Fairnesspreis beim NordseeMan in WHV

Nachdem die ambitionierten Jungspunde in unserer Abteilung (Glückwunsch zum Altersklassensieg) am Samstag beim NordseeMan über die Sprintdistanz erfolgreich an den Start gingen, delegierte die Filiale Oldenburg drei Teilnehmer zur Mitteldistanz, um derlei Erfolgsmeldungen wieder etwas zu relativieren.

Und so machten wir denn dem Verein sportlich auch wenig Ehre, wenn nicht Neufilialist Peter einen Sonderpreis für seine Fairness auf der Radstrecke eingeheimst hätte. Doch der Reihe nach.

Noch vor Monaten sollte das reine Ankommen bei einer Mitteldistanz die Krönung einer von wenig Erfolg getrübten Triathlon-Karriere sein, doch mittlerweile ist man (nachdem man sich als Staffelteilnehmer beim OstseeMan „infiziert“ hat) natürlich schon als Einzelstarter für Glücksburg 2011 angemeldet …  schön bekloppt!

Aber erst wollte der NordseeMan bezwungen werden: Auch in Wilhelmshaven ging`s mit dem Schwimmen los und für die 1,9 km durch die aufgewühlte See brauchten wir im Schnitt eine Halbzeit  (zum Vergleich war der beste Schwimmer nach 28:31 aus dem Wasser …). In der Wechselzone dann das übliche Phänomen, das vielleicht einige ähnlich veranlagte Sportler schon kennen: Beim ersten Wechsel sind fast alle Räder weg, kommt man dann wieder rein, sind alle wieder da. „Spooky“ dachte ich noch auf dem ersten Radkilometer, da begegnete ich schon den beiden Vereinskollegen Holger und Peter. Peter war mit Vollausstattung unterwegs, so dass er Holger dabei behilflich war, die Dinger unter den Schuhen nachzuschrauben (wohl mit seinem Fahrtenmesser). Diese Hilfestellung blieb den Wettkampfrichtern nicht verborgen, führte aber ausnahmsweise nicht zur Disqualifikation, sondern dazu, dass Peter einen Fairnesspreis erhielt. Wahrscheinlich trauten die Offiziellen ihren Augen nicht, als sie Peter auch noch ein zweites Mal am Rand der Radstrecke antrafen, doch diesmal musste er seinen eigenen Platten versorgen …

Dank des Supports unserer Edelfans, die uns mit Vereinsfahne und aufmunternden Lügen wie „Das sieht locker aus“ anfeuerten, ging das Radfahren so nach 3 Stunden (inkl. Wechsel) auch vorbei  und wir mussten nur noch locker den Halbmarathon zu Ende bringen. In der Wechselzone also schnell in`s Dixie und schon konnte die Aufholjagd beginnen! OK, sie endete nach 1 km bei der altehrwürdigen Kaiser-Wilhelm-Brücke, weil es da (mein subjektiver Eindruck) steil bergauf ging! Noch langsamer wurde das Tempo dann am Südstrand, wo man direkt an der Nordsee entlang den schönen Gegenwind in Verbindung mit küstentypischem Starkregen genießen konnte. Dies dann 4 x und ab Runde drei sollte man eigentlich so klug sein, sich einen kompakt gebauten Läufer zu suchen, der einem Windschatten bieten kann. Blöd nur, wenn man selbst der kompakt gebaute Läufer ist, hinter dem sich genauso langsame Läufer aufreihen, während man den schnelleren Leichtgewichten nicht einmal im Windschatten folgen kann. Insofern war das Laufen wie immer: Langsam angefangen, um in den letzten beiden Runden doch noch stark einzubrechen.

Im Ziel ist das natürlich sofort vergessen und das Grinsen konkurriert seit Tagen mit dem Muskelkater, mit etwas Abstand kann man dann auch die machbare Zeit für die Langdistanz hochrechnen: Zeit für die Mitteldistanz  x 2  … müsste passen!

Grüße von der Filiale

P.S.:  Dass Peter mit seinem Outfit der Aufmacher in der Berichterstattung der WZ (das hiesige Abendblatt)  wurde, ist ja klar.

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