Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Willkommen bei den Sh`tus!

Sonntag, 13. Juni 2010

Hi-Tec meets Bio-Egg – Wechselzone für Hühner und Gummipuppen

Angelockt durch Umkleidekabinenkolportage betreffs der Feierlaune und Geselligkeit der Niebüller Nordmannen und williger Wikingerweiber im Grenzgebiet zu Dänemark und zum Abbau meines miesen Plattenpannenkarmas bestritt ich dortselbst gestern eine weitere OD: “Stäljman-Triathlon …das klingt doch schon fast nach isländischem Vulkan. Schwimmen in Herrenkoog, 6km südlich von Niebüll im Gartenteich von Hof Brodersen. Kein Scherz. Da stellt eine friesische Bauernfamilie seit Jahren ihr gesamtes Anwesen in den Dienst unserer Sache. Der entengrützefreie Gartenteich hat nen Rundkurs von 500m, drei Bojen ins Wasser, Oppa Brodersen läßt mal für 5 Stunden das Angeln sein und das Schwimmen läuft. Kein Wasser in der Brille, nicht als Letzter aus der Brühe, zwei wichtige Teilerfolge. Der Radkurs, Start auf der frisch gemähten Hausweide hinterm Hühnerstall, endete in Niebüll. D. h.: zwei Wechselzonen! – mir gereicht meist EINE zur Überforderung. Zum Glück gab es da noch Barbara und die Bundeswehr, die ihre ordnende Hand über mein wirres Haupthaar hielten. Mit meinen bereits ins Gerät integrierten Karmabezwingerutensilien (neue Felgenbänder, neue Schläuche, neue Mäntel, CO2-Pumpe) brach ich auf, dem steifen Westwind zu trotzen. Ein hartes Unterfangen. Mir (Speichenradler) hats mehrmals echt den Lenker verrissen. Der Tacho sinkt bedrohlich, nähert sich phasenweise der 20km/h-Marke, man liebäugelt mit dem kleinen Kettenblatt, beneidet die mit versändnislosem Blick vor sich hin kauenden Kühe, beneidet die Scheibenradler NICHT (grüßt mir Mary Poppins, hä hä hä) und kommt am Ende doch an, man kennt das… Schwimmhallenparkplatz Niebüll: Die Bundeswehrlogistik im Gesamten ergänzt durch Barbaras Einsatz im Besonderen beschert mir ein Paar Laufschuhe zur rechten Zeit am Rechten Ort (jeder Soldat, der in Herrenkoog meine Beutel sortiert und nach Niebüll expediert, kann in dieser Zeit nicht in Afghanistan auf ne Mine treten..Friedensdienst ist braunweiß). In meiner Paradedisziplin muß ich dann doch der Kombi “Trainingsfaulheit / Gegenwind beim Radfahren” Tribut zollen: Krämpfe im großen Strecker (das Ding da vorne auf dem Oberschenkel). Genau das Gleiche hatte ich schonmal vor zwei Jahren in Ratzeburg. Ich hing dann also bei km 2 u. 3 in Niebüll übern Gartenzaun und machte hilflose, zeitraubende aber am Ende doch irgendwie effiziente Dehnübungen zum Klange der “UWESEELER-Tröten”. Dann ging das Ganze relativ schmerzfrei zu Ende, ins Ziel, in die Arme der Liebsten und in die zarte Umhüllung der Vereinstoga…und der Weg zur Regeneration wurde mit  Erdinger, Currywurst und Pommes gepflastert. Am Ende eines langen Tages wehte dann doch ein Ballen Präriegras von links nach rechts durch mein Gemüt; zufrieden, aber ohne Feierlaune, griff ich mir mein williges Weib und wir fuhren nach hause. Vielleicht weiß Stefan Faßauer vom Niebüller Nachtleben zu berichten. Mein Respekt gilt Anja und allen anderen Mitteldistanzlern, die das Ding bei diesen Windverhältnissen zuende geritten sind. (der erste Einzelfinisher hat hier gar die erste Staffel geschlagen!!!) Ansonsten ist nichts, was hier despektierlich klingt so gemeint. Die Veranstaltung fusst auf einem soliden Gerüst aus professionellen Strukturen, die mit großem Engagement seitens der Bevölkerung vorort und aus einfachen, patenten Mitteln bedient werden. Ein paar Schwächen an den Schnittstellen… was solls. Sollte man mal gemacht haben. (SHTU= Schleswig-Holsteinische Triathlon Union)

Vierlanden and beyond

Montag, 07. Juni 2010

… darunter erfahrene Hasen wie Christoph oder Teddy, aber auch Neueinsteiger wie Nicole Klingl oder Markus Frink, die beide ihren ersten Triathlon mit Bravour und viel Spaß beendeten. Auf der kurzen olympischen Distanz stürmte Eric mit 2:25 h als erster St.Paulianer ins Ziel (Gesamt: 41. von 184; Altersklasse: 9.), gefolgt von Christoph mit 2:45 (Gesamt: 199.; Altersklasse: 1.),und kurz dahinter in Sekundenabständen Peter, Frank-Michael und unserem Super-Oldie Sammy mit 2:48:59 (Gesamt: 127.; Altersklasse: 1.). Olaf dagegen hatte den obligatorischen Platten und musste mal wieder absteigen. Neues Rad kaufen, oder mal eine Pumpe bei Wettkämpfen mitnehmen? Bei den Sprintern (Volkstriathlon) sicherte sich Stephan Fasshauer mit 1:08:49 den inoffiziellen Vereinstagessieg, der ihn immerhin 11. im Gesamtklassements werden ließ. Bei den Frauen gewann Nicole in 1:29 h unsere virtuelle Vereinsmeisterschaft. Auf der Kurzdistanz bei den Frauen zeigte Sammys Tracy ebenfalls eine tolle Performance und kam in genau 3 h ins Ziel. Allen Starterinnen und Startern Glückwunsch für diese kolossale Leistung! Die WM kann kommen! Larsens Vater konnte inzwischen als Staffelstarter und Schwimmer verhaftet werden.

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Hier fuhr vor einer Sekunde noch Sammy lang …

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Schon um 10 Uhr sprangen gestern die tapferen Mitteldistanzler in den See. Unter ihnen war nach diversen Abmeldungen infolge von Ausfallerscheinungen leider nur ein St. Paulianer zu finden: Von insgesamt 81 gewerteten Startern konnte sich Harm mit einer Zeit von 4:48 und als 29. im oberen Drittel platzieren. Nach 2 km Schwimmen, 80 km Deichfahren lief er den Halbmarathon in beeindruckenden 1:41 h. Er liegt damit voll auf Kurs für seinen Hauptwettkampf am 1.8. in Regensburg – klasse Leistung! Außer den Jede(r)frauen und -männern waren auch die Landsliga- und Regionalligateams auf der Strecke. “Besondere Erwähnung verdient auf jeden Fall Gunther. Er hat die Konkurrenz in Grund und Boden geschwommen (Anm.: 1,5 km in 12 Min. ist Mark-Spitz-rekordverdächtig) und hat seine Führung im Ziel mit knapp 5 Minuten Vorsprung verteidigt. Gesamtsieger der Landesliga hatten wir bisher noch nicht!”, freute sich Ligawart Walter, der selbst den Tag im Klappstuhl an der Strecke verbrachte, da er am Tag zuvor in Ferropolis schon viel Sport betrieben und zusammen mit Mättz die braunweißen Farben würdig vertreten hatte. Die Farbgebung der neuen St.Pauli-Trikots sorgte allseits für viel Gesprächsstoff und Heiterkeit. Von “Toll, mal was Anderes”, über “Erinnert mich irgendwie an die 1960er-Jahre-Mode” bis hin zu “Nein danke, ich möchte keinen Senf mehr” war alles dabei. Während die Landesligaherren dank der erwähnten herausragenden Einzelleistung 5. des Ligaspieltags wurden, waren auch die Frauen gut unterwegs und sicherten sich diesmal den 3. (und damit leider letzten) Platz. Die Konkurrenz war aber auch verdammt stark. Um so mehr: eine mehr als brave Leistung von Christine, Anja, Kathrin und Julia!

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Um allen anderslautenden Gerüchten entgegenzutreten, demonstrierten wir während des Rennens auf dem Hauptdeich und verteidigten lautstark unsere Vereinsfarben: “Triathlon ist Braunweiß!”

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Auch der Schöngeist unserer Abteilung hatte sich auf den Weg in die Vierlanden gemacht. Hier der Rennbericht von  Ottoerich, Altonas schnellstem Antiquar, der dennoch die schlimmsten 5 km seines bisherigen Sportlerlebens lief:

Gestern bei sengender Sonne in 1:25 h den Sprint bei Vierlandentriathlon erledigt. Wie fast immer kamen mir während des Wettkamps Zweifel, was tust du hier eigentlich, wie fast immer war nach dem Wettkampf die Erleichterung groß, schön, dass es vorbei ist und die Gewissheit, nächstes Mal gerne wieder.

Diesmal lief ich ins Wasser ohne schützenden Neopren. Premiere. Das Testschwimmen vorm Vortag machte mir klar, irgendwie behindert das Teil mehr, als dass es unterstützt: 90% Brustschwimmen, was soll der Ballast?! Also, kurz vor’m Start etwas abgekühlt und dann mit der Meute hinein in die Waschmaschine: Die ersten 50 Meter (gefühlt 500) Kraul schwimmend mitgehalten. Tritte links, Tritte rechts, ließen mich ruhigeres Fahrwasser suchen. Hinter mir erschollen Hilferufe, klang sehr Besorgnis erregend. Im ersten Augenblick wollte ich anhalten, um nach dem rechten zu sehen, dann fiel mir glücklicherweise ein: Rettungsschwimmen kannst du auch nicht. Also weiter! (Nachher erfuhr ich, dass die DLRG ausrücken musste und zwei Süßwassermatrosen aus Seenot befreite).
Meine Brille beschlug im Nu, ich konnte nur der Masse folgen. Irgendwann erspähte ich dann doch die erste Boje, rechts rum und weiter im grimmigen Lauf. Neue Kraulansätze wurden durch Atemnot sofort unterbrochen, unversucht wollte ich aber nichts lassen. Nun hatte ich so etwas wie Schwimmschatten gefunden. Zwar erschien mir der Vorschwimmer etwas langsam, ich blieb dennoch dicht hinter ihm. Letztlich verschenkst du hier keine Körner, die dir nachher fehlen, lautete mein Mantra. Zweite Boje gemeistert, nun den Strand irgendwo da vorne geahnt – drauf zu halten. Jetzt konnte ich doch noch etwas beschleunigen und meinerseits nach vorne gehen. Nach 12 Minuten raus aus dem Wasser, der Blick zurück zeigte mir nicht als Letzter und ab Richtung Wechselgarten.
Mein untauglicher Versuch, den direkten Weg zu meinem Rad zu nehmen, wurde von einem Kampfrichter unterbunden: Nee, nee, so nicht! Da hinten lang!, herrschte er mich an. Die Streckenführung war nicht ganz klar. Sparte ich diesmal Minuten, in dem ich mich nicht mehr aus der Gummihaut pellen musste, verschenkte ich diese durch chaotischen Wechsel. Während ich zur Radstrecke hinauf schob, verhedderte sich mein Startnummernband in den Vorderadspeichen. Miste, ‘raus klamüsiren, umgurten und weiter.
Bis zur ersten Wendemarke lief es sahnemäßig. Leichter Rückenwind, singende Pneus und blauer Himmel brachten mir einen 35er Schnitt. Mehr, als ich zu hoffen wagte. Nach der Wende ging’s nicht mehr ganz so flott weiter, im ganzen zeigte mein Tacho 37 Minuten für die gemessenen 19,7 km an. Ich war’s zufrieden. Einige aus meiner Startgruppe konnte ich überholen, mit 2 Konkurrenten lieferte ich mir auf der Wegstrecke stete Duelle, so richtig absetzen konnte sich keiner. Lustig war’s, als einer der beiden nach dem Überholvorgang mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht einen Gang höher schaltete, dann aber dermaßen einbrach, dass ich ihm ein Liedchen pfeifend meinerseits das Heckrad zeigte.
Dann folgten die 5 km auf der Piste. Es waren die schlimmsten 5 km, die ich je gelaufen bin. Endlos zog sich die Strecke hin, kein Schattentrost nirgends, dafür beißende Grilldünste der Wochenendurlauber gepaart mit aufgewirbeltem Staub der Strecke. Grausam. 5 km. Die brauche ich sonst zum warm werden, gestern lief ich heiß. Lauffreund Air Eule aus Startgruppe 2 schloss noch zu mir auf, und ich wagte den gemeinsamen Laufschritt, allerdings nicht auf lange. Puste weg, alle alle.
Im Ziel dann alles vergessen, Wasser & Erdinger (oder war es Franziskaner) satt: Welt, du hast mich wieder. Nach kleiner Regenerationsphase noch zu den FCSP-Groupies gestoßen, und die Mannschaft angefeuert. Am Wegesrand stehen ist irgendwie auch toll.

“Der Doppelte Olli”  – Oliver Bley und Oliver Schwarzwald.Olli (v.l.) im neuen Dress – und der schon wieder aufgemunterte Ottoerich (rechts) im old style – die Kopfbedeckung wäre die perfekte Ergänzung zu unserer TK-Badekappe.

That’s the way we like it – während die anderen noch laufen, sind wir schon bzw. noch am feiern. Christine und Trinkwart Jürgen vor der Wechselzone am See.

FC St. Pauli beim 1. Kiezkinder-Schnuppertriathlon erfolgreich!

Dienstag, 01. Juni 2010

Wenn uns die Anderen schon keine Pokale geben wollen, schnitzen wir uns eben selber welche…

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Der 1. Kiezkindertriathlon, unser kleiner, aber aufwändiger Beitrag zum großen Vereinsfest auf dem Heiligengeistfeld, war ein voller Erfolg. Den Kindern hat’s gefallen, den Eltern auch (zumindest kam es zu keinen Prügeleien), die Sonne schien und niemand verletzte sich ernsthaft. Neben ihrer menschlichen und organisatorischen Glanzleistung konnte die Triathlonabteilung aber auch einen schönen sportlichen Erfolg verbuchen: Unser jüngstes Abteilungsmitglied Malte Riegel, Jahrgang 1999, sicherte sich mit einer famosen Radfahrleistung den 3. Platz bei den Schüler/innen B. Auch wenn er kein echtes “Kiezkind” ist: Bravo, weiter so! Ausführliche Berichte und Fotos folgen.

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Nachher meckerte er dann, dass er zuerst das Schweißband am linken Arm über das Zeitmessgerät gehalten hatte (wie auf dem Foto zu sehen…) und dadurch noch um den 2. Platz gebracht wurde, weil sich der Kollege hinten dran als cleverer erwies und gleich den Chip hinhielt. Das Band hatte ich ihm geliehen, erhielt es dann ohne Kommentar zurück…

Lanzarote – erleben statt sich zu quälen

Montag, 31. Mai 2010

Ein Erlebnisbericht von unserem Ausdauersportler Dirk Ewert aus dem Lipperland

Nach dem Trainingslager im März am Gardasee stellte ich fest, dass meine Radleistung trotz des strengen Winters auf einem hohen Niveau war, sodass eine schon lange in mir steckende Idee in die Tat umgesetzt werden konnte: Der IRONMAN Lanzarote am 22.05.2010. Die Langdistanz gilt als das anspruchsvollste von den ca. 25 Rennen der Serie, ist aber auch eins der Bbeeindruckendsten. Das Schwimmen im Atlantik, windanfällige, stark profilierte Radstrecke, Hitze auf der Laufstrecke an der Schatten freie Strandpromenade sind zu bezwingen. Startplatz noch schnell über einen befreundeten Triathlon-Verein (TRI-TEAM-LAGE) besorgt. Flug und Unterkunft mit Freunden aus dem gleichen Verein organisiert und los geht’s.

Im Bereich Training musste  noch eine Schüppe drauf gelegt werden,  speziell im Bereich Rad/ Laufen als Kombination muss noch gearbeitet werden, um ein klar gestecktes Ziel zu erreichen. Realistisch ist wohl eine Zeit von ca. 13:00 Std., was sich viel anhört, aber unter den gegebenen Voraussetzungen schneereicher Winter, Langdistanz am Anfang der Saison und eine Radstrecke mit 2600 Höhenmeter mehr als in Ordnung ist.

Das Training ab Anfang April stellte sich als sehr belastend da. Ständige Wetteränderungen mit Temperaturen von 0° bis 15° war alles dabei, aber zumindest selten Regen ende April sollte ein Belastungsblock zeigen wie der Trainingszustand ist.
Freitag          4 Km     Schwimmen im Hallenbad (Kacheln zählen)
Samstag    150 Km     Radfahren durchs Lipperland
Sonntag      42 Km     Laufen beim Hamburg-Marathon mit meinem Trainingspartner Udo
Hübner, der seinen ersten Marathon lief.
Rückblickend konnte man am Montag zwar mit schweren Beinen und leer trainierten Körper sagen, Lanzarote kann kommen. Jetzt sind es nur noch 3 Wochen bis zum Abflugtermin. Also steht nur noch reduziertes  Training  auf dem Programm. Die Anreise zu der Kanarischen Insel eine Woche vor Start stand unter den Stern – Flug ja, aber wann-. Aufgrund der Isländischen Staubwolke verschob sich der Flug um 9 Std. Kaum angekommen merkte man sofort ,wo der Schwerpunkt am Startort Poerto del Carmen ist. Triathlon, Triathlon und noch mal Triathlon. Es roch förmlich nach Adrealin, Schweiß und übermotivierte Triathleten. Man sah zu jeder Tag und Nachtzeit Sportler am Trainieren. Ob die noch nie was von Tapern gehört hatten. Da musste man schon aufpassen, dass man nicht angesteckt wurde.
Bis auf ein paar Km auf der Laufstrecke und Orientierungsschwimmen auf der Wettkampfstrecke  sollte nur noch eine Radausfahrt von ca. 75 Km auf den Plan stehen. Nach abgebrochenen 60 Km gegen den Wind und ein schnitt von nur 25 Km/h stellte ich mir die Frage, ob die angestrebten 13:00 Std. wohl zu schaffen ist.  Also wurde kurzerhand eine neue Parole ausgedacht. Der alte Spruch durchkommen ist alles oder dabei sein und das Ziel erreichen stand ab sofort im Vordergrund. Doch wie so oft hat sich noch alles zum Guten entwickelt. Das Rennen startete um 07:00 Uhr mit ein Landstart und 1550 Teilnehmer. Nach turbulenten 3.8 km (2 Runden) schwimmen hatte man die Aufgabe eine Wechselzone von 800 m Länge zu überwinden, um die 180 Km lange Radstrecke als nächsten Höhepunkt in Angriff zu nehmen. Die Angstdisziplin Radfahren entwickelte sich von km zu km als eine der faszinierendsten Radstrecken, die ich je gefahren bin. Selbst die 600 Höhenmeter zum Mirador del Rio mit wunderschönem Blick über die ganze Insel war mehr ein Erlebnis als Schinderei. Ständig wechselte Bilder von  Lava gebieten, 75 Km/h schnellen Abfahrten und Wind zerfressenden Orten machten die Strecke zum Höhepunkt. Beim anschließenden Marathon, der bei ca. 34° entlang der Promenade von Puerto del Carmen Richtung Arrecife in 3 Runden gelaufen wurde, forderte noch mal die letzten Reserven, sodass ich nach 12 Std. und 10 Min. (Platz 73 in M45, Gesamtplatz 552) das Ziel erreichte. Anmerkung: Auch wenn das Projekt IRONMAN 2010 diesmal den Geldbeutel und die Investion
von Urlaub an seine Grenzen getrieben hat, war es die richtige Entscheidung. Ein IRONMAN muß nicht immer nur unter den Stern gemacht werden nicht das durchkommen zählt sondern nur die Startplatz für Hawaii. Es kann auch bedeuten – Erleben statt sich Quälen!

Nach den Erfolgreichen Abschluss stellt sich für mich nur noch die Frage: Kann man zwei Wochen nach so einen Rennen noch bei einer Mitteldistanz in Kraichgau standesgemäß ins Ziel kommen.
Warten wir es ab.

Gruß
Dirk aus Lippe

Klaus zischt lecker Bierchen in Wilhelmshaven

Montag, 24. Mai 2010

Sightseeing mit Überraschungen beim 5.Gorch Fock Lauf in Wilhelmshaven.
Vor über einem Jahr bekam ich ein Mail mit den Worten: Hallo Klaus, ich bin Burkhard, wir waren zusammen auf der HAMBURG! Gegipfelt ist die Kontaktaufnahme mit der Teilnahme am Gorch Fock Halbmarathonlauf. Für uns sollte es ein Sightseeingtour in die Vergangenheit werden, so der Plan. Leider war mein Start bis zur letzten Sekunde gefährdet, hatte ich doch noch immer Rücken hatte der mich schon in Büschhütten lahmgelegt hatte.Dank den Behandlungen zweier Fachleute konnte ich aber an den Start gehen. Das Wetter zeigte sich von der besten Läuferseite, 14 Grad und kein Wölkchen. Pünklich um 10 fiel der Startschuss und wir setzten uns in Bewegung. So ging es durch die Einkaufmeile von WHV und über Nebensträßchen auf den Fliegerdeich ans Meer. Bei KM 7 wurde ich von einem Läufer auf unseren Verein angesprochen. Wie sich herausstellte war es unser junges Mitglied, Sven Oliver Scherf. Die nächsten drei Km plauderten wir schön zusammen und haben uns für die Weihnachtfeier verabredet. Bei Km 10 zog er dann weiter damit er mit einer 1:44 zeit ins Ziel kam. Ich lief locker weiter und freute mich auf die Strecke die durch den Stützpunkt gehen sollte. Nachdem passieren der vierten Einfahrt machte sich ein Druckgefühl breit das entsorgt werden musste. Als wir abbogen zu einem geeigneten Strauch hatte ich in meiner guten Laune den Verfolgern zugerufen das wir ne Abkürzung gefunden hätten, hat aber nix genützt. Die liefen stur ohne Grinsen weiter,das Läufer aber immer so verbissen sein müssen? Kurz nach dem passieren der 18er Marke war mir etwas langweilig und ich beschloß einige Meter im legendären Gleichschritt der Wüstensöhne Stan Laurel und Oliver Hardy zu laufen. Das war wohl etwas zuviel für meine Mitläufer die uns überholten. Bir berichtete uns nachher das sie Läufer bei Km 19 gesehen haben die sich auf Oralen Wege entleert haben.Ob ich das ausgelöst habe sei mal dahin gestellt. Auf meinen Zielsprint zu einer sagenhaften 1:50 stellte sich doch tatsächlich  ein Totenkopfträger mir in den Weg. Oli und mein Wegversperer habe ich dann im Zielbereich wieder getroffen und mit ihnen noch ein leckere Bierchen gezischt.


Shocking news: FC St. Pauli in Wahrheit erst 55 Jahre alt!

Sonntag, 16. Mai 2010

Nee, Quatsch, das ist natürlich eine Ente. Denn selbstverständlich wurde der Verein 100 Jahre alt und am Samstag, den 15. Mai 2010, war’s endlich soweit: Offizielle Geburtstagsfeier im Ballsaal der Südtribüne mit allem Gedöns, VIP-Schmaus, Astra bis zum Abwinken und Reden der Vereinsoberen und eines Staatsrats Dr. Jäger, die wir leider nicht verstanden, da wir weit weg und nahe an der Theke standen, um die Lauf- und Trinkwege möglichst kurz zu halten! Währenddessen rangen die Allstars dem FC United ein Unentschieden ab, ich glaube, das Spiel endete 3:3, wobei ein gewisser Ivan Klasnic drei Tore für die Braun-Weißen erzielte. St. Pauli-Coach Holger Stanislawski beobachtete “den Kroaten” aus allernächster Nähe, indem er sich unter die Allstars schmuggelte und einen unauffälligen Verteidigerjob erledigte. Klasnic wäre in dieser Form sicher eine Verstärkung für die zweite Mannschaft, meinte “der Stani” nach dem Kick.

Einfach nur lustig sein! Nach einigen Anlaufschwierigkeiten und acht Astras gelang uns auch das.

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Im Unterschied zu diesem kleinen Mann am Nachbartisch, der die ganze Zeit ganz traurig guckte … Was ging in ihm vor?

http://www.abendblatt.de/sport/fussball/st-pauli/article1499421/Praesident-Corny-Littmann-plant-Ruecktritt.html

Es gibt kein MilkyWay auf Helgoland

Montag, 10. Mai 2010

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“Gestandene Fahrensmänner verkriechen sich kopfschüttelnd hinter den heimischen Herd, gramgebeugte Fischerwitwen schlagen Kreuze, murmen stille Gebete, während Käptn Weber mit glühender Inbrunst seinen braun-weiß gewandeten Mannen Gefolgschaft abfordert, Gefolgschaft auf Gedeih und Verderb, jenen unerbittlichen rauh-roten Felsen im Malstrom der Elemente zu bezwingen. Ungerührt wacht indes die von den Atemwolken der jungen Recken umwobene Lange Anna über dem eitlen Treiben und harrt der Dinge, die da kommen… wie seit ewigen Zeiten…”  Ja, so hatte ich mir das vorgestellt, als Christoph am Morgen von seinem Sichtungsspaziergang zurückkehrte und mir eröffnete, daß laut Rennleitung wohl der kälteste Helgolandmarathon seit menschengedenken ansteht. Aber was solls. Der Engländer hat keine Gewalt mehr über Sansibar; der Tausch ist nicht rückgängig zu machen. Freddy Mercury wird nicht posthum zum Germanen gestempelt. Also los, 4 Runden unter Ausnutzung sämtlicher Hafenmolen um Deutschlands einzige Hochseeinsel. Viele Wettbewerber kennt man noch von der Fähre. Einige davon hatten sogar wieder Farbe im Gesicht nachdem sie auf der recht kabbeligen Hinfahrt ihren Elektrolyt- und Kohlehydrathaushalt hatten zwangsauflösen müssen.  Ich bin zum 3. Mal dabei und kenne die Strecke. Die streckt sich, besonders in der 4. Runde. Hab es heute langsamer angehen lassen, aber immer noch zu schnell. War die ganze Zeit stabil um Platz 13 rum, mußte aber in der 4. noch einige an mir vorbeilassen. Beim Zieleinlauf war mir dann kurzfristig so schlecht, daß an ein Fahnenschwenken nicht zu denken war. Unter Auslassung des Erdinger-Standes bin ich also über die nächste Mauer gehopst und hätte um ein Haar das Wort “Wellenbrecher” neu definiert. Ansonsten war alles wunderbar.Burkhard ist halt ne Klasse für sich, Dirk ist sehr gut durchgekommen, Christoph und ich sind “Hamburg + 10min” gelaufen, das ist auf HL fast Gesetz, nur unser Rookie Tobias hat seine Bestzeit gleich um ne dreiviertel Stunde hochgeschraubt. Ach ja, dann gabs noch Norbert”The phantom stroller”Harz, er ging, wie er gekommen ist: anonym: Norbert, melde Dich, es ist alles gut! Hervorgehoben sei hier nochmal ganz klar der Support an der Strecke, die Läuferfrauen Silvia, Karin und Annika verdienen da Bestnoten. Das Wohlwollen und der Zuspruch angesichts der Pauli-Kutte war wie immer immens und kam gar von Rostockern, HSVlern und 1860ern. Die Heimfahrt verlief ruhig, und um 20.30 Sonntagabend schwangen wir uns an den Landungsbrücken über die Reling und in die Arme der Liebsten und die “Cap SanDiego” leuchtete gülden in der Abendsonne…wie ein zum Bersten gefüllter Pokalschrank…und Mars ist kein Ersatz für MilkyWay.

Unsere Helgolandfahrer: Burkhardt, Olaf, Dirk, Christoph und Tobias

Leicht wie die Luft und geschwind wie der Wind: Burkhardt, unser schnellstes Pferd im Stall.

Am weißen Strand von Helgoland: You’ll never stay alone!

Wenn auf der Flut
Der Mondstrahl ruht,
Die Wellen aufwärts schäumen!

Wenn ich ein Vöglein wär, dann flög ich jetzt zu dir!

Am weißen Strand
Von Helgoland
Lauscht’ ich geheimen Grüßen.
Und Lust und Leid
Sie wurden beid’
Staub unter meinen Füßen.

Deine doofe Banane kannste behalten…

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Mission accomplished! Wer braucht Saunatücher, wenn’s Pokale gibt!

Braun-Weiß rockt Buschhütten

Montag, 10. Mai 2010

Immerhin 2 braun-weiße Triathleten haben einen Startplatz für den beliebten Saisoneröffnungswettkampf in Buschhütten ergattert. Hier der Erlebnisbericht:

So, wie schon mal erwähnt, sind Klaus und ich bei dem Kurztriathlon in Buschhütten gestartet. Das Wetter hielt, und wir meisterten die Olympische Distanz. Startzeit für uns beide: 11.30 Uhr. Da wir die beiden einzigen Starter für St. Pauli waren, beschlossen wir, uns eine Bahn zu teilen. Mit den anderen 6 auf der Bahn wurde es selbst bei 22°C warm und wir sortierten uns nach Zeiten. Pünktlich fiel der Startschuß und Klaus und ich schwammen los. In der Hoffnung, dass unser Schwimmtraining angeschlagen hat, sind wir mit der Einstellung von ca. 18-19min Endzeit los. Meinerseits fingen ab 300m Krämpfe in den Oberschenkeln und Waden an und Klaus zog an mir vorbei. Unsere Schwimmzeit über die 1000m war auch nicht wirklich den Erwartungen entsprechend und Klaus stieg nach 20:30 min aus dem Nass und machte sich in Richtung Wechsel. Ich folgte mit 20:42min.
Nun hieß es auf der Stadtautobahn (sehr wellig, Rundkurs von 6,4km Länge) strampeln was die Beine hergaben. Für die insgesamt 41,7km zur 2. Wechselzone benötigte ich 1:09:10min und Klaus kam nach 1:12:05min zum Wechsel. Der Wind war schon ziemlich kräftezerrend, aber mein neues Zeitfahrrad war einfach genial zu fahren.
Die letzten 10km gingen nun los. Ich hatte mir vorgenommen, relativ zügig anzugehen. Aber meine Beine wollten nicht so ganz. Auf der 2,5km Runde traf ich immer wieder auf Klaus. Ich lief nach 46:22min über die Ziellinie und Klaus nach 51:56min. Endzeit meinerseits 2:16:15min und Klaus seine Zeit: 2:24:32min. Insgesamt wurde ich 177. und Klaus 233.
Insgesamt können wir sagen: Wir haben alles gegeben und den hohen Norden gut vertreten.

Auch wenn’s anders aussieht: Den Schirm mussten wir festhalten, sonst wäre er bei dem Wind umgefallen.

St. Pauli auf Mallorca – oder die Geschichte vom kleinen Vulkan der Großes leistete

Mittwoch, 05. Mai 2010

********* Julia Rieck // Anja Christian ********

Am 10.04. hob der Flieger nach Mallorca ab.

Mit im Gepäck : Julia und Anja (Economy) und dazugehörige Räder (Frachtraum). Nach dem vorangegangenen Übergepäck-Zuzahlungs-Schock und halbseitiger Flugangst-Bewältigungs-Strategien wurde irgendwann endlich aufgeatmet und durchgeatmet.

Nach Ankunft in Palma wurde prompt die nächste Aufgabe spielend bewältigt: Unterbringung zweier Räder (handlich in Radkoffer und Radtasche verpackt) sowie der Besitzerinnen in einem himmelblauen Ford Fiesta.

Jetzt konnte es losgehen. Urlaub. Radurlaub. Training.

Unterbringung in einem ehemaligen Kloster auf 400 m Höhe.

An- und Abstieg unumgänglich und äußerst knackig (“wie steil kann ein Berg sein, der einem das Ausklicken fast unmöglich machen würde?”)

Traumhafte Landschaften, einzigartige Bergdörfer, großartige Touren im Tramuntana Gebirge, Radfahrer soweit die Linse reicht und täglich wachsende Trainingserfolge.

Eine Woche vergeht wie im Fluge.

Auch diese Aussage sollte an Bedeutung gewinnen.

Als während einer Radtour und bei einer kurzen Pause inmitten des kleinen aber wunderschönen Bergdorfes “Orient” mit etlicher Verspätung dann doch die Botschaft durchdrang (sms-Technologie sei dank), dass die Vulkanasche einen

Abflug nach Deutschland voraussichtlich verhindern würde.

Ahhh ja. Vulkanasche. Einen ebenso verspäteten April-Scherz vermutend wurde die Tour fortgesetzt.

Im Kloster auf 400 m Höhe erfährt man eben nicht sofort von all den Ereignissen in der Welt.

Der kleine aber spuckende Vulkan zwang zu einem Umzug vom Norden in den Nord-Osten der Insel.

Mit im Gepäck: Julia und Anja (Ford Fiesta) und dazugehörige Räder (ebenfalls Ford Fiesta).

Jetzt konnte es weitergehen: vulkanisierter Zwangsurlaub.

Sicher nicht das schlechteste, auf einer schönen Insel festzusitzen.

Wenn man von den Flughafen-Odysseen, informationslosen Telefonaten, Umbuchungsversuchen, Stornierungs-Wirrwarr, Flug-Wiederaufnahme-Fehlinformations-Desastern und dem allmorgendlichen Unwissen über den anstehenden und verbindlichen Abflug-Termin und dem dazu noch einsetzenden Regen absieht.

So wurden restliche Kräfte also noch in Laufeinheiten im Pinienwald, eine Küsten-Radtour sowie ein Schwimmtraining Piscines Municipals de Son Hugo in Palma (gebaut 1999 anlässlich der internationalen Studentenolympiade).

Deutschen Schwimm-Interessierten wird an dieser Stelle das akzentfreie Sprechen der Landessprache, ein möglichst unauffälliges Verhalten sowie das ausschließliche Schwimmen auf Bahnen mit weissem “Hütchen” empfohlen.

Auch eine durch Vulkan-Spucke ausgelöste zweite Rad-Woche geht mal zu Ende.

Und so hob dann ein neu gebuchter, komfortablerer rot-weisser Flieger irgendwann dann doch ab Richtung Heimat.

Mit im Gepäck: Julia und Anja (fit und trainiert in der Economy) und dazugehörige Räder (bergerfahren und zufrieden im Frachtraum)

Mallorca ist jede noch so kleine (Rad)-Reise wert. Und wenn dann dazu noch einer kleiner Vulkan urplötzlich mal aus sich herauskommt, dann kann’s auch mal zu einer ganz großen Reise werden ;-)

Wer Lust hat kann ja mal in Anjas Blog reinschauen:http://triabolo.blogspot.com/

Drei weitere St.Paulianer zu entdecken!

Freitag, 30. April 2010

Etwas leichter zu finden sind auf diesem Bilderrätsel unsere drei ostwestfälischen St. Paulianern, die beim 25. Hamburg-Marathon letzte Woche ins Ziel gekommen sind! Von links: Dirk Ewert (3:58), Reinhard Reuter (3:42) und Udo Hübner (3:58 beim Marathondebut)