Ich hab viel platt gemacht… – Larsen beim Ostseeman 2012

Beschwingt und entspannt durch den erfolgreich abgehakten Wakenitzman ging es nach Glücksburg/Ostsee um nach zwei Jahren Pause zum dritten Mal auf die Langdistanz zu gehen.

Nach dem wir uns in unserer Stamm Unterkunft, dem Artefact in Glücksburg, eingerichtet hatten ging es als erstes zur Strandbesetzung an den Sandwiger Strand um wieder eine Basis für die folgenden zwei Tage in unmittelbarer Start und Laufstrecken Nähe zu haben.

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Was für ein Tag! – Torben beim Ostseeman

Am 05.08. war es endlich soweit und ich stand an der Startlinie zum Ostseeman, meines Saisonhighlight, auf den ich meine ganze Vorbereitung ausgerichtet hatte! Angereist war ich schon am Mittwoch vor dem Rennen und habe die Tage nach einer kurzen „Proberunde“ der Radstrecke und einem noch kürzeren Koppellauf zum Strand mit einem großen Softeis eingeläutet. 

Den Donnerstag und Freitag habe ich dann mit Essen, Spazierengehen und Ausruhen verbracht und am Freitag abend war ich bei der stimmungsvollen Eröffnung der Veranstaltung, im Anschluss gings mit Marschmusik und Fahnen aller teilnehmenden Nationen zur Pasta-Party, wo ich sogleich Mathias Bähr, ebenfalls Einzelstarter, traf und wir die Pasta bei Fachsimpeleien genossen. Danach gings früh zu Bett, denn die vorletzte Nacht ist für mich immer die wichtigste vor Wettkämpfen, die folgende Nacht sollte dann deutlich kürzer werden…

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Ave Glücksburg, morituri te salutant!

Für alle die sich wie ich auch die Frage stellen ob Familie, Beruf und Triathlon miteinander zu vereinen sind hier nun meine Antwort: Natürlich, man muss nur auf das Training verzichten…
Es ist jetzt Ende Juli und meine zwei sportlichen Höhepunkte nahen bedrohlich, das Wakenitzschwimmen (als zweier Staffel mit Vater Hans) und der Ostseeman als solist.
Das oben angesprochene Training ist mal wieder flachgefallen und ja ich war schon immer eher fauler Punkrocker als Trainingsweltmeister.
Also was tun? Da gebe ich mir die selbe Antwort wie Sportsfreund Holger aus der Filiale Oldenburg (Grüsse!): das Ziel schliesst erst nach 15h und mit Glaube, Liebe, Hoffnung und ordentlichem(!) Support sollte es möglich sein einigermassen würdig zu finishen.
Der momentane Urlaub in M-V trocknet leider erst wieder aber zumindest hab ich schon zweimal geschafft mit Baywatch boje im Schlepp ( ist ein zugeständis an das Sicherheitsgefühl der Süssen) den See zu queren.
Als letzte grosse Trainingseinheit liste ich mir mal die 7km beim Wakenitzschwimmen, meinen Staffelpartner und Vater konnte ich erfolgreich als Staffelschwimmer der Oldenburger Tri-Mannis unterbringen. Das wird also noch ein Familienausflug…
Da ich jetzt ja auch jeglichen Erfolgsdruck enthoben bin werde ich den Radsplit beim Ostseemann auf dem low budget Stahlrad absolvieren, dann hab ich auch gleich ne Ausrede fürdie katastrophale Zeit :).
Wer also am ersten August Wochenende in Glücksburg sein sollte, please support your exhausted teammates!
Mehr in Kürze, lg Larsen

Larsen auch

schwimmstartErstmal meinen Glückwunsch an Torben, von dem ich nach der dritten Runde noch nicht mal mehr seine Staubfahne gesehen habe und der mich mit geradezu unverschämter Lockerheit beim Laufen überrundete :)!

Für mich lief es trotz erheblichen Trainingsmangels auch ziemlich gut und bei weitaus besseren Bedingungen als im Vorjahr konnte ich durch den Einsatz eines auf dem freien Markt nicht erhältlichen braun-weißem Wunderanzuges und der Unterstützung des Support Blocks (grosser Sport!) das anfängliche Planziel „Ankommen“ noch übertreffen.

Obwohl ich mich am Strand in die 4. Reihe gestellt hatte, war ich beim Startschuß recht weit vorne. Da waren wohl einige noch nach hinten durchgesickert und so geriet ich auf den ersten Metern in die Waschmaschine, der ich aber ohne Blessuren entkam.

endlich-nichtschwimmerAuf den ersten Radrunden traf ich auf der Wendepunktstrecke nach Holnis noch dreimal auf Torben, danach war sein Vorsprung bereits zu groß. Der von mir erwartete Einbruch ließ noch auf sich warten und die Liga Starts hatten die Tempohärte erhöht, so daß ich auf den Flach und Bergabstücken immer wieder zu den Bergziegen  aufschliessen konnte ( Masse*Beschleunigung*Gefälle). Die Stimmung auf und an der Strecke war gewohnt gut und die Logistik an der Verpflegung perfekt ( danke dafür). Da mein Tacho schon zu Anfang den Dienst quittiert hatte musste ich mich auf das Beherrschen des Zahlenraumes 1 bis 6 verlassen und so ich war beim Blick auf die Uhr etwas verunsichert ob ich nicht eine Runde vergessen hatte, aber als Torbens Rad bei meiner Ankunft schon in der Wechselzone stand war ich beruhigt und über meine Radzeit schon etwas erstaunt.Hat bestimmt an der St.Pauli Bergankunft gelegen :).

So, Schuhe gewechselt , Kniestrümpfe an und los! Beim laufen machte sich dann der Trainingsrückstand bemerkbar und obwohl ich auch hier schneller als letztes Jahr war musste ich ganz schön kämpfen, aber das ist ja eine der Grundtugenden für Braun-Weiß.

Ab Runde 4 fing ich schonmal an zu rechnen ob 11:30 wohl drin sind und bei Runde 5 kehrte ein wenig Lockerheit zurück und ein Ende war in Sicht.

ich-habe-fertig

Ben geleitete mich zum Abschluss noch auf den blauen Teppich (man weiss bei alten Menschen ja nie…) und hochzufrieden brachte ich die Zeitmessung zum Piepen.Vielen Dank an die Familie , auch an die braun-weisse. Und ich weiss, warum ich hier stehe!(MR)

feierabendDas modische Schuhwerk ist meinen blauen Nägeln geschuldet…

Torben ist ein Ostseeman!

Zuerst einmal Danke an die absolut geile Fan-Gemeinde auf der Strecke und Respekt vor allen gezeigten Leistungen von unseren Sportlern! Glückwunsch an Lars zu seiner grandiosen Zeitverbesserung und zum 2. Platz in seiner AK bei den Hamburger Landesmeisterschaften!!

Ich selbst bin natürlich auch hoch zufrieden mit meinem Wettkampf und dem Ergebnis! Im Vorfeld und das schon mindestens 4 Wochen vorher regierte bei mir nur die Nervösität und erst mit meinem Braunschweig-Start konnte ich die so langsam in den Griff bekommen und in Vorfreude auf „meinen längsten Tag“ umwandeln.

Wir sind mit der Familie auf dem Campingplatz Schwennau untergekommen und standen ca. 5 (!) Meter von der Laufstrecke entfernt mit unserem Wohnmobil. Am Samstag Mittag waren wir pünktlich zur Wettkampfbesprechung in Glücksburg und ich konnte mir die letzten wichtigen Infos zu Themen wie „Quallen in der Ostsee“ holen. Danach war dann Vorbereitung, Rad-Check-in und so weiter angesagt und abends dann selbstverständlich Pasta-Party, allerdings von meiner Schwiegermama und nur für mich, die anderen durften Grillen… ☺ Aber ich war mit meinen Nudeln doch recht zufrieden ☺ Nach einer kurzen Nacht habe ich dann gegen 4:45 meine obligatorischen 2 Nutella-Brötchen gefrühstückt und mich danach Richtung Wechselzone aufgemacht, wo ich kurze Zeit später auch Lars für letzte Mutmachungen traf. Beim Einschwimmen haben wir gemeinsam versucht die Ostsee warm zu machen, was leider nicht so ganz funktioniert hat…

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Aber dann gings los und ich habe den echt beeindruckenden Massenstart live miterleben dürfen, bis auf einige kleine Scharmützel ohne ernstere Probleme für mich ging der auch gut über die Bühne und ich konnte schnell meinen Rhythmus finden. Auch von Quallen blieben wir größtenteils verschont, ich hatte nur Kontakt mit einer einzigen aber zum Glück Harmlosen. Nach nicht einmal 1:05 war die erste Disziplin dann hinter mir und nachdem ich meine Freundin direkt an meinem Wechselbeutel entdeckte freute ich mich umso mehr auf die Radstrecke! Also Attacke und auf geht’s dachte ich und legte echt los wie die Feuerwehr, die ersten Km stritt ich mich mit einem Staffelradler um die interne Führungsposition, die er mir an einem Berg mit einem lächelnden „Quäl Dich Du Sau“ entriss, ich mir aber kurze Zeit später zurückeroberte und nicht mehr abgab… Danke für die Motivation!

In den ersten 3 Runden habe ich an einer Wendepunktstrecke jeweils kurz Lars gesehen und wir haben uns gegenseitig motiviert, ich glaub in der vierten Runde stand genau am Wendepunkt sogar Dirk und motivierte uns natürlich noch mehr! In der letzten Runde habe ich dann die Beine hochgenommen, es lag ja noch ein Marathon vor mir, und davor hatte ich echt Bammel! Aber völlig zu Unrecht wie sich bald herausstellte, der Start war schon gut und ich merkte wie es meinen Beinen besser ging als erwartet und ich gut vorwärts kam. Meine Familie stand über die Strecke verteilt und hat mich ständig motiviert, was auch nicht wenig zu meiner Leistung beigetragen hat.

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Überhaupt war die Stimmung an der Strecke echt genial, mit dem Schwerpunkt auf der Promenade beim Laufen und beim Anstieg in Glücksburg auf der Radstrecke, wo sich echtes „Tour de France Feeling“ einstellte.

In jeder Laufrunde habe ich unsere Supporter gesehen und auch von dort immer wieder positive Gedanken bekommen, nochmal Danke an Dirk, Sören, Holger, Walter und alle anderen Paulianer an der Strecke!

In den letzten 2 Laufrunden rechnete ich dann mit einem Einbruch meinerseits, weil die Knochen echt müde wurden, aber der kam nicht und ich bin immer weiter gelaufen, sodass ich nach 10:12:57 ins Ziel kam und damit 69. in der Gesamtwertung wurde. Als ich durch den Zielbogen lief habe ich einen echten Urschrei rausgelassen und alle meine Gefühle reingelegt, dass tat unglaublich gut und das Wurstbrötchen zusammen mit nem Bier tat noch besser ☺. Im Zielbereich bin ich meiner Freundin in die Arme gefallen und konnte meine Leistung noch gar nicht recht begreifen!

Als Lars dann ins Ziel kam, bin ich nochmal zurück in den Zielbereich und habe ihn sogleich auch überglücklich im Ziel empfangen und beglückwünscht!

Nach einer abschließenden „etwas“ größeren Mahlzeit in Verbindung mit dem einen oder anderen verdienten Bier sind wir gegen 22 Uhr gen Heimat aufgebrochen und ich werde jetzt erstmal in einem 3-wöchigen Ungarn-Urlaub auspannen und meine Saison beenden.

Ich bin froh, dass ich Glücksburg als meine erste Langdistanz ausgewählt habe und kann es anderen Ersttätern auch nur empfehlen, denn die Stimmung und die irgendwie familiäre Atmosphäre von Veranstaltern, Helfern, Fans, einfach allen, war total beeindruckend und schön.

Lg
Torben