Braun-weißes Ligateam jetzt auch in Limmer erfolgreich!

Beim zweiten Start der Augath-Landesligatour im Rahmen des 3. Wasserstadt Triathlons Hannover-Limmer hat unser Ligateam am gestrigen Samstag, den 6. Juni 2009, ersten Agenturmeldungen zufolge überraschend gut abgeschnitten und wieder außerordentlich sportive Leistungen gezeigt! Hier Jans Rennbericht:

Bei extrem grauem und nassem Wetter fand gestern der zweite Wettkampf der diesjährigen Sportteam Augath Landesliga Nord in Hannover Limmer statt. Und wieder war der FC St. Pauli mit 8 Startern vertreten. Am Start waren diesmal: Dirk Ewert (Harley Dirk), heute in Höchstform und Tagesbester, Stefan Faix, der als St. Pauli-Zweiter ein äußerst respektables Liga-Debut hinlegen sollte, meine Wenigkeit, Jan Rexroth, Ulrich Rethfeld aus Hannover (wo war er eigentlich? Ich hätte ihn gern auch einmal kennengelernt.), Malte Bannas, Walter Bähr, Jörn Christian und Rebecca Pohlmann.

Gegen 10:30 war Treffpunkt am Hamburger HBf vereinbart worden um mit dem Metronom gemeinsam nach Hannover zu bummeln. Leider ist die Fahrradmitnahme in diesen Zügen äußerst limitiert und als wir dann schon mehrere andere Radfahrer auf dem Bahnhsteig erblickten, wurde kurzerhand umdisponiert und per Fahrgemeinschaft das Ziel, Wasserstadt Triathlon, Hannover Limmer, angesteuert.

Trotz sehr großzügigen Entfernungen zwischen den einzelnen Interessenpunkten (Parkplatz, Wechselzone, Wasserstart) fanden wir uns alle rechtzeitig auf dem Gelände; Walter hatte schon die Startunterlagen abgeholt und auf dem Parkplatz verteilt und so ging es nun zum Check-In in die Wechselzone. Hier wurde diesmal besonderes Augenmerk auf die richtigen Normen der Helme gelegt.

Pünktlich zur Wettkampfbesprechung begann es zu regnen. Nach anfänglicher Hoffnung, dass es bestimmt nur ein Schauer sei, durften wir erleben, dass es sich wohl um ein äußerst ausdauerndes Regenereignis handeln sollte, dass uns bis zum Einladen des Materials, nach dem Wettkampf treu blieb.

mini_wasserstadt-limmer09_kleinostendarp-36 Die „Waschmaschine“ beim Wasserstadt Triathlon in Hannover Limmer. Wieder mal ein Foto vom Markus Kleinostendarp vom LV Niedersachsen – Vielen Dank dafür!

In mehreren Gruppen starteten wir im nahegelegenen Kanal auf eine teilweise hart umkämpfte Wettkampfstrecke. Hier sei die sehr gute Wasserqualität erwähnt. Die Wassertemperatur lag bei ca. 18 Grad und machte das Schwimmen im Neoprenanzug sinnvoll. Man konnte immer die Schwimmer um sich herum beobachten. Der Ausstieg erfolgte über eine breite Holztreppe und sollte ohne großes Gedrängel vonstatten gegangen sein. Dann mußte man ca. 300m Richtung Wechselzone laufen, was mehr als ausreichend war um sich den Neo obenherum abzustreifen. Schon hier merkte ich, dass meine geradeerst auskurierte Magen-Darm-Grippe wohl doch nicht spurlos gegangen war und sich nun in teils heftigen Oberschenkelkrämpfen bemerkbar machte…
In der Wechselzone lief mir Harley Dirk über den Weg, der heute offensichtlich in Topform war. Auf der Radstrecke zeigte er dann vielen Mitstreitern einschließlich mir, wie man auch bei Regen Gas gibt und konnte noch diverse Plätze gutmachen. Die 20 km Radstrecke wäre so schön gewesen, wär da nicht der verdammte Regen gewesen. Da es einige 90 Grad Kurven und diverse Kanaldeckel zu überfahren galt, war äußerste Konzentration angesagt! Glücklicherweise haben alle Paulianer den Parcours unbeschadet überstanden. Leider mußte ich immer wieder Tempo rausnehmen, da meine Schenkel wieder zu ungewollten Kontraktionen neigten… Kurz vor dem nächsten Wechsel überholte mich noch Stefan Faix, der heute auch durch eine sehr gute Form überzeugen konnte.

mini_wasserstadt-limmer09_kleinostendarp-162Stefan Faix kurz vor Abschluss seines beeindruckenden Ligadebüts.
Foto: Markus Kleinostendarp (Danke!)

In der Wechselzone merkte man dann die Feuchte und Kälte und das Anziehen der Schuhe wurde zum Kraftakt. Die sehr kurven- und abwechslungsreiche Laufstrecke war zweieinhalbmal zu absolvieren. Zunächst gings über Waldwege und dann an der Radstrecke entlang um dann durch eine Gartensiedlung wieder zum Kanal und dann an der Wechselzone vorbeizulaufen. Nach diversen heftigen Krämpfen erreichte ich endlich den Zielabzweig und wurde schon von Harley Dirk, Stefan und Walter in Empfang genommen. Aufgrund der Witterung hielten wir uns nicht länger im Ziel auf und jeder sah zu, dass er/sie schnell unter die Duschen kam.

Hier die Zeiten:

Ligawertung:

Dirk Ewert 1:09:54 112.
Stefan Faix 1:10:54 128.
Jan Rexroth 1:14:33 180.
Malte Bannas 1:16:11 201.
Walter Bähr 1:17:27 212.

weitere:
Ulrich Rethfeld 1:15:13 185.
Jörn Christian 1:27:56
Rebecca Pohlmann 1:37:28

Später trafen wir uns dann noch zum Gruppenfoto. Auch hier fehlte unser Hannoveraner Pauli-anonym-starter, Ulrich Rethfeld, leider. Bitte gib dich doch das nächste Mal zu erkennen. Wir hätten Dich gern dabei gehabt!

Bleibt zu sagen, dass es sich um einen prima organisierten Wettkampf mit tollen Strecken handelte, den ich gern nocheinmal bei schönem Wetter und unverkrampft antreten würde, aber wie sagte der alte Cowboy noch so wahr zum Dude (Big Lebowski): „Einer der mehr Ahnung hatte als ich sagte mal: Manchmal verspeist man den Bären, und manchmal wird man eben vom Bären verspeist. „… in diesem Sinne.

wasserstadt

Unser Team in Limmer (vl.n.r.): Jörn, Harley-Dirk aka der schnelle Dirk, Rebecca, Malte, Walter, Jan, Jans Freundin, Jans Nachwuchs (Namen werden nachgereicht)

hinein

Kurz vor dem Sprung in den  Lindener Hafen: „Wasser – Lebensfreude – Vitalität“

verboten

Nur die wenigsten hielten sich mal wieder an das „Schwimmen verboten!“-Schild…

Hier Maltes Rennbeichte:

Hannover, Wasserstadt-Limmer. Nomen est Omen. Nicht nur, dass der Wettkampfort mit einer Schwimmstrecke auf uns wartete, die eine hervorragende Wasserqualität vorzuweisen hatte. Nein, auch von oben gab es reichlich Flüssigkeit.

Um 15:45Uhr durften unsere ersten Starter die 500m im freien Gewässer in Angriff nehmen, danach ging es munter im 10-Minuten-Takt weiter. Wenn man keine Probleme mit Wasserpflanzen hatte und sich einigermaßen orientieren konnte, war das Schwimmen locker in unter im einstelligen Minutenbereich zu schaffen. Ich konnte mich nicht gut orientieren und hatte mit dem Gestrüpp ziemlich zu kämpfen, aber Schwimmen zählt ja eh nicht zu meinen Stärken.

Den langen Weg zur Wechselzone konnte man gut nutzen, um sich den Neo schonmal halb auszuziehen und Motivation für den nassen Ritt über 20km auf dem Rad zu sammeln. Die Radstrecke an sich war sehr schön: gut asphaltiert, hervorragend abgesichert und mit schönen Aussichtsmöglichkeiten über das hannoversche Umland. Aufgrund der Nässe war in den teils engen Kurven größte Vorsicht geboten. Vor allem 200m vor dem Wechsel zum Laufen verlangte eine 180°-Drehung nochmal höchste Konzentration. Hinter mir haben zwei Athleten wohl zu nachlässig gebremst und das Geräusch von teuren Rädern, die über die Straße rutschen ließ mich zusammenzucken.

Die Laufstrecke führte größtenteils durch den Wald und so war man vor dem nicht nachlassenden Regen dort etwas geschützt. 2,5 Runden, nochmal an der Schwimmstrecke und der Wechselzone vorbei rundete das Laufen den Wettkampf schön ab. Die Kälte hatte auch bei mir inzwischen ihre Wirkung getan und so musste ich einmal kurz abstoppen, um meine rechte Wade zu dehnen, in der sich ein Krampf ankündigte. Zum Glück konnte ich ihn gerade noch abwenden und unverkrampft ins Ziel laufen, nachdem ich Rebecca und Walter noch auf der Laufstrecke getroffen hatte.

Beim Auschecken der Räder durften wir die Starter der 2.Bundesliga noch bewundern und uns einiges abschauen. Unfassbar, wie schnell die Jungs vom Wasser zu ihren Rädern und dann auf die Radstrecke gerannt sind. Sehr beeindruckend.

Ein ganz großes Lob an alle braun-weißen Starter, die bei dem Wetter angetreten sind und gefinisht haben.

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