass ich ohne Startnummer am Rad einchecken wollte. Also wieder zurück zum Auto. Ist das wirklich nicht mein erster Wettkampf gewesen? Es kam mir so vor.
    Bei der Wettkampfbesprechung kurz vorm Start bot Maike mir noch was von ihrem Dextrodrink an. Ich: Super. Trinke und denke nur…nicht gut. Mehr Durst bekommen und völlig naja…nix für mich.
    Was solls denke ich….und los ging’s mit dem Startschuss. Mit Harm und Maike zusammen. Eigentlich wollte ich es gemächlich angehen…Daraus wurde dann ne 22er Zeit auf 5,5km – so ganz gemächlich- Konsequenz aus zu schnell und EkelDextro: auf den letzten beiden KM bekam ich Magenkrämpfe.
    Auf dem Rad hat sich das dann einigermaßen beruhigt, dafür nahm der Wind um einiges zu und ich konnte nicht verhindern, dass Harm an mir in der ersten Radrunde vorbeizog. Egal-in der Wechselzone nach 37 Km aufm Rad konnte ich Harm doch wieder sehen. Leider haben mich dann erneut Magenkrämpfe befallen. So ein Scheiß denke ich…Nicht nur der Magen rebellierte, nun auch noch der Darm. Was tun also? Stehen bleiben und erstmal durchatmen. Inzwischen überholte mich Maike und fragte was los sei. Konnte und wollte nix dazu sagen. Anyway…jedenfalls wollte ich die ersten 5,5Km der 11km zu Ende laufen und dann aufgeben.
    Daher trottete ich auch nur noch so vor mich hin. Hauptsache schnell zum Auto und em Ganzen Elend ein Ende bereiten.
    Bis ein netter Triathlet aus Barmstedt mich aufgegabelt und mit folgenden Worten aufgemuntert und mitgzogen hat: Komm…das machen wir gemeinsam zu Ende. Er hätte auch Wadenkrämpfe. Gesagt – getan. Und schwups bin ich mit ihm auf der zweiten Hälfte der 11km gewesen. Und plötzlich konnte ich auch wieder einigermaßen Fahrt aufnehmen und habe den die 11km dann doch noch in 53 Min. und somit den Wettkampf beendet.
    Hemdingen ist wirklich ein tolle Sache. Leider oder zum Glück haben die meisten diesen Bike & run nicht so auf dem Schirm. Familiär und doch gut organisiert.
    UND HARM: ES SIND NICHT 35KM SONDERN 37KM AUF DEM RAD!!!!

    Sportlich
    Stephan

  3. Stephan: wenn die Radstrecke noch länger war, dann heisst das nur, dass mein zweiter Lauf noch schlechter war…
    Dirk: auf dem Bild sehe ich eher skeptisch aus, laufen kann man das bei keinem nennen. Wenn Du die Bilder von „Photos vom Event“ meinst, die wollen die Bilder ja verkaufen und halten daher beim Kampf Not gegen Elend nicht mehr drauf…

  4. Die „Eventphotos“ sind dafür richtig gut geworden – ist doch nett, wenn sie auch „Heute nicht mein Tag“-Teilnehmer gut aussehen lassen… ich weiß so etwas zu schätzen…

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