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An alle Fans und Mitglieder des FC St. Pauli!

Thursday, 20. January 2011

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20. Januar 2011: Offener Brief des Ständigen Fanausschusses


Am 18. Januar fand das turnusmäßige Treffen zwischen dem Ständigen Fanausschuss und dem Präsidium des FC St. Pauli statt. Gemäß der von uns vorgelegten Agenda wurden verschiedene Themen besprochen, wobei das Thema der Vermarktung erwartungsgemäß den größten Raum einnahm. Das Präsidium bezog zu den verschiedenen Forderungen der Sozialromantiker-Initiative Stellung. Die Aussage des Präsidiums in der gestrigen Pressekonferenz, alle Vorwürfe seien geklärt und entkräftet, ist aus unserer Sicht nicht zutreffend. In manchen Punkten blieben wir verschiedener Meinung, andere gilt es weiter zu diskutieren oder zu beobachten. Im Übrigen war kein Vertreter der Sozialromantiker anwesend und schon deswegen steht es uns nicht zu, die Petition als geklärt und entkräftet zu bezeichnen. Seitens des Präsidiums wurde angekündigt, ab sofort eine Gruppe aus Vereinsverantwortlichen zu installieren, welche alle neuen Werbemaßnahmen bereits im Vorfeld kritisch überprüfen soll. Außerdem wurde durch das Präsidium die dringend notwendige Verbesserung der Kommunikation zwischen den zweimonatlichen Treffen zugesagt.

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Die intensive Diskussion hat uns verdeutlicht, dass der aktuelle Konflikt zwischen Vereinsführung und Fans sich nicht an einzelnen Sachfragen festmachen lässt, sondern sich auf einer anderen Ebene bewegt: Für Teile der Vereinsführung ist der FC St. Pauli ein Wirtschaftsunternehmen, eine „Marke“ und ein Hobby. Für viele Fans im Stadion ist der Verein jedoch weit mehr als dies: nämlich ein Stück ihres Lebens und ihres Lebensinhaltes und somit keine rationale, sondern eine Herzensangelegenheit. Insofern können die Festlegungen in den Leitlinien allenfalls als Entscheidungshilfen, jedoch nicht der formaljuristischen Auslegung dienen.

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Wir sehen das Präsidium in der Pflicht, nicht nur nach wirtschaftlichen Aspekten zu entscheiden, sondern das emotionale Befinden der Fanszene in allen Entscheidungen zu berücksichtigen. Die Proteste beim Heimspiel gegen Freiburg waren für uns kein störender Nebenschauplatz, sondern ein eindrucksvolles Zeichen gelebter St. Pauli-Kultur. Ebenso sind nach unserem Verständnis politische Äußerungen im Stadion elementare und konstituierende Bestandteile des Vereins. Gleichzeitig verwahren wir uns gegen die aus verschiedenen Bereichen des Vereins zumindest unterschwellig erhobenen Vorwürfe, die Unterstützung der Mannschaft werde unter den aktuellen Streitigkeiten leiden – wir alle haben am Samstag das Gegenteil bewiesen und erwarten, dass diese und ähnliche Verknüpfungen des Protestes mit anderen Themen künftig unterbleiben.

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Das nächste Treffen zwischen Vereinsführung und Ständigem Fanausschuss wird Ende März stattfinden. Wir halten die positiven Signale aus dem Präsidium für anerkennenswert und werden auf dem nächsten Treffen ein erstes Zwischenfazit bezüglich der Zusagen des Präsidiums ziehen. Selbstverständlich werden wir auch in der Zeit bis zu diesem Treffen Entscheidungen und insbesondere Maßnahmen der Vermarktung kritisch begleiten und, falls nötig, intern oder öffentlich Stellung beziehen.

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Hamburg, 20.01.2011
Ständiger Fanausschuss


Besucht uns persönlich oder virtuell (www.stpauli-fanladen.de)
Unsere Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag von 15.00 bis 20.00 Uhr sowie
vor und nach den Heimspielen der Profis
Fanladen St. Pauli, Brigittenstr.3, 20359 Hamburg
Tel. 4396961, Fax. 4305119, email: info@stpauli-fanladen.de
Kontoinh.: JUSP Fanladen St. Pauli, Kontonr. 1045210935, Hamburger Sparkasse, BLZ 20050550

Heimspiel verloren, Traumpaar gefunden!

Monday, 20. December 2010

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Diesen Sonnabend war es soweit: Unter reger Anteilnahme der Bevölkerung, zahlreicher Freunde, der lieben Familie und einer kleinen Abteilungsabordnung, Gruss an Cathrin und Ole, feierten Christine und Jürgen ihre Hochzeit in der örtlichen Dorfkneipe in Willinghusen.

Rechtzeitig vor Beginn des dort auf Leinwand gezeigten Heimspiels erreichten alle trotz der Wetter Widrigkeiten auf den verschiedensten wegen das Ziel. Andi und Frau zu Fuss aus Rahlstedt/Randlage, Stephan per ÖPNV und ich mit Frau und Kindern per Auto.

Über das Spiel sage ich nichts mehr, aber die Atmosphäre hatte dank Christines Mainzer Anhang Stadionqualität.

Als größte Herausforderung erwies sich das Vorhaben, beide auf ein Foto zu bekommen. Aber es gelang:

Nach Plünderung des sportlertypischen Buffets gab es noch Bier und Gespräche satt bis ich mich und die Kurzen ins Bett bringen musste. Danke für den netten Abend und euch alles Gute !

Zum Schluss für die Klatschpresse noch mal das Buffet:

Lg Larsen

Sunset and Clearwater – Julia in Florida

Friday, 03. December 2010

Saison-Hightlight: Ironman 70.3 in Florida/Clearwater


Ich befinde mich jetzt in der wohlverdienten Pause und schwelge in Erinnerungen.

Ich kann es kaum glauben, dass ich vor kurzem noch bei 26 Grad in einem kurzen Anzug einen Wettkampf bestritten habe.

Der typisch braungebrannte Rand der Radhose am Oberschenkel erinnert mich jeden Morgen daran.

Aber jetzt mal von vorne.

Nach meiner Qualifikation in Wiesenbaden (siehe Bericht im September)

stand fest: Ich will dahin! Nur wie?

Nach ein paar Telefonaten mit Hannes Tours war klar, dass ich doch lieber mit dem Schweizer Pondon reisen möchte.

Eitziger Team war mir von Anfang an sehr sympatisch und so war schnell die Reise gebucht.

Und mit im Gepäck: Anja aus Wiesbaden!

Nach ein paar Trainings- Motivationsproblemen im Oktober (naja, nicht sehr leicht, wenn alle Pause machen und man sich selber davon überzeugen muss, wie toll es doch ist, im ströhmenden Regen im Dunkeln laufen zu gehen) ging es dann am 06.11. los.

Start in Frankfurt.

Abflug nach Chicago und anschliessend nach Tampa in Florida.

Nach einer unfreiwilligen Übernachtung in Chicago durch den verpassten Anschlussflug erreichten wir ziemlich übermüdet Clearwater Beach.

Die Müdigkeit war schnell verflogen.

Der tolle Empfang des Eitzinger Teams und vorallendingen: Palmen, Meer, weisser Strand und Sonne.

Meine Augen waren von der Helligkeit und den ersten Eindrücken schier überfordert.

Anja und ich beschlossen eine erste Laufeinheit am Strand zu machen.

Was für ein Start in eine unvergessliche Woche. Ich glaube, so einen Sonnenuntergang habe ich noch nie erlebt.

Die darauf folgenden Tage waren eine Mischung aus Urlaub, leichtes Training, Ausruhen und Geniessen. Jeder Tag kam mir wie 48 Stunden vor.

Morgendliches Training im Meer lies meine Angst vor dem Schwimmstart im Wettkampf verfliegen.

Also besser konnte es nicht kommen.

Die gesamte Stimmung im Schweizer Team war toll, naja, bei dem Himmel fällt das nicht besonders schwer.

Von gemeinsamen Schwimmtraining, Lauftraining, bis hin zur Besichtigung der Lauf und Radstrecke war alles gut durchorganisiert.

Zwei Tage vor dem Wettkampf wurde die Expo eröffnet.

Der Ort wurde nach und nach durch Triathleten eingenommen und Wettkampfluft machte sich breit.

Auf zur Akkreditierung.

Am Abend gab es das obligatorische Pastaessen.

Der Shuttleservice brachte uns zum Ort des Geschehens. Nein, nicht in eine olle Messehalle o.ä….ich traute meinen Augen kaum.

Das Athleten-Dinner fand direkt im Sonnengang am Strand statt.

Was für eine Atmosphäre….!!!

Am Tag vor dem Wettkampf ging es zum Einchecken des Equipments in die Wechselzone. Wie auch schon in Wiesbaden, gab es wieder das Beutelsystem. Blauer Beutel für Radsachen und roter Beutel für die Laufsachen.

Bloss nichts vergessen. Allerdings war bei dem Klima klamottentechnisch an gar nicht so viel zu denken.

Genug Gels und Riegel schmückten mein Rad.

In der Wechselzone angekommen sah ich den amtierenden Weltmeister der sich freudestrahlend für ein kurzes Foto bereit erklärte.

Michael Raelert wirkte sehr entspannt und wir plauderten sogar ein bisschen über die schöne Stadt HamburgJ.

Der Wettkampftag

WECKER-Klingeln um 5:15 Uhr.

Überall auf den Strassen waren schon Athleten mit Neos in Badelatschen unterwegs.
Schnell angezogen, ohne Nutella-Brot geht gar nichts!

Ich merkte daran, dass ich nichts mehr wieder fand, dass ich wohl doch sehr nervös war. WO WAR DENN BLOSS MEINE UHR?
Erstmal rasch zum Ort des Geschehens! Notfalls muss ich mein Fahrradtacho mit auf die Laufstrecke nehmen….

Anja peste wieder ins Hotelzimmer, während ich versuchte mein Rad durch zu checken.
Der rettende Ruf: Ich habe SIE! Gut…dann konnte doch nichts mehr schief gehen.

Kaum vorstellbar, dass es bald den ersten Wettkampf-Profi-Startschuss geben sollte. Es war noch ziemlich dunkel, aber eine tolle Wettkampfkulisse….dann ging die Sonne auf!

Ab zum Strand..und rein in den NEO!

30 Sekunden vor meinem Startschuss….! Der erfolgte um PUNKT 7:20Uhr….

Die 1,9 km Schwimmstrecke war durch grosse Bojen gut gekennzeichnet. Trotzdem war es sehr anstrengend, seinen Weg zu finden. Nicht nur die vielen Füsse, die ich im Gesicht hatte, sondern auch
der ordentliche Wellengang machte es mir schwer, einen Rhythmus zu finden. Ich habe irgendwann aufgehört, die Salzwasser-Schlucke zu zählen.
Nach 37min war es geschafft.
Raus über den Strand ging es durch eine grosse Duschwand. Kurz danach brüllte mich eine kleine Helferin an: SIT DOWN!!!
Meinen Blick hätte ich gerne gesehen, aber der Befehlston war so eindeutig dass ich gefühlte 1,5 Sek. später unten am Boden sass.
Einer hielt mich fest, zwei andere Helfer zogen mir in Windeseile den Neoprenanzug von den Füssen. Ich konnte gar nicht so schnell gucken und meine Sorge dass meine Leihgabe
kaputt gehen könnte, fand in dieser Schnelle keinen Platz.
Los ging es zu meinem Radbeutel…Nummer 798 war schnell gefunden! Auch dort wieder unzählige Helfer!
Schnell umgezogen, Rad gesucht und gefunden ging es auf die Radstrecke….

Die 90 km Radstrecke war nach Wiesbaden und dem Taunus nicht durch das Streckenprofil anspruchsvoll. Eher durch das Windschatten-Pulkfahren, was ja eigentlich verboten ist.
Schnell rasten grosse Gruppen an mir vorbei. 40 km/h auf meinem Tacho war da keine Seltenheit.
Die Wettkampfrichter hatten viel zu tun, aber man kann ja nicht gleich 30 Leute ermahnen oder disqualifizieren.
Einmal habe ich auch versucht, an einer Gruppe dran zu bleiben. Aber die Gefahr in einen Unfall verwickelt zu werden, war mir zu gross und so fand ich meinen eigenen Platz. Mit gesunden Abstand zu anderen Fahrern.
Nach 30km fühlte ich mich wohl…und merkte den Unterschied, neue Laufräder zu fahren.

Nach 2:30 Std kam ich heil und glücklich in die Wechselzone! Was für eine Radstrecke…..in dieser Atmosphäre!

Der Wechsel zum Laufen ging ziemlich gut…allerdings kam dann der kleine Einbruch. Obwohl ich mich nach dem Rad noch so gut gefühlt habe, kam ich schlecht ins Laufen rein.
Nach relativ kurzer Zeit hatte ich Seitenstiche, die ich durchs Atmen schlecht in den Griff bekam.
Beim ersten Überqueren der Brücke sah ich Anja und die Eitzinger Gruppe…
Alle schrien mir zu.
Ich versuchte mich zu motivieren, aber wenn ich ehrlich bin, fiel mir das sehr schwer. Als mich dann so viele Frauen meiner AK überholten, sank mein Kampfgeist…..was war denn da los???

Ich guckte auf meine Uhr und sah, dass ich mit einem guten Lauf die 5 Stunden Marke knacken konnte. Psychologisch war das nicht ganz so gut, weil ich einfach nicht schneller konnte und ich mich selber unter Druck setzte.
Nach 5 km und unzähligen Wasserbechern über Kopf und Körper wurde es nach und nach etwas besser.

Das zweite Mal überquerte ich die Brücke und wieder sah ich meine Gruppe. Sie gaben alles.
Es wurde abgeklatscht..und Anja rief mir motivierende Worte zu!

Erstmal ging es jetzt zurück zur Wechselzone. Und dann in Runde zwei. An der Wechselzone befand sich auch der Zieleinlauf und in dieser Stimmung bekam ich das erste Mal Gänsehaut.
Aber erstmal zurück wieder über die Brücke.
Ich beschloss zwei Gels zu nehmen. Ich spekulierte auf einen Zuckerschock:-)
Und wirklich: es wurde immer besser und leichtfüssiger!

Ein Blinzeln auf die Uhr sagte mir dass die 5 Stunden Marke unrealistisch wurde und so nahm ich das Tempo etwas raus und fing an die letzten 5 km zu geniessen.

Das Ziel rückte immer näher…..und beim Einlaufen hatte ich feuchte Augen!
Nach 5 Stunden und 4 MInuten hatte ich es geschafft!!!

GEFINISHED…lag ich glücklich in Anjas Armen! W O W!!!

Abends ging es dann zum DINNER…..! Wieder in dieser Kulisse!

Und einem neuen(alten) Weltmeister: Michael Raelert.
EINE UNVERGESSLICHE WOCHE…MIT EINEM TOLLEN SCHWEIZER EITZINGER-TEAM!

UND DANKE AN DIE TOLLE UNTERSTÜTZUNG VON ANJA…….M-Dot!

330 Kilometer beim 2. braunweißen Kritische-Masse-Lauf am 31. Oktober 2010!

Sunday, 31. October 2010
dKritischer Massenstart um 11.10 Uhr: Die Rugby-Mädels wie immer ganz vorn dabei.
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Unseren Abteilungsgrill mussten wir – schweren Herzens – im Regen stehen lassen. Passte beim besten Willen nicht auf die Räder. Zumal CvW noch bis Blankenese radeln musste. Um halbe Viere kam dafür noch ein netter St. Pauli-Fan aus Freiburg vorbei, der neben anderem auch des “Broilerdeutschen” mächtig war und dem wir gern ne Wurst aufschwatzten. Der Rest der passierenden Touristen und vorbeihechelnden Hamburger guckte nur dööflich-neugierig und schüttelte den Kopf, als wir ihnen Brot&Bier anboten. Ihren Hunden wollten wir die Wurst dann aber auch nicht geben. Wegen Verletzungsgefahr. Ansonsten: Alstervergnügen der anderen Art. Haralds braunweißer Marmorkuchen – ein Gedicht. Und dank dem unerwartet kalten Wetter hatte auch das Astra bald eine halbwegs akzeptable Temperatur. Um Viere ging dann die wärmende Wirkung von Bier und Grill endgültig zur Neige, sodass die letzten Aufrechten den Restmüll entsorgten und nach Hause kurbelten.
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Dirk aus Cuxhaven, wo das Wetter besser sein soll.
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Die Wettervorhersage: Sonnenschein bei einem Regenrisiko von 6 % klang vielversprechend, war aber glatt gelogen. Die nass-triste Wahrheit: Pünktlich zum Start durch Wettkampfleiter Mättz um 11.10 Uhr (Zeitverschiebung…) begann es zu nieseln. Dank dem tollen Support aus der Rugbyabteilung nahmen wir das aber nicht wahr. Zumindest nicht auf der ersten 7,5-km-Runde, die unsere fünf erfolgreichen Vereinskolleginnen Alina, Annica, Marie, Shawn und Nantje solidarisch gemeinsam absolvierten. Ein starkes Team.
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Alina und ihre Abteilungskolleginnen lieferten ein beeindruckendes Laufdebüt ab. Respekt.
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Insgesamt liefen die 26 Läuferinnen und Läufer 44 Runden zusammen, das sind nach Roman Herzog immerhin 330 Kilometer/Euros, die wir – zuzüglich der üppigen Tageseinnahmen – hälftig je an Fanräume und ans CaFÉE mit Herz spenden werden. Einen Start/Ziel-Sieg und als einzige alle 4 Runden liefen Burkhardt und Oliver (“Doc Martin”), die in schneller Eintracht für die 30 km nur 2:10 h brauchten, wenn man der Zeitmessung der Wettkampfleitung trauen darf. Bravo. Bei dem Gegenverkehr trotz Schietwetter eine mehr als respektable Leistung. Für alle, die’s genau wissen wollen: Die offiziellen und vom Wettkampfleiter persönlich abgetippten Rundenzeiten aller TeilnehmerInnen findet ihr hier.
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Oliver und Burkhardt auf dem Weg in die vierte Runde. Gut, dass Wettkampfleiter Mättz danach die Strecke schloss.

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Alles in allem mal wieder eine schöne, lustige und harmonische Laufveranstaltung, die wir nächstes Jahr wiederholen. Und zwar in Cuxhaven. Wegen Wetter. Basta.
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Die Außenalster am 31.10.2010, gegen 11 Uhr.

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Anja bedankt sich bei ihrem Hasen Harald für eine neue persönliche Bestzeit.

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Letzte Vorbereitungen.

Unsere kleine, aber feine Partymeile.

Sieht fast so aus, als ob Christoph einen 20-Mark-Schein in Haralds Kuchen gefunden hat.

Startnummer 169 (Harald) traf auf der Strecke seinen Vereinsfreund Detlef aka Ottoerich (rechts)

Hurra, das Ziel! Wir haben das Ziel gefunden!

Mättz hatte für jeden Starter ein paar warme Worte und einen, manchmal auch zwei Becher Wasser übrig.

Gewissenhaft wurden alle Namen und die Menge der getrunkenen Becher vermerkt.

Kaum guckte er weg, ging natürlich das wilde Gebechere los.

Stephan und die Rugby-Frauen beim Fachsimpeln.

Allessandro hatte noch schwere Beine vom Vortagslauf, machte aber dennoch bella figura.

Och nö, nicht noch’ne Runde, dann gibt es ja keine Tofuwürstchen mehr.

Haralds selbstgebackene Pizza bestand auch den Expertentest.

Kuchen und Sozialismus – der eine ist selbst gebacken, den anderen kriegen wir auch noch gebacken.

Die letzte Wurst warfen wir den Fischen zum Fraß vor.






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113 km durch Kölle – mit Malte & Ulf

Thursday, 09. September 2010

Malte feierte schon wieder eine sportliche Premiere am Kölner Dom.

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Köln – schon wieder Köln. 11 Monate nach meiner Marathon-Premiere in der Rheinmetropole war es diesmal meine erste Mitteldistanz, die mich in den Westen trieb. Begleitet von meinen Eltern (der Startplatz beim Cologne226half war ein Weihnachtsgeschenk) ging es bereits Freitag nach Aachen. Samstag war dann der administrative Teil zu bewältigen (Startunterlagen abholen, 3 verschiedene Wechselbeutel packen und Rad einchecken).Wie gut, dass am Samstag bereits der Sprinttriathlon am Fühlinger See ausgetragen wurde. So konnte man schon ein bisschen Atmosphäre schnuppern und ganz nebenbei auch unseren Startern Nicole, Tracy und Sammy zujubeln.

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Sonntagmorgen fand ich mich dann schon früh mit meinen Eltern und Uli (meiner Freundin, die in der Nacht zuvor extra noch angereist war) am Wettkampfort ein. Bei der Vorbereitung auf den langen Tag konnten wir ein paar Quadrathleten beobachten, die ihre Weltmeisterschaft in der Langdistanz ebenfalls dort austrugen. Für diesen Sport braucht man wirklich ein großes Auto…..! Nachdem auch noch mein bester Freund und meine beiden Premieren-Kollegen Tobias und Ulf eingetroffen waren, verging die Zeit bis zum Einschwimmen recht schnell. Begleitet von einem Feuerwerk am Ufer ertönte pünktlich um 12:30Uhr der Startschuss und das übliche Gedränge ging los. Durch die breite Schwimmstrecke verteilte sich das Feld aber recht schnell und nach kurzer Zeit fand ich mit den Befestigungsseilen der Bojen (Fühlinger See ist eigentlich eine Regatta-Strecke) eine tolle Orientierungshilfe.

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So kam ich für meine Verhältnisse gut aus dem Wasser (42:13min) und freute mich schon aufs Radfahren. Die Strecke war als „flach, aber windanfällig“ ausgeschrieben. Flach stimmte, der Wind war an dem Tag zum Glück woanders – oder man hat als Hamburger einfach eine andere Definition von Wind?!?! Mit lockerem, rundem Tritt spulte ich die 90km runter – zwischendurch immer wieder angefeuert von meiner treuen Fangemeinde und einigen Streckenposten (Bsp. „Achtung, hier scharf rechts!“ nach unfallfreier Fahrt durch die Kurve: „Und ins Ziel kommen, St.Pauli!“). Beim 2. Wechsel durfte man sich dann wie ein ganz großer Athlet fühlen: Gleich nach dem Absteigen kam ein Helfer, nahm mein Rad und 10m weiter stand ein anderer Volunteer, der mir meinen Beutel mit den Laufsachen reichte. Beim Anziehen der Laufschuhe saß mir Ulf direkt gegenüber, der kurz vor mir auch auf die Laufstrecke ging.

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2 Runden schön am Rhein entlang und bei der Hälfte konnte man am Heumarkt schonmal einen Blick zum Zielbereich riskieren. Nach 5:31 Stunden war es für mich dann auch endlich soweit – getragen von viel Applaus am Rand finishte ich meine erste Mitteldistanz. Es war bestimmt nicht meine letzte – und es gibt ja auch noch längere Distanzen…

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Dirk Hasenclever von der Triathlonabteilung der Fortuna Düsseldorf von 1895 (auf Kölner Boden!) und Ulf beim Endspurt – da wächst was heran…

„Sport verbindet“ – Beim Triathlon in Köln, dem Cologne226 am 5.9.2010, bewältigten Dirk Hasenclever (li.) von Fortuna Düsseldorf Triathlon und Ulf Jensen (re.) vom FC St. Pauli Triathlon die letzten 10 km Laufen der Triathlon-Halbdistanz (1,9 km Schwimmen/90 km Radfahren/21,1 km Laufen) gemeinsam. Beide kamen nach 6:11 Stunden ins Ziel. Für Dirk Hasenclever bedeutete das auch neue Bestzeit über diese Distanz. Das freundschaftliche Verhältnis soll nun im nächsten Jahr intensiviert werden, wenn die Fortunen beim Triathlon in Hamburg im Juli 2011 an den Start gehen. Foto: Dagmar Wienke

Das Glas war mehr als halb voll!

Thursday, 02. September 2010

Wenn auch leicht verspätet, aber besser als gar nicht:

Hier kommt mein kleiner Rennbericht

zum Ironman Wiesbaden 70.3 am 15.08.2010!

Bis auf das Rennen selber hat Kay in seinem Bericht schon sehr viel vorgelegt von dem, wie ich es auch erlebt habe.

Dieser Wettkampf war mein Jahresziel.

Es gab dennoch in der Vorbereitungsphase ein paar Stolpersteine, unter anderem Materialprobleme am Rad und fiese Rückenschmerzen .

Aber mein sehr angagierter Sport-Physio-Doc hatte alles gegeben und so begab ich mich zwar zweifelnd aber voller Hoffnung mit Kay auf den Weg.

Frei nach dem Prinzip das Glas ist halb voll, nicht Kay??

Auf der Autofahrt nach Hessen unterhielten wir uns viel über die Radstrecke. Ich war dank einer Trainingswoche im Taunus auf das anspruchsvolle Streckenprofil vorbereitet.

Kay kannte den Waseberg und die Hügel der Lüneburger Heide, aber das hatte wohl wenig mit der bevorstehenden Strecke zu tun.

In den Kasseler Bergen wollte Kay das Gefühl für die Bergsteigungen in Prozent bekommen…und bei jeder kleinen Abfahrt mit einem 7 oder 8 Prozent Schild kam dann die Frage:

Ist das so, wenn man nach Hausen hochfährt?

Grosses Fragezeichen in meinem Kopf und auch die fehlende Erinnerung…wie war das denn noch? Waren das 6, 7 oder doch 8 %?

Es half alles nichts…um uns beiden ein Gefühl für diesen Anstieg zu geben, mussten wir vor dem Wettkampf da noch mal hin.

Also sind wir vorm Einchecken ins Hotel erstmal nach Ankunft in Wiesbaden nach Hausen gefahren.

Von Schierstein (Wechselzone 1 und Schwimmbereich) ging es gemächlich voran, dann zeichneten sich die ersten Hügel ab.

Kay war verdächtig leise. Beruhigte sich immer selber damit, dass es ja noch ginge…oder: hier könne man sich doch etwas ausruhen und ein Gel  einnehmen…

Beim Anstieg nach Hausen kam dann phasenweise gar nichts mehr…

Ich wusste an dieser Stelle, dass Kay ein „Bergbock!“ ist und es mit Bravour schaffen würde…

Er war nicht ganz so überzeugt!

Anschliessend holten wir unsere Startunterlagen und checkten im Hotel ein.

Abends Pastaessen im Messebereich.

Wettkampf-Luft machte sich breit…die Nervosität stieg.

Ständig bekam ich „das Glas ist doch halb voll“ zu hören.

Nächster Tag ausführliche Wettkampfbesprechung. Wie war das mit den Beuteln?

Drei Stück? Verschiedenen Farben? Wohin soll welcher Beutel mit welcher Klamotte?.

Verwirrung oder doch nur die Nervosität?

Man musste nicht nur einen Tag vorher das Rad einchecken, sondern auch noch die Logistik seiner Klamotten gut durch denken. Den blauen Beutel in die erste Wechselzone, den roten in die zweite und dann noch einen weissen für nach dem Wettkampf. Ach so! Na dann ist ja alles klar.

Kurze Ausfahrt bei strahlendem Sonnenschein mit Kay.

Warum reden eigentlich alle vom Regen am Wettkampftag??

Und dann waren da noch diese Rückenschmerzen!

Abwarten, trotzdem starten und notfalls Abbruch!

Kurze Nacht vor Sonntag und um 5:30 Uhr klingelte der Wecker.

Und ohne die Augen aufzumachen hörte ich ihn schon….den REGEN!

Kay und ich fuhren los und das Regenradar zeigte viele dunkle Wolken an.

Unvorstellbar nach dem vorherigen Tag.

In der Wechselzone herrschte Chaos.

Platzregen, alles nass!

Trotz der musikalischen Beschallung und morgendlichem Entertainment durch die Veranstalter war das Grollen des Gewitters nicht zu überhören.

Die Müllbeutel, die als Garagen für die Rädern dienten, ersetzen bei den meisten den Ganz-Körper-Regenanzug.

Schnell verstand ich warum alle schon den Neoprenanzug anhatten.

Ich hatte mich selten so schlecht in der Wechselzone auf einen Wettkampf vorbereitet.

Und so richtig die grosse Lust kam auch nicht auf. Die Nervosität der Tage vorher war erstmal verflogen und ich sehnte mich nach einem warmen Bett.

An diesem Punkt stellt ich mir wirklich die Frage: Was mache ich hier eigentlich???

Bevor ich dann endgültig einfror, rückte der Schwimmstartschuss zum Glück näher und ich begab mich ohne Einlaufen oder Aufwärmen klitschenass in den Startbereich.

Startschuss: 8:10.

Das Schwimmen lief ok…ich merkte meinen Rücken, versuchte es zu ignorieren.

Nach 35 min hatte ich den ersten Teil geschafft.

Was dann folgte war mit Sicherheit der schwierigste Teil:

Im strömenden Regen auf dem Rad 90 km den Taunus bezwingen.

Los gings…bloss nicht zu schnell angehen. Die Berge kommen ja noch…

Nach kurzer Zeit bemerkte ich ein Geräusch

Oh nein! Da war es wieder, das andere Problem:

Schleifen meines Hinterrades an dem Rahmen.

Ich hatte noch versucht mit meinem Radhändler Lösungen zu finden, wir probierten verschiedene Mäntel aus und angeblich sollte das alles so gut gehen.

Doch keiner konnte diese Wassermassen ahnen.

Der Dreck sammelte sich immer mehr zwischen Rahmen und Hinterrad und das Schleifen wurde lauter.

Bei dem Anstieg nach Hausen wurde ich von zwei Mitstreitern angesprochen ob ich nicht mal absteigen will.

Was für eine Frage: Nein. Ein Steinbock steigt nicht ab! Ausserdem wusste ich, das ich eh nichts machen kann.

Also Augen zu und durch…..

Hab dann zur Freude meiner Mitfahrer extra jede Pfütze mitgenommen. So wurde das Schleifen zeitweise weniger.

Dann lief es alles ziemlich gut….man gewöhnt sich auch an Regen.

Trotz dieser Wetterlage waren in den Dörfern überall Leute, die einen anfeuerten. Irgendwann bemerkte ich gar nicht mehr, dass es regnete.

Selbst der befürchtete 10%-„The Hammer“-Anstieg bei km 70 konnte ich mit Hilfe der lauten Schreie der Zuschauer bezwingen.

Nach 3 Std. 09 min kam ich heil in Wiesbaden in der zweiten Wechselzone an.

Wie wird das Laufen nach so einer Radstrecke unter diesen Bedingungen?

Heute ein paar Wochen danach erinnere ich mich kaum an Probleme, aber leicht fiel es mir nicht. Seitenstiche blieben zwar aus, aber die Beine waren schwer, sehr schwer.

Die Zuschauer brüllten was das Zeug hielt und alle Läufer wurden angefeuert.

Ich wusste, die 4 Runden im Kurpark werde ich schaffen.

Ich muss zugeben, die Cola und etlichen Gels haben es sicherlich rausgerissen……

Nach 5 Std. 36 kam ich jubelnd ins Ziel. Schon erschöpft, aber mit so viel Endorphinen vollgepumpt stand ich fast den Tränen nahe im Ziel.

Wow!!!!! Ich hatte es geschafft!

Das Glas war voll…und nicht durch den vielen Regen!

Kurze Zeit später habe ich erfahren, dass ich den 6.Platz in meiner AK erreicht hatte.

Zwar hatte ich mich ein paar Tage vorher über die WM in Florida unterhalten, aber wenn ich ehrlich bin, nicht ernsthaft daran geglaubt.

Und jetzt lag dieser Slot doch so nahe. Die ersten 4 Plätze hatten einen Startplatz in Clearwater/Florida fest.

Hilfe…

Erstmal bejubelte ich Kay, der auch glücklich ins Ziel kam.

Wie in einem Film sind wir dann zur Startplatzverlosung und Siegerehrung ins Kurhaus gegangen!

Und dann war es soweit: ich bekam den SLOT!

Ich fliege im November zur WM nach Clearwater/Florida.

Wenn ich ehrlich bin, hab ich es bis heute kaum realisiert.

Mein Glas bleibt jetzt erstmal ziemlich voll…auch zum ständigen Anstossen;-))))

Danke Kay, ohne dich wäre dieses Wochenende nicht nur halb so schön gewesen!!!!!!!!

Ein (fast) perfektes Wochenende….in RZ

Wednesday, 01. September 2010

Am Samstag sind wir, dass waren meine Freundin, Ihr Vater und unser Hund Paul mit dem Wohnmobil in Richtung Ratzeburg gestartet und wir „freuten“ uns schon auf das angesagte regnerische Wetter.

Wir standen, wie jedes Mal bei meinen bisher 4 Starts in RZ, direkt auf dem Wohnmobilstellplatz am Hallenbad. Von dort erkundeten wir nachmittags die Stadt und verbrachten eine ganze Zeit beim Musikfest des DRK-Kreisverbandes, bei dem ein Shanty-Chor Seemannslieder schmetterte. Dort war es wirklich voll und ganze Busladungen von Ausflüglern bevölkerten den Marktplatz bei Kaffee + Kuchen, Bratwurst + Pommes, usw. Ich begnügte mich mit einem leckeren Stück Streuselkuchen, die anderen aßen Bratwurst, die ich ohne Triathlon auch viel lieber gegessen hätte… ;-) .

Später gings für mich die Startunterlagen holen sowie zur Wettkampfbesprechung, wo ich sogleich auf Johanna und Heino, die wie ich aus Uelzen stammen, traf. Dann kam Dirk auf mich zu, stellte mich Christoph und Olaf vor und die Drei erzählten mir, dass Sie Abends das St. Pauli-Spiel in einer Kneipe schauen wollten. „Guter Plan“ dachte ich, doch leider hatte ich kurz davor Karten für die Pasta-Party gekauft und nicht im geringsten daran gedacht, dass es auch in Ratzeburg Kneipen mit SKY geben könnte… ;-) . Die Pasta-Party war wie immer echt fantastisch, ich schlug mir so richtig den Bauch voll, damit ich Sonntag auch genügend Körner im Speicher haben würde. Auf dem Verdauungsspaziergang danach trafen wir kurz auf Dirk, Olaf und Christoph, die, verständlicherweise etwas bedröppelt, nach der Niederlage auf dem Weg zu Ihrer Unterkunft waren. Das war der erste nicht so ganz perfekte Teil des Wochenendes. Im Anschluss lenkten wir uns mit einer Runde Skat von den heraufziehenden Regenwolken ab und gegen 22 Uhr klettere ich in die Federn.

Der Wettkampftag begann  um 5.30 Uhr mit meinem Nutellafrühstück und starkem Kaffee. Als ich die Nase das erste Mal aus der Tür streckte fühlte ich mich irgendwie fröstelig und wusste noch nicht so recht, ob ich wirklich Lust auf den Wettkampf haben sollte. Zum Glück hatten die Schauer der Nacht aufgehört, sodass ich dann doch frohen Mutes meinen Platz in der Wechselzone bezog. Weil ich mit den Vorbereitungen etwas trödelte musste ich mich sputen, um noch 3 min Einschwimmen zu bekommen, bevor es für mich losging. Nach dem Start hatte ich ein paar Probleme mit dem Neo, konnte Ihn aber mit einem kräftig Ruck am Kragen zum richtigen Sitz bewegen und fand dann recht gut in meinen Rhythmus. Unterwegs schluckte ich aufgrund des Wellenganges einiges an Wasser, was mich aber nicht weiter störte, da das Wasser im Küchensee ziemlich sauber ist und gar nicht mal so schlecht schmeckt J. Nach ca. 32 min kam ich an den Strand, kurze Zeit später stellte ich fest, dass ich zur nächsten Saison auf jeden Fall Wechseltraining machen muss! Erst wollte ich den Neoärmel über meine Hand ausziehen, vergass dabei in der Hektik aber, dass ich noch meine Badekappen und Schwimmbrille in derselbigen trug… Dann wollte ich unsere Newline-Fahrradjacke überstreifen und stellte fest, dass nasse Arme und Hände nicht sehr gut durch den Stoff der Jacke gleiten und steckte sozusagen fest. Ich überlegte kurz das Teil wieder auszuziehen, beschloss dann aber mir die Zeit zu nehmen. Ich brauchte insgesamt bestimmt 1 min 30, bis ich fertig war und habe dabei mit einigen Verrenkungen ziemlich bescheuert ausgesehen glaube ich.

Auf der Strecke, nach einem zweiten Energieriegel und ISO-Frühstück, fühlte ich mich zunächst nicht sehr gut und dachte schon, dass das heut nicht mein Tag wird. Es schossen etliche schnellere Radler an mir vorbei und meine Tachonadel wollte irgendwie nicht deutlich über die 30 Km/h steigen. Als ich das erste mal in den Genuss von Rückenwind kam verstand ich auch warum das am Anfang so war… von da an wies ich alle negativen Gedanken von mir und trat einfach in die Pedale. Am Ende brauchte ich ca. 2h20min Fahrzeit für die 78Km und lag sogar genau auf dem Kurs, den ich mir vorher ausgedacht hatte. Spätestens ab da, war ich mir sicher, dass es ein (fast) perfekter Wettkampf würde. Der Wechsel zum Laufen war wieder etwas holprig, denn ich fühlte meine Füsse kaum, als ich die Socken darüber streifte. Da ich die Laufstrecke schon kannte wusste ich sehr genau, was nun vor mir lag – Eine Strecke gespickt mit Anstiegen und Bergabpassagen, die sich ziemlich anspruchsvoll nennen darf – Dabei passte bei mir fast alles und ich überholte einen Läufer nach dem Anderen. Nach ca. 9 Km ging die Strecke zurück in Richtung Stadt und Wechselzone und wir kamen von Waldwegen zurück auf den Gehweg. Dort hupte mich ein Auto an, ich dachte das wäre ein St. Pauli Anhänger, dem unser cooler Einteiler gefällt, aber weit gefehlt, es waren meine Eltern, die mich überraschen wollten und pünktlich wie die Maurer in RZ eintrafen. J Auch auf der zweiten Runde konnte ich weiter Druck machen und weitere Plätze gut machen. Im Vorfeld hatte ich mir insgeheim eine Zeit von unter 4h30 vorgenommen, die ich bis auf ein paar Sekunden erreichte (mit Wechseltraining hätte es geklappt…). Nichts desto trotz bin ich vollauf zufrieden mit dem Ergebnis und bekam im Ziel eine verdiente Belohnung von meiner Freundin, ein großes Softeis mit Schokostreuseln!! J

Kurze Zeit später und nach einer erfrischenden Dusche, sowie einem Kaffee mit meinen Eltern, fuhren wir dann auch schon nach Haus, da an dem Tag auch noch eine andere Vereinsveranstaltung in unserem Heimatdorf stattfand. Abends stellten wir fest, dass wir besser noch etwas gewartet hätten, denn ich wurde Dritter in meiner AK TM30 und war davon ziemlich überrascht, da ich soviele starke Athleten vor mir vermutete. In der Gesamtwertung wurde ich mit der Leistung 33. in 4:30:44. Darauf ließ ich dann mit meiner Familie die Korken knallen, ich ging zum Kühlschrank und holte ein paar Astras, die wir uns genüsslich auf das (fast) perfekte Wochenende gönnten. Glückwünsche an alle anderen  Pauli-Finisher und Respekt vor jedem Einzelnen davon, für die gezeigten Leistungen!!

Lg

Torben

weitere Bilder folgen…der upload will nicht :(

Fairnesspreis beim NordseeMan in WHV

Wednesday, 01. September 2010

Nachdem die ambitionierten Jungspunde in unserer Abteilung (Glückwunsch zum Altersklassensieg) am Samstag beim NordseeMan über die Sprintdistanz erfolgreich an den Start gingen, delegierte die Filiale Oldenburg drei Teilnehmer zur Mitteldistanz, um derlei Erfolgsmeldungen wieder etwas zu relativieren.

Und so machten wir denn dem Verein sportlich auch wenig Ehre, wenn nicht Neufilialist Peter einen Sonderpreis für seine Fairness auf der Radstrecke eingeheimst hätte. Doch der Reihe nach.

Noch vor Monaten sollte das reine Ankommen bei einer Mitteldistanz die Krönung einer von wenig Erfolg getrübten Triathlon-Karriere sein, doch mittlerweile ist man (nachdem man sich als Staffelteilnehmer beim OstseeMan „infiziert“ hat) natürlich schon als Einzelstarter für Glücksburg 2011 angemeldet …  schön bekloppt!

Aber erst wollte der NordseeMan bezwungen werden: Auch in Wilhelmshaven ging`s mit dem Schwimmen los und für die 1,9 km durch die aufgewühlte See brauchten wir im Schnitt eine Halbzeit  (zum Vergleich war der beste Schwimmer nach 28:31 aus dem Wasser …). In der Wechselzone dann das übliche Phänomen, das vielleicht einige ähnlich veranlagte Sportler schon kennen: Beim ersten Wechsel sind fast alle Räder weg, kommt man dann wieder rein, sind alle wieder da. „Spooky“ dachte ich noch auf dem ersten Radkilometer, da begegnete ich schon den beiden Vereinskollegen Holger und Peter. Peter war mit Vollausstattung unterwegs, so dass er Holger dabei behilflich war, die Dinger unter den Schuhen nachzuschrauben (wohl mit seinem Fahrtenmesser). Diese Hilfestellung blieb den Wettkampfrichtern nicht verborgen, führte aber ausnahmsweise nicht zur Disqualifikation, sondern dazu, dass Peter einen Fairnesspreis erhielt. Wahrscheinlich trauten die Offiziellen ihren Augen nicht, als sie Peter auch noch ein zweites Mal am Rand der Radstrecke antrafen, doch diesmal musste er seinen eigenen Platten versorgen …

Dank des Supports unserer Edelfans, die uns mit Vereinsfahne und aufmunternden Lügen wie „Das sieht locker aus“ anfeuerten, ging das Radfahren so nach 3 Stunden (inkl. Wechsel) auch vorbei  und wir mussten nur noch locker den Halbmarathon zu Ende bringen. In der Wechselzone also schnell in`s Dixie und schon konnte die Aufholjagd beginnen! OK, sie endete nach 1 km bei der altehrwürdigen Kaiser-Wilhelm-Brücke, weil es da (mein subjektiver Eindruck) steil bergauf ging! Noch langsamer wurde das Tempo dann am Südstrand, wo man direkt an der Nordsee entlang den schönen Gegenwind in Verbindung mit küstentypischem Starkregen genießen konnte. Dies dann 4 x und ab Runde drei sollte man eigentlich so klug sein, sich einen kompakt gebauten Läufer zu suchen, der einem Windschatten bieten kann. Blöd nur, wenn man selbst der kompakt gebaute Läufer ist, hinter dem sich genauso langsame Läufer aufreihen, während man den schnelleren Leichtgewichten nicht einmal im Windschatten folgen kann. Insofern war das Laufen wie immer: Langsam angefangen, um in den letzten beiden Runden doch noch stark einzubrechen.

Im Ziel ist das natürlich sofort vergessen und das Grinsen konkurriert seit Tagen mit dem Muskelkater, mit etwas Abstand kann man dann auch die machbare Zeit für die Langdistanz hochrechnen: Zeit für die Mitteldistanz  x 2  … müsste passen!

Grüße von der Filiale

P.S.:  Dass Peter mit seinem Outfit der Aufmacher in der Berichterstattung der WZ (das hiesige Abendblatt)  wurde, ist ja klar.

Der Bär ist los! St. Pauli beim Triathlon in Oldenburg

Friday, 27. August 2010

Am 22.08.10 nahmen mit Holger, Peter und Ingo auch drei St. Paulianer am 21. Bärentriathlon in Oldenburg teil. Der Bärentriathlon wird vom 1. TCO die Bären am Zwischenahner Meer organisiert. Neben der Sprintdisziplin (750/27/5,5), wurde noch die olympische Strecke, sowie ein Staffelwettbewerb angeboten. Desweiteren war es der letzte Wettkampftag der Regionalliga. Die äußerlichen Bedingungen waren optimal, Wasser war nass, aber nicht zu kalt und sonst war es trocken. Der Wettkampf stand für unsere drei Trias unter verschieden Aspekten. Holger wollte sich nach dem OstseeMan erholen, Peter nahm es als Training für seine Premiere bei der Mitteldistanz am kommenden Sonntag in Wilhelmshaven und Ingo wollte nur ins Ziel kommen, schließlich war es sein 2. Triathlon überhaupt. Dies machte sich auch gleich beim Schwimmen bemerkbar. Während Holger und Peter genüßlich mit dem Schwarm der Anderen davon zogen, kämpfte Ingo sich als 5!! letzter aus dem Wasser. Auf der Radstrecke, asphaltierter 13km Rundkurs um das Zwischenahner Meer, drehte sich das Blatt. Führte Holger das interne Rennen nach dem Schwimmen noch an, so musste er nun Peter an sich vorbei ziehen lassen und auch Ingo machte auf dem Rad wieder Boden gut. Auf der 2,5km langen Laufrunde, die zweimal gelaufen werden musste, entlud Holger nochmal seine ganze Energie und zog erneut an Peter vorbei und kam in einer Gesamtzeit von 1:31:50h als 54 (TM40 19) ins Ziel. Ingo gab auf der letzten Laufrunde alles und schaffte es Peter einzuholen. Dieser wollte jedoch seine Kräfte für WHV sparen und so zog Ingo an ihm vorbei. Die Uhr blieb für ihn bei 1:33:40h stehen, was den 59 (TM30 5) Platz bedeutete. Nach 1:35:59h kam dann auch endlich Peter ins Ziel :-)   welches der 68 (TM45 9) Platz war. Das Resultat kann man bei 125 Männern Startern als ziemlich gut ansehen oder jemand nicht meiner Meinung? Anschließend wurde natürlich über den grandiosen Start gegen Freiburg gesprochen, obwohl Peter schon gedanklich im Hafenbecken von Wilhelmshaven war.

h

V.l.n.r.: Ich (Ingo), Peter und Holger

Das Glas war mehr als halbvoll! Julia+Kay beim Ironman 70.3 Wiesbaden

Friday, 20. August 2010

Bis auf das Rennen selber hat Kay in seinem Bericht schon sehr viel vorgelegt von dem, wie ich es auch erlebt habe.

Dieser Wettkampf war mein Jahresziel.

Es gab dennoch in der Vorbereitungsphase ein paar Stolpersteine, unter anderem Materialprobleme am Rad und fiese Rückenschmerzen .

Aber mein sehr angagierter Sport-Physio-Doc hatte alles gegeben und so begab ich mich zwar zweifelnd aber voller Hoffnung mit Kay auf den Weg.

Frei nach dem Prinzip das Glas ist halb voll, nicht Kay??

Auf der Autofahrt nach Hessen unterhielten wir uns viel über die Radstrecke. Ich war dank einer Trainingswoche im Taunus auf das anspruchsvolle Streckenprofil vorbereitet.

Kay kannte den Waseberg und die Hügel der Lüneburger Heide, aber das hatte wohl wenig mit der bevorstehenden Strecke zu tun.

In den Kasseler Bergen wollte Kay das Gefühl für die Bergsteigungen in Prozent bekommen…und bei jeder kleinen Abfahrt mit einem 7 oder 8 Prozent Schild kam dann die Frage:

Ist das so, wenn man nach Hausen hochfährt?

Grosses Fragezeichen in meinem Kopf und auch die fehlende Erinnerung…wie war das denn noch? Waren das 6, 7 oder doch 8 %?

Es half alles nichts…um uns beiden ein Gefühl für diesen Anstieg zu geben, mussten wir vor dem Wettkampf da noch mal hin.

Also sind wir vorm Einchecken ins Hotel erstmal nach Ankunft in Wiesbaden nach Hausen gefahren.

Von Schierstein (Wechselzone 1 und Schwimmbereich) ging es gemächlich voran, dann zeichneten sich die ersten Hügel ab.

Kay war verdächtig leise. Beruhigte sich immer selber damit, dass es ja noch ginge…oder: hier könne man sich doch etwas ausruhen und ein Gel  einnehmen…

Beim Anstieg nach Hausen kam dann phasenweise gar nichts mehr…

Ich wusste an dieser Stelle, dass Kay ein „Bergbock!“ ist und es mit Bravour schaffen würde…

Er war nicht ganz so überzeugt!

Anschliessend holten wir unsere Startunterlagen und checkten im Hotel ein.

Abends Pastaessen im Messebereich.

Wettkampf-Luft machte sich breit…die Nervosität stieg.

Ständig bekam ich „das Glas ist doch halb voll“ zu hören.

Nächster Tag ausführliche Wettkampfbesprechung. Wie war das mit den Beuteln?

Drei Stück? Verschiedenen Farben? Wohin soll welcher Beutel mit welcher Klamotte?.

Verwirrung oder doch nur die Nervosität?

Man musste nicht nur einen Tag vorher das Rad einchecken, sondern auch noch die Logistik seiner Klamotten gut durch denken. Den blauen Beutel in die erste Wechselzone, den roten in die zweite und dann noch einen weissen für nach dem Wettkampf. Ach so! Na dann ist ja alles klar.

Kurze Ausfahrt bei strahlendem Sonnenschein mit Kay.

Warum reden eigentlich alle vom Regen am Wettkampftag??

Und dann waren da noch diese Rückenschmerzen!

Abwarten, trotzdem starten und notfalls Abbruch!

Kurze Nacht vor Sonntag und um 5:30 Uhr klingelte der Wecker.

Und ohne die Augen aufzumachen hörte ich ihn schon….den REGEN!

Kay und ich fuhren los und das Regenradar zeigte viele dunkle Wolken an.

Unvorstellbar nach dem vorherigen Tag.

In der Wechselzone herrschte Chaos.

Platzregen, alles nass!

Trotz der musikalischen Beschallung und morgendlichem Entertainment durch die Veranstalter war das Grollen des Gewitters nicht zu überhören.

Die Müllbeutel, die als Garagen für die Rädern dienten, ersetzen bei den meisten den Ganz-Körper-Regenanzug.

Schnell verstand ich warum alle schon den Neoprenanzug anhatten.

Ich hatte mich selten so schlecht in der Wechselzone auf einen Wettkampf vorbereitet.

Und so richtig die grosse Lust kam auch nicht auf. Die Nervosität der Tage vorher war erstmal verflogen und ich sehnte mich nach einem warmen Bett.

An diesem Punkt stellt ich mir wirklich die Frage: Was mache ich hier eigentlich???

Bevor ich dann endgültig einfror, rückte der Schwimmstartschuss zum Glück näher und ich begab mich ohne Einlaufen oder Aufwärmen klitschenass in den Startbereich.

Startschuss: 8:10.

Das Schwimmen lief ok…ich merkte meinen Rücken, versuchte es zu ignorieren.

Nach 35 min hatte ich den ersten Teil geschafft.

Was dann folgte war mit Sicherheit der schwierigste Teil:

Im strömenden Regen auf dem Rad 90 km den Taunus bezwingen.

Los gings…bloss nicht zu schnell angehen. Die Berge kommen ja noch…

Nach kurzer Zeit bemerkte ich ein Geräusch

Oh nein! Da war es wieder, das andere Problem:

Schleifen meines Hinterrades an dem Rahmen.

Ich hatte noch versucht mit meinem Radhändler Lösungen zu finden, wir probierten verschiedene Mäntel aus und angeblich sollte das alles so gut gehen.

Doch keiner konnte diese Wassermassen ahnen.

Der Dreck sammelte sich immer mehr zwischen Rahmen und Hinterrad und das Schleifen wurde lauter.

Bei dem Anstieg nach Hausen wurde ich von zwei Mitstreitern angesprochen ob ich nicht mal absteigen will.

Was für eine Frage: Nein. Ein Steinbock steigt nicht ab! Ausserdem wusste ich, das ich eh nichts machen kann.

Also Augen zu und durch…..

Hab dann zur Freude meiner Mitfahrer extra jede Pfütze mitgenommen. So wurde das Schleifen zeitweise weniger.

Dann lief es alles ziemlich gut….man gewöhnt sich auch an Regen.

Trotz dieser Wetterlage waren in den Dörfern überall Leute, die einen anfeuerten. Irgendwann bemerkte ich gar nicht mehr, dass es regnete.

Selbst der befürchtete 10%-„The Hammer“-Anstieg bei km 70 konnte ich mit Hilfe der lauten Schreie der Zuschauer bezwingen.

Nach 3 Std. 09 min kam ich heil in Wiesbaden in der zweiten Wechselzone an.

Wie wird das Laufen nach so einer Radstrecke unter diesen Bedingungen?

Heute ein paar Wochen danach erinnere ich mich kaum an Probleme, aber leicht fiel es mir nicht. Seitenstiche blieben zwar aus, aber die Beine waren schwer, sehr schwer.

Die Zuschauer brüllten was das Zeug hielt und alle Läufer wurden angefeuert.

Ich wusste, die 4 Runden im Kurpark werde ich schaffen.

Ich muss zugeben, die Cola und etlichen Gels haben es sicherlich rausgerissen……

Nach 5 Std. 36 kam ich jubelnd ins Ziel. Schon erschöpft, aber mit so viel Endorphinen vollgepumpt stand ich fast den Tränen nahe im Ziel.

Wow!!!!! Ich hatte es geschafft!

Das Glas war voll…und nicht durch den vielen Regen!

Kurze Zeit später habe ich erfahren, dass ich den 6.Platz in meiner AK erreicht hatte.

Zwar hatte ich mich ein paar Tage vorher über die WM in Florida unterhalten, aber wenn ich ehrlich bin, nicht ernsthaft daran geglaubt.

Und jetzt lag dieser Slot doch so nahe. Die ersten 4 Plätze hatten einen Startplatz in Clearwater/Florida fest.

Hilfe…

Erstmal bejubelte ich Kay, der auch glücklich ins Ziel kam.

Wie in einem Film sind wir dann zur Startplatzverlosung und Siegerehrung ins Kurhaus gegangen!

Und dann war es soweit: ich bekam den SLOT!

Ich fliege im November zur WM nach Clearwater/Florida.

Wenn ich ehrlich bin, hab ich es bis heute kaum realisiert.

Mein Glas bleibt jetzt erstmal ziemlich voll…auch zum ständigen Anstossen;-))))

Danke Kay, ohne dich wäre dieses Wochenende nicht nur halb so schön gewesen!!!!!!!!

Hier nun der Bericht über meinen persönlichen Saisonhöhepunkt, dem Ironman 70.3 in Wiesbaden.

Der “Ironman 70.3“ entspricht der Mitteldistanz und somit der Hälfte des “Ironman“, wie er zum Beispiel auf Hawaii ausgetragen wird.

Das besondere an dem Wettkampf in Wiesbaden ist die Herausforderung, die sich durch die Radstrecke stellt.

Am Freitag früh bin ich mit meiner Sportsfreundin Julia Richtung Taunus aufgebrochen.

Der Vorfreude entsprechend, haben wir uns gegenseitig gefühlte 1000 Mal gefragt, ob wir nicht etwas vergessen haben.

Die Vorfreude war groß.

Wir sind zügig vorangekommen und die Unterkunft war schnell gefunden.

Am Freitag sind wir noch die Unterlagen abholen und haben auf dem Zieleinlaufgelände schon mal etwas Wettkampfatmosphäre geschnuppert.

Am Samstag haben wir nach der Wettkampfbesprechung noch eine kurze knackige Radeinheit abgelegt um die Räder anschließend “einzuchecken“.

Julia und Kay an Rhein statt Elbe

Nach einer gründlichen Inspektion, des Wettkampfareals saßen wir bei einem kleinem Imbiss in der Sonne, wir konnten und wollten  nicht glauben, dass es schlechtes Wetter geben sollte.

Nach einer für mich unruhigen Nacht, sind wir früh Aufgestanden um letzte Vorbereitungen zu treffen und uns auf den Weg zu machen.

Es regnete, als wir im Startbereich angekommen sind.

Die gesamte Wettkampfsaison über hatte ich das Glück bei schönem bis relativ gutem Wetter zu starten.

Der heutige Tag sollte jedoch etwas anders werden.

Vor meinem Start reduzierte sich der Regen etwas, genau wie Begeisterung für die bevorstehende, bergige Radstrecke.

Ich hatte es einen Tag vor der Abfahrt geschafft, bei einer kurzen Radausfahrt mit meiner Bergziege, einem Rennrad, das Schaltauge zu zerlegen.

Die Bergzeige hat eine für hügelige Landschaft vorteilhafte Ausstattung was, Kettenblatt und Ritzelkassette angeht,

Auch mit der sehr kurzfristigen Unterstützung von Gunther haben wir festgestellt dass, ohne neues Schaltauge nichts geht.

Nun musste ich mit dem neuen Renner an den Start, der eher für das Zeitfahren ausgelegt ist.

Nun zum Wettkampf.

Das Schwimmen gestaltete sich auf Grund des geräumigen Wettkampfareals als recht angenehm.

Der Wechsel verlief, wie soll ich sagen, suboptimal.

Die von mir vorher angepeilten Sichtmarken wurden nun von den anwesenden Zuschauern verdeckt.

Die Reihen mit den Rädern waren eng gestellt, die Schilder teilweise vom Wind verweht worden.

Der Endspurt im Wasser, der Sprint in die Wechselzone hat den Puls in die Höhe getrieben und die Aufmerksamkeit herabgesetzt.

Das werde ich wohl noch mal Üben müssen.

In der Wechselzone habe ich mir Zeit gelassen den Puls wieder etwas herunter zu fahren, bloß nichts vergessen.

Auf der Radstrecke bin erst einmal in ein Energieloch gefallen.

Nehme an, die dass vorherige Nährstoffversorgung nicht ausreichend war.

Am Anfang der von vielen als anspruchsvoll eingestufte Radstrecke hatte ich nur Pudding in den Beinen.

Na prima, dachte ich mir, habe erst einmal einiges von diesem klebrigen Zuckerzeugs einverleibt.

Es begann stärker zu regnen, der Regen nahm langsam aber stetig zu.

Die ersten kleinen Anstiege waren noch kein Problem, dann begann der “Unbezwingbare“ genannte Teil, der auf wenigen Kilometern auf 500 Höhenmeter, bergauf führte.

Bei meiner Übersetzung half da bald nur noch der Wiegeschritt, um weiter zu kommen.

Mir viel der gute Rat von Julia ein, sich die Kräfte gut einzuteilen, am Anfang nicht gleich alles zu geben.

Also ging es mit manchmal 10 KM/h hinauf.

Ich muss dazu sagen, dass die einzige “Höhe“, die ich je gefahren bin im letzten Jahr die Köhlbrandbrücke bei der Cyclassics gewesen ist, und das mit der Bergziege.

Oben am Berg angekommen viel mir der Brocken von den Schultern, den meine Bedenken dort abgelegt hatten.

Wenn ich das schaffe, dann geht auch noch mehr.

Alle Befürchtungen waren erst einmal verflogen.

Es ging bergab in rasanter Schussfahrt in den nächsten Ort.

Da es regnete, beschloss ich erst einmal das Bremsverhalten zu testen.

OK, vorausschauend Fahren, anders geht es nicht.

Leider kannte ich die Strecke nicht, wusste nicht wo entlang der Weg hinter dem nächsten Haus führte, nach links, rechts, bergan, oder doch nicht?

Wurde mit der Zeit immer sicherer.

Hatte mir das Höhenprofil der Strecke vorher in Plastikfolie eingepackt mitgeführt, was mir sehr half, die Verpflegung und die Kräfte einzuteilen.

Lang gezogene Anstiege wurden von rasanten Abfahrten abgelöst.

Auf einem Teilstück habe ich in mittlerweile strömenden Regen, meine neue persönliche Höchstgeschwindigkeit von 82,81 KM/h erreicht.

Ich muss von allen guten Geistern verlassen gewesen sein.

Bitte nicht nachmachen.

Unterwegs auf einer Hochebene, wurde es dann recht kalt, der Regen ergoss sich unaufhörlich auf uns nieder, das Wasser lief in den Schuhen schon über, fragte ich mich, was ich hier eigentlich mache und wieso ich nicht im Neoprenanzug losgefahren bin.

Auf der nächsten Abfahrt winkte ich mir den vorbeifahren die Wettkampfrichterin heran und scherzte, dass ich auf dem Anmeldeformular ein Häkchen bei dem Feld “Sonnenschein“ gesetzt hätte.

Der Motorradfahrer hat sich kaputt gelacht.

Die Wettkampfrichterin scherzte zurück, dass es dann etwas extra gekostet hätte.

Aha, so ist es wohl bei der Firma “Ironman“

Da viel mir ein, dass ich beim Segeln ähnlichen unangenehmen Situationen ausgesetzt war und erinnerte, dass diese auch wieder vergehen würden.

Weiß nun, wofür diese Armlinge gut sind, die man ans Trikot knüpfen kann.

Damit man sich nicht den A…..rm anfriert.

Es ging weiter durch Berg und Tal, die bei schönem Wetter sicher wunderschön sind.

Am Streckenabschnitt der “Der Hammer“ genannt wird, traf ich auf eine Szenerie, wie sie sonst bei der Tourde France zu sehen sind.

Begeisterte Zuschauer, die die TeilnehmerInnen den circa einen Kilometer mit 10 % Steigung hinauf gejubelt haben.

Unglaublich, aber wahr, die Bergkuppe war in Sicht, sollte ich wirklich oben angekommen sein, oder folgt noch ein mieser Anstieg?

Hatte es tatsächlich geschafft, hatte die Zweite größere Herausforderung der Radstrecke hinter mir gelassen.

Atemlos musste ich feststellen, dass wieder eine leichter, lang gezogener Anstieg folgte.

Rief einem Zuschauer zu, das ich nun langsam genug von den Bergen hätte.

Er beruhigte mich damit, das es nun bald nur noch bergab ging.

Es ging hinab und immer schneller wurde der letzte Streckenabschnitt zurück nach Wiesbaden.

Da die Straßen abgesperrt waren konnte ich nochmals richtig Geschwindigkeit aufnehmen.

Nur nicht die Füße stillhalten, da sonst die Beine schwer werden, wollte doch im wiesbadener Kurpark noch Joggen gehen.

Trotz nicht enden wollendem Regen wurden die Dreikämpfer von vielen Zuschauern begeistert begrüßt.

Am Ende einer abenteuerlichen Radausfahrt, bat ich im Gedränge des Umkleidezelt:

“Lassen Sie mich Arzt, ich bin durch!“

Überlegte kurz, ob ich die nassen Socken anbehalten soll oder nicht.

Egal, frische Socken würden eh bald wieder nass sein.

Ließ die Laufstrecke erst einmal langsam angehen, kam aber bald in meinen Laufrhythmus.

Habe mich einem Läufer angeschlossen, der ungefähr meine Geschwindigkeit hatte.

Wir habe uns gegenseitig überholt, worauf ich Ihm fragte, ob wir nicht einen “belgischen Kreisel“ laufen wollen.

Laufen ist nicht meine Lieblingsdisziplin und die 1900 Höhenmeter der Radstrecke machten sich immer mehr bemerkbar.

Nach ungefähr 10 Kilometern wurde es langsam richtig anstrengend.

Ich entdeckte einen St.Paulianer der mich an der Laufstrecke,der mich besonders anfeuerte.

Kay im Ziel mit Christian aus der Radsportabteilung vom FC

Fühlte mich nicht mehr allein und wusste ich würde es schaffen.

Im Ziel angekommen begrüßte mich Julia.

Jubel, ich war angekommen und wieder ein Stück gewachsen.

Da ich am Ende der letzten Saison, meiner ersten Triathlonsaison, dafür ausgelacht wurde, dass ich mich für diesen Wettkampf angemeldet hatte, war der Zieleinlauf ein doppelter Sieg.

Zum einen gegen die Arroganz, zum anderen gegen die eigenen Bedenken.

Stelle fest, dass viele meiner Mitmenschen es sich nicht vorstellen können stundenlang in einem Wettkampf.

Lange Distanzen sind, wie alles im Leben, relativ.

Wer gern trainiert, sich begeistern kann, kann alles schaffen was er sich vornimmt.

Im Wettkampf ist mehr möglich,.als man sich selbst zutraut.

Ich bin an diesem Wettkampf ein wenig gewachsen und freue mich schon auf die nächste Saison.

Zu guter Letzt, die Julia hat es geschafft sich durch Ihre Leistung und etwas Glück einen Startplatz für den Ironman 70.3 in Florida im November zu qualifizieren.

(Anmerkung der Red.: In Clearwater/Florida finden die 70.3 Weltmeisterschaften statt – go Julia!)

Hurra!

Allerherzlichsten Glückwunsch!

(Anmerkung der Red.: aus unserer Abteilung  war auch noch Frank-Michael Gricksch zum zweiten mal in Wiesbaden am Start, wir gratulieren!)