„Grüezie“ aus der Schweiz – Babetts erste Sprintdistanz

Ein großes Grüezie an Euch alle!
Hier mal ein kleiner Bericht von meiner ersten Sprintdistanz in der Schweiz.

Zürich –Triathlon Juli 2011

04.59 Uhr, der Wecker klingelt. Count Down beginnt!
08.30 Start der Shortdistanz der Frauen in Zürich.
05:30 saß ich im Auto nach Zürich.
Ich bin immer gerne 2 Std. vor dem Start da, um in Ruhe mir das Wettkampfgelände anzuschauen
und mich gemütlich in der Wechselzone einzurichten, noch dazu musste ich auch noch meine
Startunterlagen bis 07:00 Uhr abgeholt haben. Von mir zu Hause nach Zürich fährt man ungefähr
eine Stunde.
Motiviert, denn ich konnte ja nun endlich mein neues Trikot tragen, flog ich über die Autobahn nach
Zürich. Selbst ein Blitzer konnte mich nicht stoppen (Dat wird teuer!)

In Zürich angekommen versagte irgendwie mein Navi. Gefühlt fuhr ich durch ganz Zürich, nur nicht
zum Triathlongeschehen. Eine genaue Anfahrtsbeschreibung gab es auch nicht, da man doch
möglichst öffentl . Verkehrsmittel nutzen sollte, was ich schön ignoriert hatte!
Die Uhr zeigte mittlerweile 07:00 und nix vom Zürichsee oder Triathlon zu sehen.
Meine Panik wuchs.
Erste Gedanken kamen, das schaffe ich nicht, das wird nix mit Züritriathlon .
Mein Navi jagte mich schon wieder auf die Autobahn Richtung Luzern! Na klasse!
Um 07.45 hatte ich es dann doch irgendwie geschafft, einen Parkplatz zu finden, der nur 5 Minuten
vom Triathlon entfernt war.
Noch 45 Minuten bis zum Start.
Weitere Gedanken kamen, ob ich überhaupt noch antreten sollte, ich hatte ja auch noch keine
Startunterlagen, und ob ich die überhaupt noch bekommen würde ….????
Aber, was hörte ich neulich aus der Triathlonszene, man sollte sich niemals begrenzen und so zog ich
mit meinem Velo und meiner fast auseinanderfallenden Triathlonbox zur Startnummernausgabe.
Während ich mit panisch rollenden Augen vor der Frau an der Startnummernausgabe stand und
vorsichtig fragte, ob ich noch mitmachen durfte, sagte sie nur ganz gelassen: Ich hätte ja noch ewig
Zeit. Na, dachte ich nur, wenn sie es sagt, und so schoss ich zur Wechselzone,
während mir schon etliche Frauen in Neos entgegenkamen und sich zum Schwimmstart
aufzumachen.
Um 08:05 checkte ich in die Wechselzone ein.
Die Frage, ob mit oder ohne Neo, stellte sich für mich nicht mehr, ich hatte keine Zeit mich noch in
den Neo zu quetschen sondern, gleich ab zum Schwimmstart,
ausserdem konnte man ja so eh viel besser das Trikot sehen

Schwimmen im Züricher See war toll. Das Wasser war warm (21 Grad), eine wunderschöne
Bergkulisse und einfach klares Wasser. Ich habe es geschafft nahezu 500 m durch zu kraulen, juhu!
Blöd nur, dass ich mich ein bisschen verschwommen hatte.
Ich war gerade dabei zur Seemitte raus zu schwimmen, als ich die anderen irgendwie aus dem
Augenwinkel sah, die in eine andere Richtung schwammen, also ich noch schnell hinterher.
Schwimmen hatte ich also gut hinbekommen, und ich ging auch nicht als Letzte aus dem See !

Nun Radstrecke.

Ich fragte mich, ob mein nicht zu vermeidendes Bergradtraining in meiner Wohngegend nun positive
Auswirkungen hätte, vor allem nach meiner „Appenzeller Radrundfahrt“ ( 65 km 11 Steigungen).

Die Triathlonstrecke war aber flach, und ich flog mit einer dkm von 28 über die Strecke.
Wer mich kennt, weiß dass das für mich schnell ist!
Leider pennte dann ein Streckenposten und ich kam mit 5 weiteren Frauen von der Strecke ab und
wir befanden uns Mitten im großen Straßenverkehr von Zürich und wir fragten uns nur,
wo denn die Autos herkämen. Also wieder zurück….
Ach, und eine Schweizerin aufm Velo brüllte mir auch noch zwischendurch ein herzhaftes „St.
Pauli“, entgegen: so schön und das so weit weg von Hamburg!
Die Radstrecke hatte ich nun auch absolviert und nun kam für mich das Schlimmste, halt laufen.
Auch Schweizern war es nicht entgangen, dass St. Pauli abgestiegen war, woran ich gleich auf der
Laufstrecke erinnert wurde. Nach einem kurvenreichen und quälenden Laufstrecke kam, dann
endlich der Zieleinlauf in Sicht und , da standen sie:
vertraute Menschen mitten in Zürich, Anja und Julia, und feuerten mich an
Im Zielbereich gab es dann natürlich erstmal Weizen, leider alkoholfrei, und ich begrüßte Anja, die
auch gleich zum Start der OD musste und Julia, die Sonntag Ihren ersten Ironman erleben sollte und
sich allerdings gerade panisch fragte, was sie sich eigentlich antun würde und ob sie nicht ganz dicht
ist, haha!

Es war ein sehr schöner Triathlon, der viel Spass gemacht hat und ich war auch nicht Letzte

Fortsetzungen folgen….

Babett

2 Gedanken zu „„Grüezie“ aus der Schweiz – Babetts erste Sprintdistanz

  1. Hallo Babette,
    was für ein Abenteuer!
    Ist doch egal, was für eine Zeit Du gemacht hast.
    Du bist angekommen und hast neue Erfahrungen gesammelt.
    Am Schönsten ist, dass Du Spaß Deinen Spaß hattest, das klingt aus Deinem Bericht heraus.

    So sollte es sein.

    Glückwunsch!

    Der Kay

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