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Braunweiße Kurzarbeiter in Bremen

Montag, 09. August 2010

Kalender lügen nicht!!! Und meiner sagt, dass ich in 4 Wochen meine erste Mitteldistanz in Köln in Angriff nehmen werde. Also wollte ich neben dem ganzen Training mal wieder einen anderen Reiz setzen und bin zum Nehlsen-Triathlon nach Bremen gefahren. Okay, ich bin gefahren worden (gut, wenn Papa sich auch für den Sport erwärmen kann und sich nicht scheut, am Sonntagmorgen um 6:30Uhr aufzustehen.). Pünktlich zwei Stunden vor dem Start kamen wir am Wettkampfort an und ich war von der kleinen, familiären Atmosphäre sehr angetan. Schöner Kontrast zu dem Riesen-Event vor ein paar Wochen in Hamburg. Beim Abholen der Startunterlagen habe ich dann noch Holger aus Oldenburg
getroffen, der nach seinem Staffeleinsatz in Glückburg immer noch nicht genug hatte und sich spontan für einen Start in Bremen entschieden hat. Das Vorbereiten in der Wechselzone lief ganz entspannt ab, bis Holger meinte, er müsse nun doch seinen neuen (ärmellosen) Neo anziehen. Ich hatte mich frühzeitig gegen die Plastikpelle entschieden. Die 1,5km ohne die schwarze Schwimmhilfe in der Alster haben mir Mut gemacht und bei 750m schien mir die Chance auf gesparte Zeit beim Wechsel so verlockend, dass mich auch die 21,5°C im Grambker Sportparksee nicht abhalten konnten, als einer der Wenigen leicht bekleidet ins Wasser zu steigen. Schwimmen lief auch ganz gut (15:19min sind im Rahmen meiner Möglichkeiten). Ich hatte ständig jemanden vor mir und bin deshalb – endlich mal – ohne große Umwege wieder an Land gekommen. Beim Wechsel aufs Rad habe ich tatsächlich einige Plätze gut gemacht und ging fröhlich auf die Radstrecke. Flach wie am Bremer Deich erwartet, aber leider sehr kurvig und zum Großteil schlecht asphaltiert kamen die 20km daher, die ich nach 37 Minuten dann gut durchgeschüttelt hinter mir hatte. Schneller Wechsel auf die 5,4km Laufstrecke, die sehr schön durch den Grambker Sportpark führten. Kurz vor der Wende kam Holger mir dann entgegen, nach kurzen Abklatschen und motivierenden Worten befand auch ich mich dann schon wieder auf dem Rückweg und auf dem Weg zum Ziel konnte ich noch einige Teilnehmer einsammeln (22:10min). Im Ziel dann Blick auf die Uhr und siehe da: 1:14:36h (34.Platz von 81 Startern)!!! Da kann und will man doch nicht meckern. Holger war auch grad seit einer halben Minute drin und wartete schon lächelnd. Fazit: Kleiner, netter Wettkampf mit toller Location. Einzig die holprige Radstrecke nervt etwas. Für 25,-EUR Startgebühr bekommt man im Ziel aber auch noch ein leckeres Schwarzbrot vom Co-Sponsor überreicht.

Ironman Regensburg ist braun-weiß

Donnerstag, 05. August 2010

Premieren sind ja gerade im Ironman-Bereich eher selten und so durfte die des Ironman Regensburg natürlich nicht ohne braun-weiße Starter stattfinden. So gab Harm in seiner alten Heimat sein Comeback auf der Langdistanz und ich wollte sehen ob ich die 11h-Marke knacken kann.

Pünktlich um 7 Uhr stürmten fast 2.000 Verrückte den eher kleinen Guggenberger See und verwandelten selbigen in eine riesige Waschmaschine. Es hat gut 1km gedauert bis ein normales Schwimmen notwendig war. Trotzdem hatte ich ein gutes Gefühl, nur zum Schluss fehlte mir etwas die Kraft in den Armen. Aber egal. Am Ende war ich nach 1:21h aus dem Wasser und lag damit nur 1min hinter meiner prognostizierten Schwimmzeit.

Ich bin der mit der gelben Badekappe, Harm der andere...

Den ersten Wechsel habe ich trotz widerspenstiger Kompressionsstrümpfe unter 3min geschafft und so machte ich mich voll im Zeitplan auf die 180 Radkilometer. Und die Radstrecke hatte es in sich. Knapp 1.400 Höhenmeter auf zwei Runden sind schon nicht schlecht. Allerdings nicht etwa gleichmäßig verteilt sondern größtenteils im ersten Streckenabschnitt. Und so ging es nach 12km lockerem Einrollen direkt mal 16km fast nur bergauf. Belohnt wurde die Kletterei mit „nur“ 6km rasanter Abfahrt, bei der Geschwindigkeiten jenseits der 70 keine Seltenheit waren. Die zweite Streckenhälfte war zwar eher flach mit ein paar kleinen kurzen Ansteigen, aber dafür sehr windanfällig. Vor allem auf der zweiten Runde kam ein doch recht starker Wind auf. Aber Gegenwind formt ja bekanntlich den Charakter und so verlor ich auf der zweiten Radrunde nur 12min auf mein Zeitziel. Harm hämmerte mit seinen Waden eine Radzeit von 5:08h hin und legte damit den Grundstein für seine Zeit von 10:42h.

Mit Scheibe und Socken die Straßen rocken.

Nach 5:42h erreichte ich endlich die zweite Wechselzone. Die wurde schnell durchlaufen und ab ging’s in die Regensburger Innenstadt. Und was da abging war echt genial. Regensburg hat zwar (noch) keinen Solarer Berg oder Heartbreak Hill, aber in der Innenstadt herrschte eine wahnsinnige Stimmung. Und als Weltpokalsiegerbesieger wurde man direkt doppelt so stark angefeuert. Insgesamt mussten 4 fast schattenlose Runden bewältigt werden. Mittlerweile zeigte das Quecksilber 29/30 Grad an und ich war froh über die perfekt aufgebauten Verpflegungsstationen. Auf den ersten zwei Laufrunden war ich auch noch gut auf Kurs für eine 3:30-3:45 Zeit, doch dann kam ein Einbruch den ich so auch noch nicht erlebt hatte. Zu Beginn der dritten Laufrunde wurde es mir immer heißer, dazu kam ein Schwindelgefühl und Schüttelfrost. Nach ein paar Meter gehen und einen erneuten Laufversuch wäre ich beinahe in die Knie gegangen, so wackelig waren meine Beine. Was war passiert? Flüssigkeit hatte ich genügend zu mir genommen und Salz auch, da war ich mir sicher. Nach ein paar Kilometern Wanderschaft hatte ich den Fehler gefunden. Ich hatte einfach zu wenig Energie zu mir genommen. Oder anders ausgedrückt: ich Depp hab vergessen meine Gels zu nehmen. Zwischen Kilometer 10 und 30 habe ich nur Wasser und Cola zu mir genommen. Das war einfach definitiv zu wenig. Ärgerlich war’s auf alle Fälle aber am Ende konnte ich die Zeit wenigstens noch unter 12h retten. So stoppte die Uhr bei 11:53:49h und ich bin wieder um eine Erfahrung reicher.

Merke: Wer wandert kann die Verpfelgungsstellen viel intensiver nutzen. Toll!

Was bleibt noch zu sagen? Es gibt keine leichten Ironman-Rennen, aber Regensburg ist auf alle Fälle eine anspruchsvolle Strecke. Das zeigt auch die Zahl von über 200 Athleten die nicht das Ziel erreichten. Außerdem hätte ich nie gedacht, dass eine Premiere so gut ablaufen kann. Sicherlich hat der IM Regensburg noch Verbesserungspotenzial, aber am Wettkampftag selbst war die Orga an einigen Stellen schon jetzt besser als bspw. Roth. Besonders die vielen Wettkampfrichter auf der Radstrecke waren echt klasse. Es bildeten sich zwar immer wieder kleine Grüppchen, aber die Kampfrichter griffen eiskalt durch. Teilweise hatte ich das Gefühl das mehr Athleten mit Zeitstrafe unterwegs waren als ohne. Von daher ein toller Wettkampf, Zeitziel hin oder her.

PS: Angeblich soll nächstes Jahr die zweite Auflage wieder mit braun-weißer Beteiligung ablaufen…

Mättz kann aber auch laufen, wenn er will…

Die schnapp ich mir auch noch… – Harm auf der Radstrecke

“Wo bleibt Mättz denn nur…?” – Harm und seine beiden Kurzen auf dem Weg zur After-Race-Party.

Frank und die 48h von Köln

Samstag, 31. Juli 2010

Zu Beginn der letzten Stunde neben dem Sieger Hans-Jürgen Schlotter

Liebe Sportfreunde,

vor ein paar Wochen habe ich es in einem Bericht nebenbei erwähnt, nun ist es geschehen: Am 23., 24. und 25. Juli wurden in Köln-Dellbrück auf einer 309 m langen Aschenbahn die 48 h von Köln ausgetragen. Von nahezu allen Leuten, die nicht selbst Ultramarathons laufen, wurde ich für völlig verrückt erklärt, bei so etwas mitzumachen. Auch Achim Achilles, den der Veranstalter als Schirmherr gewonnen hatte, war in seinem Grußwort relativ sprachlos. Aber er hatte recht, da waren die Verrücktesten unter den Verrückten unterwegs – und ich mitten drin. Mit der Erfahrung von acht 24 Stundenläufen zzgl. drei 100 km-Läufen wollte ich einfach mal glücklich sein und die doppelte Distanz wagen.

Der Donnerstag: Gegen 18 Uhr holte mich meine Freundin nach der Arbeit am Bahnhof ab. Gegen 22:30 Uhr waren wir in Köln und checkten im Hotel ein. Nach einem Kölsch und einem Abendessen in der Altstadt fielen wir kurz nach Mitternacht ins Bett.

Der Freitag: Die Nacht im Hotel tat gut, sollte aber die einzige werden, in der ich das Doppelzimmer und das Frühstück mit meiner Freundin teilen würde. Um 10 Uhr waren wir auf dem Sportplatz, kurz später stand unser Zelt zwischen den anderen Zelten am Rand der Aschenbahn, die tatsächlich nur 309 m misst. Um 12 Uhr gingen die 42 TeilnehmerInnen aus Deutschland, den Niederlanden, Griechenland, der Türkei, Algerien, Norwegen, Schweden, Dänemark und Belgien auf die Strecke. Die ersten Stunden war es warm, aber einige Bäume gaben Schatten. Viel gab es zu erzählen, hatte man doch einige Leute lange nicht gesehen und andere gerade neu kennengelernt. Bis Mitternacht habe ich etwa 75 km erlaufen.

Der Samstag: Nun wurde ich erst einmal so richtig müde und verzog mich nach 251 Runden für 4 Stunden ins Zelt. Im Morgengrauen ging es zurück auf die Bahn, den Kreislauf langsam wieder in Schwung bringen. Um 6 Uhr folgte – wie alle sechs Stunden – ein Richtungswechsel an der Stelle, wo die elektronische Zeiterfassung war. Einmal durch die „Ohren“ und außenrum zurück. Mit der Sonne kam die Wärme zurück, ebenso der Laufrhythmus. Mit ca. 112 km nach 24 Stunden war ich nicht ganz zufrieden, weil ich von den angepeilten 200 km auf der ersten Hälfte doch mehr machen wollte, um Reserven für Pausen zu haben. Nach der Eichhörnchen-Taktik (möglichst viel auf der Bahn sein und möglichst viele Runden sammeln) ging es weiter. Sehr willkommen waren mir die insgesamt vier wundervollen Massagen von meiner Freundin, dich mich jeweils zwar eine halbe Stunde Zeit gekostet haben, die aber dazu führten, dass ich danach erst einmal wieder richtig gut im Ultraschlappschritt weiterlaufen konnte. Nach 36 Stunden war ich bei km 165.

Der Sonntag: Er begann mit einer wichtigen Entscheidung: Entweder würde ich wieder ein paar Stunden schlafen gehen und damit die 200 km wohl verpassen, weil man nach 1 1/2 Tagen einfach nicht mehr so schnell unterwegs ist – oder ich müsste die Nacht mehr oder weniger durchmachen. Ich entschied mich hundemüde für „oder“, brauchte aber nun mehr Pausen und gönnte mir, als die Hochrechnungen immer beruhigender wirkten, doch eine Stunde Schlaf. Mit der aufgehenden Sonne war es auch meinem Kreislauf wieder wohler, der in der Nacht lieber gehen als laufen wollte. Meine Freundin hatte gerade das Hotel geräumt und kam zum Sportplatz, als ich 199 km geschafft hatte. Wir organisierten am Verpflegungsstand eine Flasche Bier und zwei Becher und setzten uns nach etwa 46 1/2 Stunden Laufzeit an der imaginären 200 km-Marke erst einmal in die Böschung und begossen die Distanz. Wie schon bei meinen 24ern konnte ich in den letzten 1 1/2 Stunden noch einmal recht zügig laufen, so dass am Ende 212,059 km zu Buche standen – und Platz 25. Nach der Restmetervermessung und einem Fototermin mit allen TeilnehmerInnen lag ich erst einmal eine Weile im Gras. Es folgten Dusche und Siegerehrung. Anschließend genoss ich die Rückfahrt als Beifahrer mehr oder weniger tief schlafend. Die Treppen in den vierten Stock gingen abends aber schon wieder recht gut.

Der Montag: Zunächst wurde viel Schlaf nachgeholt – und realisiert, was da eigentlich gelaufen ist.

Das Fazit: Es war sehr interessant, sehr schön, aber auch sehr anstrengend, da die Beine und Füße einen zunehmend wissen ließen, dass sie schön länger unterwegs sind und Pausen so richtig gut finden. Die LG DUV hat die Veranstaltung richtig gut organisiert, besonders den zahlreichen HelferInnen ist zu danken, die Verpflegung war einfach wunderbar (Vollpension).

Sankt Pauli: Irgendwann wurde ich in der ersten Nacht von einheimischen Fans in meiner orangefarbenen Weste für einen Niederländer gehalten und mit „Orange“ angefeuert. Auf meine Erwiderung, man dürfe mich ruhig mit „St. Pauli“ anfeuern (und Fingerzeig auf das Vereinswappen auf meiner Hose), gab es „auf der Tribüne“ kein Halten mehr. An Schlaf war für die anderen nicht mehr zu denken, weil über eine Stunde lange nach jeder neuen Runde in rheinischem Singsang „Sankt Pauli – Sankt Pauli“- Rufe über den Sportplatz schallten. Und auch zum Rennende waren die Rufe wieder zu hören.

Frank

Kurz vor dem Rennende an der Zeitmessstelle

Bei der Siegerehrung mit DUV-Präsident Stefan Hinze und DUV-Sportwart Wolfgang Olbrich.

Torben in der Stadt der Löwen

Samstag, 31. Juli 2010

TTB-Triathlon in Braunschweig

Bereits zum sechsten Mal gings für mich am 18.07.2010 nach Braunschweig zur olympischen Distanz! Im letzten Jahr waren wir dort noch im Rahmen der Landesliga mit einer schlagkräftigen Truppe vertreten und haben Braunschweig echt gerockt! Durch den Hamburg-Triathlon war ich in diesem Jahr dann ganz allein aber nicht minder erfolgreich.

Vor dem Start, beim Einchecken, gab es erstmal eine Schrecksekunde, als ein Kampfrichter einen Riss in meinem Helm feststellte und mich schon fast nicht durchlassen wollte, bis er feststellte, dass der Riss noch klein genug ist und nicht durchs komplette Material reicht. Nichts desto trotz sollte ich mir einen neuen Helm besorgen, den Rat werde ich ganz sicher befolgen, denn Sicherheit geht vor!

Bis zum Start hatte ich dann noch einige Zeit, die ich mir mit meinen Eltern bei Kaffee und Energieriegeln vertrieb! Um 11.30 Uhr gings endlich los: Bei knapp 28 Grad Wassertemperatur war in diesem Jahr nicht im Entferntesten an Neo-Schwimmen zu denken. So konnte ich meine Schwimmstärke gut ausspielen, kam insgesamt als 50. Von ca. 300 Startern aus dem Wasser und wechselte aufs Rad. Da konnte ich die ganze Zeit ordentlich Druck machen, auch wenn der Wind manches Mal ziemlich von vorn blies. So konnte ich meine Position nach dem Schwimmen relativ gut behaupten und war mit der 69. Radzeit im 35´er Schnitt unterwegs. Die Strecke war wie immer leicht wellig bis etwas bergig und die Fahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse.  Der Lauf war dann sogar meine absolute Stärke Heut und ich konnte die 42. Laufzeit in 41:15 für die 10 Km hinlegen. Insgesamt brauchte ich 2:22:57 und war damit 47. In der Gesamtwertung. Kaum im Ziel kam dann noch mein großer Auftritt, der Moderator sah mich und unseren Einteiler und bat mich sogleich zum Interview über unsere Triathlon-Sparte und meinen heutigen Wettkampf. War ein komisches Gefühl für mich, den ein Interview hatte ich bis dato in meinem Leben noch nicht gegeben… Ich glaub ich habe es aber gut hinter mich gebracht und etwas Werbung für den FC St. Pauli gemacht.  Alles in Allem war es wieder ein runder Wettkampf mit einem Top-Ergebnis für mich. Abends habe ich mich dann mit einer 40cm Pizza selbst belohnt und den Tag ausklingen lassen.

Stefan finisht in Braun-Weiß-Roth!

Montag, 26. Juli 2010

Nach diesem großartigen Tag im Triathlon-Mekka in Roth dachte ich mir, dass ein kurzer Bericht auf die Homepage des FC St. Pauli Triathlon muss.

Gutes Stichwort! Wer noch nie eine Langdistanz im braun-weißen St. Pauli Outfit gemacht hat, dem sei dies hier wärmstens empfohlen. Ich glaube, dass außer den Profis niemand so viel Anfeuerung genossen hat wie ich im St. Pauli Dress, wirklich unfassbar. Selbst ein blondes, 5-jähriges Mädchen rief „Mama, St. Pauli!“ um dann anschließend ein St. Pauli Lied anzustimmen!
Nachdem es wenige Tage zuvor noch bis zu 35°C heiß war, war der Wettkampftag mit max. 28°C beim Laufen sehr angenehm. Das Wasser hatte 23°C, Neo erlaubt! Nachdem ich trotz frühen Daseins meinen Start verpasst hatte, durfte ich 5 Min. später mit der nächsten Startgruppe in den Main-Donau-Kanal (verschwimmen unmöglich)! Mit der Schwimmzeit von 1:12:46 war ich nicht unzufrieden. Als ich dann die ersten 90KM in 2:33h hinter mich gebracht hatte, war ich  kurzfristig unsicher, ob es zu schnell war…, war es aber nicht! Die zweite Runde bin ich in derselben Zeit gefahren was eine Gesamtradzeit von 5:07:23 nach sich zog – über 35 Km/h – sehr geil!!! Besonders der auf der zweiten Radrunde aufkommende Wind kam mir da als Hamburger sehr gelegen. Während viele versuchten sich fluchend auf dem Rad klein zu machen, sagte ich mir, dass ich das kann und bei jedem Training hatte! Allerdings war ich mir nach dem Radsplit wirklich unsicher, ob ich dann noch einen vernünftigen Marathon hinkriege. Während mir nach wenigen Kilometern Rasmus HENNING (der spätere Sieger) und Sebastian KIENLE (Zweiter mit neuer Radrekordzeit von 4:14h, 42,5 Km/h!) entgegen kamen, konnte ich doch erstaunlich gut meinen Rhythmus finden. Da ich weder einen körperlichen noch mentalen Einbruch zu verzeichnen hatte, blieb die Uhr dann irgendwann bei 3:53:24 stehen, immerhin noch ein 5:30er Schnitt. Dabei konnte ich von den letzten 6 Wochen 4 wegen Achillessehnenproblemen nicht laufen…, aber da bin ich auch Gott und vielen Freunden dankbar, die für mich gebetet haben und somit meinen Start und Finish erst ermöglichten!
Unterm Strich gab das Ganze dann eine Zeit von 10:21:53h. Von den Platzierungen her einen 533. Platz von 2700 Startern, einen 124. von 608 in der AK und bei der DM in der AK einen 23. Platz! Damit war ich wirklich sehr zufrieden, glücklich und auch stolz. Es fühlt sich sehr gut an, wenn Monate der Entbehrung und des Investierens von Zeit, Energie und Geld am Erntetag dann auch aufgehen und so ein toller Wettkampf dabei raus kommt. Da durften natürlich ein paar Zieltränen auch nicht fehlen. ROTH ist ein Traum für Triathleten und ca. 100.000 Zuschauer an der Strecke motivieren ungemein!!

Altersklassensieg in St.Peter

Montag, 05. Juli 2010

Harm war für uns vor Ort:

Wir waren mit insgesamt 5 Braun-Weissen bei der OD in St Peter am Start (nicht alle in braun weiss!!!). Die Bedingungen waren, ich sage mal neutral: gemischt. Das Wasser meinte es gut mit uns, sogar im Neo hat man sich nicht überhitzt und wer schon mal da war weiss, daß es eher ruhig war. In der Nordsee geht es nun mal nicht ohne Seegang. Für mich als “Nichtschwimmer” war es dennoch heftig. Auf dem Rad kann es auch windiger in St Peter sein. Dennoch hatte man oft das Gefühl einer sehr “steifen Briese” von vorne. Ein Kampfrichter sagte mir aber nach dem Rennen: “Bei Wind geht das hier aber richtig ab”. Für ihn war es offensichtlich windstill. Was mich zum wiederhloten Male begeistert hat, war die ausgesprochene Fairness der meisten Teilnehmer. Ich zumindest habe praktisch keinen bewusst beim Lutschen gesehen. Beim Laufen könnte man sagen, dass es sehr warm war. Kay meinte nachher, zwei Trinkstationen auf 5 km sei Körperverletzung. Tja bei 37°C im Schatten (den gibts aber nur sehr selten) kann einem dieser Gedanke schon durch den Kopf gehen. Dazu kommen dann noch die typischen Besonderheiten an der Nordsee: eine sehr weite Strecke vom Wasser zum Rad durch tiefen Sand; der tiefe Sand in der Wechselzone, Sand im Getriebe vom Rad und einige tiefe Sandpassagen auf der Laufstrecke. Ach ja, Sand in den Laufschuhen ist auch nicht jedermans Sache. Dennoch, ich finde die Veranstaltung super. Jetzt war ich das dritte mal dabei und es ist immer wieder anders. Unsere Ergebnisse können sich sehen lassen: alle Vereinsangehörigen unter 3h!
Olaf (wo war Dein Vereinsdress?): 2:55:49
Christoph (noch im alten Einteiler): 2:53:25 und natürlich der Start-Ziel Sieg in seiner Altersklasse (mit Bestzeiten in allen 3 Disziplinen)
Tobias (wie alle Folgenden vorschriftsmäßig in RAL schiessmichtot): 2:53:14
Kay: 2:36:52
Ich: 2:25:41

Jede Menge Schweiß in Bad Bodenteich

Dienstag, 29. Juni 2010

Am 27.06. war es endlich soweit, mein erster Triathlon in 2010, und dass gleich über die Mitteldistanz! Die Vorbereitung dahin verlief schon echt klasse und meine Form war echt gut. Nach dem letzten Training am Mittwoch startete ich mit einem großen Eis und ein paar Bierchen zum Ghana-Spiel das Carbo-Loading beim Public Viewing in Northeim. Bis Sonntag verlief dann alles nach Plan, ich war mit meiner Freundin gegen 8 Uhr in Bad Bodenteich und bezog meinen Platz in der Wechselzone. Als ich alles vorbereitet hatte, traf ich auch schon unsere ersten Liga-Starter und musste mich langsam sputen ins Wasser zu kommen. Im letzten Jahr hatte ich nämlich hier viel zu spät mit dem Neoanziehen begonnen und hatte Ihn nicht vernünftig an, sodass ich nach nicht einmal 200m Schwimmen Schnappatmung bekam und fast abgesoffen wäre… In diesem Jahr lief es aber besser, ich war 15 min vor dem Start im Wasser des Seeparks. Das Wasser war, wie jedes Jahr, ziemlich modderig, kaum hatte man den Kopf unter Wasser sah man nur noch schwarz und steckte mit den Füssen im Schlamm. Da ich hier das fünfte Mal am Start war störte mich das aber nicht besonders, die anderen mussten da ja auch durch ;-) Es ist auch längst nicht so schlimm wie es  sich vielleicht anhört, ist halt „naturbelassenes Schwimmen“ wie es die Ausschreibung verspricht.

Der Start um 09.10 war dann problemlos und ich kam sehr gut in meinen Rhythmus. Das Schwimmen in Bodenteich ist jedes Jahr ein echtes Highlight, da man unter 3 Brücken durchschwimmt und den ganzen Seeparksee praktisch einmal umrundet. An den Brücken ist richtig Stimmung, die man sogar bis ins Wasser hört und fühlt. Nach 33 min. stieg ich ca. als 20. Aus dem Wasser und wechselte mehr schlecht als recht (man sollte das einfach mehr trainieren…) aufs Rad. Draußen auf der Strecke konnte ich richtig Druck machen und die Berge (ja die gibt’s wirklich) der Lüneburger Heide zu meinem Vorteil nutzen. Auf den drei Radrunden zog ich voll durch, sodass ich nach 2:30h Fahrzeit gegen 12 Uhr zurück in die Wechselzone kam. Nun lagen noch 21km Laufen vor mir, auf denen ich feststellte, dass die Laufstrecke gar nicht so viel Schatten hatte, wie ich in den letzten Jahren gefühlt hatte… Von Runde zu Runde, insgesamt waren 8 à 2,6Km zu absolvieren, wurde es wärmer und jede Abkühlung war willkommen. Hier ist vor Allem der Anstieg zum Verpflegungspunkt zu erwähnen, bei dem es jede Runde mitten durch die Botanik gefühlte 50m nach oben geht und man echt froh ist, dass oben Wasser und eine Gartendusche zur Erfrischung warten. Trotz der Hitze war ich auch beim Laufen gut in Schuss und brauchte 1:39 für den Halbmarathon. Auf der Ziellinie leuchtete für mich eine 4:46:06h auf, ich hatte meine Bestzeit aus dem Vorjahr um über 5 min gesteigert und war damit 16. in der Gesamtwertung. Im Zielbereich traf ich unsere Ligastarter wieder und wir wechselten noch ein paar Worte bei der großartigen Finisherverpflegung in Bodenteich. Bei keinem Wettkampf habe ich ein so reichhaltiges Zielbuffet mit Früchten aller Art, Kuchen, Eis usw. gesehen. Allein das ist schon ein Grund auch mal in Bodenteich an den Start zu gehen. Ich bin nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei.

Lg

Torben

Ein schöner Rücken – Teddy macht bella figura im Großensee

Donnerstag, 24. Juni 2010

Als einziger Sankt Paulianer hatte unser Teddybähr am letzten Montag die SD in/im Großensee ”erfolgreich” absolviert. Kleine aber feine Veranstaltung – innerhalb von 12 Stunden ausgebucht. Am Ende kam eine persönliche BZ mit 1:17:54 heraus. Das 1. Erfolgserlebnis der Saison; aber da kommt ja noch was – ich glaube, etwas länger… Der Fotograf von “Helmuts Radsportseite” sei jedenfalls von seinem Rücken oder doch mehr vom Logo “begeistert” gewesen, schreibt Teddy.



Torben gewinnt seine AK in Uelzen

Dienstag, 22. Juni 2010

Hier nun der Bericht der leider ein bisschen in meinen Postfach kleben geblieben ist…

Endlich war es soweit und ich konnte am Freitag den 11.06.2010 unseren neuen Einteiler das erste Mal im Wettkampf durch die Straßen von Uelzen tragen! Dort fand nämlich der 25. AZ Abendvolkslauf statt und ich bin über die Halbmarathondistanz an den Start gegangen.  Vom Start weg habe ich treu dem Motto „Heller macht schneller“ Gas gegeben und war auf den ersten KM zeitweise sogar zweiter der 84 Starter/innen. Wie ich schnell bemerkte war das aber etwas zu schnell und der echt heftige Wind sowie die „Berge“ der Lüneburger Heide forderten Ihren Tribut, sodass ich von einigen Läufern überholt wurde. Da wir auf einer Strecke mit mehreren Wendepunkten unterwegs waren, verlor ich die aber nicht aus den Augen und versuchte so gut es ging dran zu bleiben. Auf der zweiten von 3 Runden fand ich meinen Rhythmus wieder und konnte so am Ende mein Tempo im Mittel über die volle Distanz ziemlich konstant halten. Vor Allem auf den letzten KM bekam ich nochmal Flügel, da ich noch einen weiteren Hamburger Starter des Teams „Laufwerk“ vor mir erblickte, auf den ich aufholte und den ich kurz vor dem Ziel auch überholte. Im Ziel war ich dann in 1:31:59 zwar leider über 1:30 geblieben, aber aufgrund des Wetters und vor Allem des Windes bin ich mit dem Ergebnis als 8. Insgesamt und Altersklassensieger der TM 30 sehr zufrieden.

Liebe Grüsse Torben

Klaus beim 3. Schwalm-Nette Triathlon am 13.6.2010

Dienstag, 22. Juni 2010

Misslungene Premiere des kleinen Lehmbraunen.

Da ich im Moment mit meinem Umzug an den Niederrhein beschäfftigt schlägt sich die Anspannung auch beim Sport nieder. So ging das präperieren des Bikes am Samstagabend ordentlich in bie Botze ( Hose ) Hab ich doch eine Konusmutter meines Aeroaufsatzes vermurkst.Gegen 24uhr Nachts hab ich aufgegeben und mich entschieden nur mit einem Teil zu starten. Kurze Nacht und kalter Morgen, 9 Grad auf der Anzeige, Start 9:20 für die Sprinter ( Volksdistanz 0,5/20/5 ) 8:50 Besprechung und ich mal wieder oberschlau, eine gehört alle gehört, und so fing das Drama an. Das es sich um mehrere Runden ( 4 mal Rad, 3 mal Laufen ) in jeder Disziplin handelte war mir klar und so war ich der Meinung das ich mich durch schuffte und sehe das es mit dem Rad auch geht. 9:20 ging es dann los. Die Bahn war mit zehn Leuten zu voll und ich konnte nur einen freien Start hinlegen.In den darauffolgenden Minuten bekam ich keinen Rhytmus, zum einen der Typ vor mir nervte mit seinem Brustkraulstil und immer noch dieser Lenker im Kopf, und stieg mit kläglichen 10:25 aus dem Wasser. Raufs auf Rad und schön die 20km abspulen. Die Srecke war gerade aber ein Anstieg mit 6% hatte es in sich aber es ging und die Geschichte mit dem Lenker ging besser als gedacht. Erste Erleichterung kam auf.Als ich nach 35:27 vom Rädchen abstieg wurde ich von einem Offiziellen gefragt wieviel Runden ich gefahren sei? 20 km sagte ich Rein in die Laufschlappen und auf die Laufstrecke. Komisch dachte ich noch bei mir und sortierte meine Knochen und wunderte mich das ich alleine unterwegs war. Hatte ich mich verlaufen und wo waren die anderen?Die Streckenposten aber sagten, dass ich richtig wäre. Im Ziel schauten mich die schnellen Jungs dann doch komisch an. ” wer ist das, woher kommt der, wieso ist der so schnell? ”
Ein Presseman wollte dann auch so einiges von mir wissen und sagte, dass ich der erste nach dem Rad war. Nachdem ich mich mit meinen Mitstreitern unterhalten habe, stellte sich heraus das ich zu wenig gefahren bin und die strecke länger als 20km war. Ich war der Meinung, dass ich 20km bezahlt habe und auch nicht mehr machen muss.Tja, beim nächsten Mal dann doch besser bei der Wettkampfbesprechung zuhören. Die ” Familienehre ” rettete dann Birgitta mit ihrem 2 Platz in der Ak 50. Jetzt bekomm ich bei jeder Gelegenheit die Medaille vor die Nase gehalten. grummelgrummel.
Ein neuer Aeroaufsatz wurde noch am selbigen Abend bestellt damit es das nächste mal etwas besser wird.