Frank „Löffel“ Berka finisht seinen 200. Marathon!

Exakt 19 Jahre, einen Monat, zwei Wochen und einen Tage nach seinem ersten Marathon in Berlin ist Abteilungsmitglied Frank „Löffel“ Berka am vergangenen Samstag seinen 200. Marathon ins Ziel gestolpert. Beim Novembermarathon des 100 Marathon Club, der über 11 Runden um den Öjendorfer See im Hamburger Osten führte, brauchte er genau eine Stunde und eine Minute länger als bei seinem ersten Marathon (geschlagene 4:49 Std. ggü. 3:48 Std.).

Was zunächst wie eine „ganz normale Marathonkarriere“ begann, nämlich mit ein bis zwei minutiös vorbereiteten und dann mehr oder weniger verdaddelten Marathonläufen pro Jahr, erfuhr 2002 eine plötzliche Wende:

Eine Fußballverletzung (natürlich ohne Einwirkung eines Gegenspielers, die waren alle in der anderen Hälfte) beendete alle Träume, einmal den Bayern-Laufcup in der Altersklasse M30 zu gewinnen (wer sonst fährt schon über 250 km durch die Lande, nur um hier und da ein paar Pünktchen zu sammeln) und führte den (damals) Neu-Hamburger in die Praxis der Vereinsärzte seiner neuen fußballerischen Heimat (die Fan-Karriere reichte übrigens von der Gegengerade des Sportpark Nord über das Südstadion, das Ellernfeld, das Dr. Erich Riedl-Stadion (heute: Embdena-Stadion), das Olympiastadion und das „Stadion am Sportpark“ (heute: Generali-Sportpark) bis hin zur Gegengerade des Millerntorstadions – genannt sind nur öfter und mit gewissem Interesse an der Heimmannschaft betretene Sportplätze).

Und als jener Dr. Johannes Holz dem genesenen Löffel dann auf seine Gegenfrage („Kurz und langsam ist aber doof, also entweder lang und langsam oder kurz und schnell!?“) ein eindeutiges „Also dann lang und langsam!“ erwiderte, wendete sich alles zum Ultramarathon und der Marathonsammelei. Und nun sind es eben 200.

Nur so am Rande, ist ja schon ein paar Tage her: Jener Löffel war übrigens 1992 echter Vereinsmeister im Triathlon! Das einzige Aushängeschild des LT Ennert/Bonn hatte tags zuvor sein Pulver irgendwo in Mittelfranken verschossen und trat nicht an. Da erkannte Löffel auf der Wendepunkt-Laufstrecke am Hengsteysee in Hagen seine Chance und zog in einem gnadenlosen Finish an den verdutzten Vereinskollegen vorbei. Das waren noch Zeiten, damals hieß es achtlos „Jedermanntriathlon“, heute sprechen wir respektvoll von der „Sprintdistanz“.

Augsburg klein
Das Foto zeigt Löffel beim Augsburger Rückwärtslauf, der (inoffiziellen) Deutschen Meisterschaft im 1000m-Rückwärtslaufen, wo er am 21.02.2004 mit Platz 3 in der Altersklasse M30 seine bisher beste Platzierung bei einer DM erreicht hat.

4 Gedanken zu „Frank „Löffel“ Berka finisht seinen 200. Marathon!

  1. Ich dachte ja zuerst, du hättest dich vertippt und war schon über 20 Marathons erblasst. 200 erscheinen mir geradezu irrsinnig, aber dafür schenkst du dir dann ja vermutlich das Trainieren. Weiter so! Grandiose Serie. Auf die nächsten 200!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.