Hamburg-Marathon 2009 – Alle Berichte, alle Ergebnisse, alle Fotos

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Unser schickes neues Banner mit allen Marathon-Starterinnen und -startern sowie dem Support-Block (v.l.n.r.: Andreas „Tri-Andi“, Ariane, Lars als „Tobias“, Frank-Michael, Walter, Torben, Holger, Malte und Crischi am Doppelhalter, davor „Wurfzwerg“ Alex, Christine, Jürgen, Tobias und Stephan).

Trotz neuem Titelsponsor fand auch der diesjährige Hamburg-Marathon unter reger braun-weißer Beteiligung auf und an der Strecke teil. Unser Heimathafen zeigte sich mal wieder von seiner schönsten Seite, die Sonne knallte, kein Lüftchen wehte, der sonst hier gern anzutreffende Seewind hatte sich verkrümelt – nicht unbedingt ideale Bedingungen für neue persönliche Bestzeiten. Das Foto-Shooting vor dem Start bildete dennoch den Auftakt für einen überaus erfolgreichen Wettkampf-Sonntag unserer Athletinnen und Athleten. Nach nur 3:09 h war Torben als Erster von uns im Ziel. Gratulation! Er darf daher auch als Erster berichten, wie’s gelaufen ist:

Hamburg hat den schönsten Marathon!!!

Ich wusste schon immer das Hamburg eine coole Stadt ist und St.Pauli der coolste Stadtteil, deshalb bin ich mit meiner Freundin auch schon Samstag angereist, um bei Ihrem Bruder auf St.Pauli zu nächtigen und dort positive Energie in Form von Hamburger Luft und Pasta zu tanken…

Wir haben den frühen Abend auf der Marathon-Messe genossen und sind von dort zum Italiener für das nötige Carbo-Loading. Dann gings früh in die Kiste, um am Sonntag richtig fit zu sein.

Um 6 hat dann der Wecker geklingelt und ich bin mein morgendliches Ritual mit 2 Nutella-Brötchen zum Frühstück angegangen. Gut gestärkt und mit einem guten Gefühl sind wir dann zum Heiligengeistfeld, wo ich sogleich unser Banner entdeckte und mich tierisch gefreut habe auf meinem ersten offiziellen Foto für St. Pauli zu sein und all die anderen Mitglieder kennenzulernen.

Nach ein paar Problemen meine Eltern zu finden, die sich im Startbereich etwas verlaufen hatten stand ich dann um 8:57 Uhr endlich im Startblock und konnte es kaum abwarten zu starten. Dann fiel endlich der Startschuss und es ging los, die ersten 10 Km gingen wirklich fantastisch und ich brauchte nur 42 Min., dabei hat meine Pulsuhr total gesponnen und meine Orientierung an ihr konnte ich knicken, mein Puls sprang von 80 auf 240 und dann auf 130 usw. Also habe ich mir gesagt: „Lauf nach Gefühl, das passt schon!!“.

Genauso wars dann auch und zur Halbzeit bei knapp über 1:30 h habe ich eigentlich nur drauf gewartet dass meine Km-Zeiten langsamer werden und ich einbreche, was zum Glück und für mich echt überraschend nicht passierte! Kurze Zeit später habe ich meine Eltern und meine Freundin das erste Mal gesehen und mir noch mehr Motivation geholt. Überhaupt hat die echt coole Stimmung an der Strecke sehr zu meiner Leistung beigetragen, da man bei soviel Unterstützung und Jubel vom Streckenrand einfach nur alles geben kann!!

Bei Km 32,5 stand dann eine ganze Rotte des FC St. Pauli-Triathlon inklusive des neuen Banners, die mir den letzten Kick gaben bis zum Ende durchzuziehen! Zu dem Zeitpunkt wollte ich 3:15 h schaffen und hätte meine im Vorfeld angepeilte Zeit schon um 5 min unterboten. Von Km zu Km wurden die Beine schwerer aber trotzdem konnte ich sie noch ganz gut voreinander setzen, sodass ich am Ende mein Ziel (ich glaub ab KM 40 habe ich echt dran geglaubt) sogar auf unter 3:10 h setzen konnte und es in 3:09:33 h erreicht habe. Damit war ich 684. in der Gesamtwertung.

Im Ziel und nach einer warmen Dusche gab es dann erstmal ein Fischbrötchen und dann ging es ab nach Hause, um den Erfolg beim Grillen mit einem wunderbaren Weizen zu feiern!

Alles in Allem war es für mich der mit Abstand beste Wettkampf und hat mich sehr bestärkt, dass ich mein großes Ziel in diesem Jahr, den Ostseeman in Glücksburg, schaffen werde!

mk_torbenEin nach 42,195 km noch erstaunlich entspannt wirkender Torben im Ziel mit seinen wieder gefundenen Eltern im Arm!

Dass wir auch anders als schnell und dennoch viel Spaß bei einem Marathonlauf haben können, beweist uns Detlefs Bericht:

Was wäre der Erste ohne den Letzten? Insofern uebernehme ich gerne die Rote Laterne und melde mit Stolz: in 4:52:40 h den Hamburg Marathon 2009 erledigt. Diesmal war ich inkognito als „Jens“ mit Startnummer 18917 unterwegs. Das Ergebnis gibt  mehr über meinen Trainingszustand Auskunft, als dass es das Lauferlebnis widerspiegelt. Und letzteres war grandios. Als LaLaLa (LangerLangsamLauf) geplant, wurde ich schon kurz nach dem Start auf der Reeperbahn vom WK-Virus infiziert. Die ersten km lief ich schneller als geplant, versuchte ein wenig mitzuhalten. Half aber nicht viel, bis km 15 wurde ich fast ausschließlich überholt. Irgendwann glaubte ich, der Besenwagen kann nicht mehr weit sein, aber ein Blick über die Schulter sagte mir, der Mahlstrom der Läufer reißt nicht ab. Ab der Hälfte der Strecke konnte ich mit den Massen mithalten, schwamm wie ein Fisch im Wasser in der Menge mit. Und spätesten ab Eppendorf überholte ich gnadenlos. Der Lauf mutierte ab Rothenbaumchaussee zu einer Wanderveranstaltung, und die Gnade des frühen Startblocks erlaubte mir weiter einzusammeln. Ab km 40 ging auch bei mir nichts mehr. Aber bin ich gegangen, fiel ich aus dem Trab? Nichts da, geradeaus in meinem grimmigen Lauf schleppte ich mich über den Asphalt: Laufend gestartet und laufend ueber die Ziellinie. Der St. Pauli-Support hat bei mir noch nicht so richtig gezündet. Wie auch? Bislang glaubte ich, durch bloße Vereinszugehörigkeit sei alles erledigt. Das wird sich ändern. Mein Trainingsstab Tess, Ahkah und Katryntje & Co. haben aber alles gegeben und mich vom Start bis ins Ziel begleitet. Küßchen und Dank auch an dieser Stelle.
mk_detlef„Mit 4:52:40 hat mich der Marathon gefinisht“ (Detlef a.k.a. ottoerich)

Hamburgs größter Lauftreff und ich


Als das Jahr noch jung war und mein Weg zum Bühnenmeister seinen Anfang nahm, war ich mir noch total sicher, dass es dieses Jahr sportlich halt mal etwas weniger werden muss.
Aber den Startplatz in Glücksburg gibt man ja ungern wieder ab und 4 Ligastarts passen als Ausgleich zum lernen auch noch irgendwie… Also hätte mir klar sein müssen, dass das: „Nein Danke, passt dieses Jahr nicht so gut“ nicht mein letztes Wort war, als mein Nachbar Tobias mir seinen Startplatz anbot.
Wie zu erwarten stand ich also alà Detlef nicht wirklich vorbereitet unter den wachsamen Augen von Malte und Andi (jeder an einer Seite unseres Doppelhalters) inkognito in Block E, um zu sehen, wie weit ich komme.
Bis km 20 war es auch noch, beflügelt durch die gute Stimmung, ein netter Sontagsausflug. Danach allerdings waren meine Beine der Meinung, jetzt komme wie sonst auch die Ankunft beim heimischen Sofa und auch die Temperaturen machten es nicht einfacher.
Die NDR Bühne in der City Nord erreichte ich just in dem Moment, als der Sieger laut Moderator nur noch 30 m bis ins Ziel hatte, das sind dann so Ansagen die man braucht, wenn man selbst noch gefühlte 300 Km vor sich hat. Über den Rest haben mich dann die Radeskorte von Ben und Willi, Ariane und Crischi mit unserem neuen Banner (Dank an Grafik-Willi und Druck-Thomas) bei km 32 und der Abteilungsdoppelhalter, der gleich 2mal an der Strecke war, gerettet. Vielen Dank dafür! Gruß Lars

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Weitere Berichte folgen… Hier schon mal vorab die Übersicht der Ergebnisse (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

12802  Jens Dorow  3:22:09

1347     Thomas Pape 3:37:10

12585  Lars Müller (alias „Tobias Kaun“) 3:51:42

6469  Tobias Brauns  5:07:08

16213  Wolf Rambatz (der „einsame Wolf“ vom Radsport) 3:23:08

5229  Torben („die Rakete“) Wöhling 3:09:33

9573 Frank-Michael Gricksch 4:23:03

F857 Christine Sell 4:36:27

1279  Andres Jahnke 3:47:55

F4551  Alexandra Thiel 4:38:53

F1093  Petra Wagenführ 4:46:45

16557 Holger Fuchs 3:46:35

1594 Walter Bähr 4:16:54

14713 Stephan Michaels 4:34:18

Vielen Dank an den Supporter-Block!

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