Half Challenge Barcelona – Andres und Henning am Start!

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Und er stand uns verdammt gut – dieser topmodische Einteiler- der von uns ( Henning und mir ) wohl erstmalig auf den Rad und Laufstrecken dieser Welt getragen werden durfte. Dies empfanden wir als Ehre und Verantwortung zugleich . Für eine solche Weltpremiere gab es keinen besseren Ort als die Half Challenge Barcelona. Denn auch diese Veranstaltung fand erstmalig statt.

Austragungsstätte war Callela ein Ort ca. 50 km nördlich von Barcelona. Einer jener mediterranen Zielorte gepflegter deutscher Bustouristik, der sich jetzt aber sicher zu einem Mekka des europäischen Triathlonsportes entwickeln wird. Dies zum einen wegen der hervorragenden Infrastruktur zum Laufen ,Schwimmen und Radfahren. So gibt es die CMR Sportstätten mit beheiztem 50 Meter Bad, aber auch das offene Meer zum Kampf mit Wellen und Strömung. Ein weiter Pluspunkt ist die perfekt organisierte Half – Challenge im Mai und die sicher ebenso laufende Langdistanz im kommenden Oktober.

Das zwei Tage vor dem Wettkampf stattfindende Einschwimmen versprach eigentlich nichts Gutes. Gegen eine Strömung ankämpfend und nur unwesentliche Meter vorankommend, brach ich das Schwimmen wegen aufkommender Übelkeit ab. Gott sei Dank war am Wettkampftag dann die See ruhiger und die Strömung nur leicht zu nennen. Gestartet wurde in 4 Gruppen ab 7.30 mit ca. 500 Teilnehmern im 5 Minuten Abstand. Henning und ich hielten uns diskret im Hintergrund der ca 2000 wartenden Triathleten .

Da ich seit Februar , meiner letzten Halbdistanz, nur drei mal eher widerwillig in der Schwimmhalle war, wollte ich das Schwimmen eher etwas defensiv angehen. Nach 37.46 min ging es dann in die Wechselzone . Was ich dort in den folgenden 5 min gemacht habe , ist mir immer noch schleierhaft. Obwohl ich mir schnell vorkam sind die meisten Triathletos dort doch nach 2 min durch. Hier besteht eine Zeitreserve, die genutzt werden kann.

Die Radstrecke war flach und auf komplett gesperrter Strasse sehr angenehm zu fahren. Leider war es nicht immer möglich sich regelkonform zu verhalten , da viele Engpässe zur Bildung klassischer Peletons führten. In diesen Radkonvoluten dominierten die französischen Sportkollegen, die sich vermutlich auf der Tour de France wähnten und in alter Radsportmanier das Rennen gestalteten. Insgesamt wurden ca 200 Teilnehmer wegen Drafting disqualifiziert. Nach 2h 34 min ging es dann auf die Laufstrecke. Vorher noch gemütliche 5 min in T2. Eine meiner nächsten Trainingseinheiten wird den Schwerpunt Wechsel beinhalten.Das Laufen war dann charakterisiert durch das mediterran- feuchte Klima, bei schönsten Sonnenschein in der Mittagshitze entlang eines schönen Sandstrandes , der an diesem Sonntag natürlich mit lauter Badegästen bevölkert war. Das Laufen schien mir sehr hart, vielleicht wegen der Hitze , vielleicht steckte mir aber auch der Hamburg Marathon noch in den Beinen. Zweimal wollte ich am liebsten gehen, aber mit dem St Pauli Trikot geht das natürlich nicht, so dass diese Impulse rasch unterdrückt wurden. Motivierend war auch der freundliche Ruf eines spanischen St Pauli Fan´s : „Vamos St.Pauli“, nachdem er die Insignien auf meinen Trikot erkannt hatte.

Zurück in der Stadt , angetrieben von einem fantastischen Publikum und unter lauter „Venga, Venga“ -Rufen der Zuschauer, eine letzte Anhöhe erklimmend ,ging es dann in das Stadium , um nach schließlich 5h 19 min zu finishen. Wenn ich ehrlich bin, dann hatte ich auf dem Rad noch von unter 5 Stunden geträumt. Aber sei es drum. Es war ein schöner Tag und so gut ausgesehen wie in diesem „stylishen“ Trikot habe ich lange schon nicht mehr.

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