AlsterCup 2012

Am 23.09.2012 gingen einige unserer Triathleten gegen den mehrfachen Weltmeister im Langstreckenschwimmen Thomas Lurz ins Rennen. Ausgetragen wurde das Spektakel bei  schönstem Sonnenschein in der eiskalten Binnenalster.

Sechs mal 500 Meter mussten von den Staffeln geschwommen werden. Lurz hingegen durfte die 3000 Meter im Alleingang bestreiten. Wie sich nicht ganz überraschend herausstellte, kann er das auch ganz gut. Selbst die Staffel des Olympiastützpunktes hatte keine Chance. Die beiden Teams mit den Paulianern landeten auf Platz 12 und 14 von 22. Auf den ersten Blick sieht das ganz stark nach dem Mittelfeld aus. Wenn man allerdings bedenkt, dass am Tag zuvor schon von zwei Athleten Höchstleistungen beim Bierathlon abverlangt wurden, lässt sich die verpasster Führung ganz einfach entschuldigen.

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„Ich schwimmte, schwamm und schwomm…“ Wakenitzman 2012

Und hier noch ein Bericht von Larsen vom Wakenitzman 2012:

Schon die Teilnahme als Zweier Staffel mit Hans im letzten Jahr hatte einen bleibenden Eindruck hinterlassen und deshalb waren wir diesmal beide als Einzelstarter gelistet. Ich konnte meine Willi (Danke Süsse!) und Martina als Paddler gewinnen während Hans auf eine vom Tri-Sport-Lübeck organisierte Begleitung zurückgriff.

Weil es sich im letzten Jahr bewährt hatte reiste der ganze Tross mit Kind und Kegel schon am Vortag an und nächtigte wieder im Jugendheim Rothenhusen in unmittelbarer Startnähe.

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Wettkampfbericht Wakenitz Man: Einfach mal nur Schwimmen!

Am Freitag wurde zur Sprache gebracht, was die meisten Teilnehmer seit ihrer Zusage, in der Vierer-Staffel des Wakenitz Man anzutreten, erfolgreich verdrängt hatten: Wer als wohnhafter St. Paulianer an einem Schwimmwettbewerb in Lübeck teilnehmen will, der um 8:15h startet, muss so früh aufstehen, dass schon beim Gedanken an die Uhrzeit Sekundenschlaf einsetzt. Wir nahmen die Erkenntnis hin und kauften zu unserem Selbstschutz Karten für die Neunzehnuhr-Vorstellung von „Batman“ am Vorabend. Der Plan ging im Wesentlichen auf: Um ca. 22:30h rettete Batman Gotham City, um 23:00h lagen wir alle im Bett, um 5:00h am Sonntag klingelte der Wecker und um 7.00h standen wir etwas verwirrt am Flusslauf der Wakenitz kurz hinter dem Ratzeburger See und verfolgten die Wettkampfbesprechung.

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Amazonas des Nordens-Wakenitzman 2011

Wakenitzschwimmen 2011


Ahoi,

nachdem ich es zur Vorbereitung zumindest zweimal durch den Woblitzsee geschafft hatte (oben ein Bild von meiner original Baywatch-Boje), war es Zeit das nasse Zelt abzubrechen und zur Wakenitz zu fahren.

Am Vorabend des Wakenitzmans bezogen wir Quartier im Jugendheim Rothenhusen in direkter Startnähe. Wer sich noch an seine ersten Klassenreisen in deutschlands Jugendherbergen erinnern kann hat eine ziemlich genaue Vorstellung unseres Domizils.

Klassischer 50er Jahre Stil gepaart mit rustikaler Küche und ebensolchen Ordnungsrufen des privaten Herbergsvaters…

Aber so könnte die ganze Familie für unter 50 € die Nacht im trockenen verbringen und dichter am Start geht nicht. Nachts kehrte dann das bereits aus M-V bekannte Wetter zurück und lies auf dem Vorplatz eine Miniatur Seenplatte entstehen, ich glaube Mutter Natur hat einen ausgeprägten Sinn für Ironie.

Kurz nach dem frühen aufstehen verweigerte mein Magen wie vor Wettkämpfen gewohnt mal wieder die Nahrungsaufnahme und so konnte ich vor der Tür im strömenden regen das restliche Team erwarten, ausser Hans und mir als Schwimmer waren das Willi und Jonas als Paddler und Wiebke als Kinderbetreuung (DANKE!).

Auf der Wettkampfbesprechung betonte Organisator Bernd nochmal die Sicherheitsregeln und versprach jedem der abbrechen muss einen Startplatz im nächsten Jahr, den die Bedingungen waren die widrigsten ever und lieber im nächsten Jahr erneut starten als von der DLRG aus dem Wasser gezogen werden.

Pünktlich zum Start hielt der Regen vorerst inne und Hans ging begleitet von Willi und Jonas auf die ersten 7km.

Für mich hieß es jetzt das Geraffel zusammen zu sammeln und mich auf den Weg zum Wechselpunkt zu machen, das wetter hat die Startnervosität abgeschüttelt und öffnete wieder die Schleusen…wodurch die Foto Quote wieder rapide gegen null sinkt.

Am Fährhaus Müggenbusch schälte ich mich dann in den Neo und sortierte mich in das aufgeregt schnatternde Grüppchen Staffelschwimmer, da zog bereits der führende Einzelschwimmer mit Bugwelle vorbei. Ein Mann namens BARSCH! der die 14km in unter 3h hinter sich liess, für mich dauerte es noch eine Weile bis ich unser Boot erkannte und mit Hans Staffelbadekappe gegen Badelatschen tauschte.

Hatte ich mir in der Wartezeit noch Gedanken um die Wassertemperatur gemacht wurde ich jetzt angenehm überrascht, die 18 Grad im Wasser  fühlten sich bei  etwa gleicher Aussentemperatur doch angenehm an.

Während des Schwimmens folgte in den engeren Abschnitten das Boot mir und in den weiteren Ausbuchten paddelten Willi und Jonas vorweg und zeigten mir so die Ideallinie durch die Wakenitz, die mit ihren bewaldeten Auen nicht nur dem Fischotter Heimat bietet sondern auch wirklich etwas vom Amazonas hat.

Mir entging die Landschaft aber zum Grossteil den bis aufs atmen und Orientierungsblicke ging mein Blick doch meistens ins grüne Wasser, ab und zu mal ein gel und die Überlegung ob ich nach der Reststrecke fragen soll oder lieber nicht.

Langes schwimmen scheint auch die Wahrnehmung zu verändern, so konnte ich wirklich Geschmacksunterschiede im Wasser ausmachen. Von teerig unter der Eisenbahnbrücke über leicht brackig in den breiteren Abschnitten bis zu frisch in den Regenwasserzuflüssen, das wär doch was für Wetten das?

Ausser einem passierendem Ausflugsboot gab es dann auch keine besonderen Vorkommnisse und auf der Reststrecke konnte ich noch ein paar Schwimmer einsammeln. Der letzte Kilometer zog sich dann schon durch die Aussenbezirke von Lübeck bis die gelbe Ausstiegsboje an Flussbad Falkenwiese in Sicht kam und ich den Zielkanal erreicht hatte.

Beim Ausstieg hat es mich dann fast auf den Steg gehauen, nach über 2h Wasserlage und ständigen Kopfdrehen war mein Gleichgewicht noch nicht mit mir aus dem Wasser gekommen. Nach 4h und 52min hatten wir die 14km als 18. Staffelteam hinter uns gebracht und nach ein paar Minuten der schweigsamen Sammlung ( irgendwie muss ich mich im Ziel immer erst mal sortieren) waren Hans und ich und einig das dies wohl nicht die letzte Teilnahme war.

Unser Dank gilt den Begleitpaddlern Willi und Jonas, Wiebke und den Organisatoren vom Tri Sport Lübeck.

Wer sich fürs längere schwimmen begeistern kann, dem sei der Wakenitzman als glänzend organisierte Veranstaltung mit  familiären Charme, den eigentlich auch nur so eine ehrenamtliche Orga haben kann, wärmstens empfohlen.

Aber wehe ihr schnappt mir meinen Startplatz weg…

Nach dieser trainingsfreien Endzeit lass ich den Ostseeman doch mal sachte kommen.

lg Larsen

zum Schluss noch die beiden Bilder die Jutta verlinkt hat, vielen Dank…

 

 

 

 

 

 


Sehnder Stichkanalschwimmen

Die Zeit rennt! Ein Jahr Vorbereitungszeit und urplötzlich stand ich am 20. Juni um 8 Uhr auf der Zielbrücke in Bolzum bei Sehnde/Hannover. Hinter mir die Baustelle der neuen Schleuse – vor mir, schluck, der scheinbar schnurgerade Kanal, da hinten, bei geschätzten KM 10, macht der Kanal einen Bogen: „Wieviel ist es bis dahin“ frage ich. 2,5 Kilometer…
… Transfer nach Hildesheim … 2 Stunden später stehe ich am Rand des Hildesheimer Hafens in Kampfmontur, Neopren bis zum Anschlag – meine Bootsbegleiter Andreas und Norbert warten gierig auf meinen Sprung ins Wasser. Sie werden mich paddelnd die gesamte Schwimmstrecke begleiten und das eine und andere mal leckere High-Tech-Energie und Cola am Kanurand kredenzen. Es geht mit 24 weiteren Eidgenossen auf die Strecke. Die Wassertemperatur ist OK, sichtweite grünliche 1000 Millimeter. Es geht los, Rythmus finden, am Anfang nicht überdrehen, lass die anderen ziehen, ich glaub jetzt bin ich letzter, egal, ankommen. Die erste Brücke ist durchschwommen, 100 Meter geschafft, super. 12 weitere Folgen… kein Problem im Moment läuft alles bestens. Der Dreierzug plätschert so dahin. Kurz hinter der Autobahn 7 erste kleine Trinkpause, 3,5 km geschafft. Der erste Blick nach hinten: doch nicht der Letzte! Grüße von Deiner Frau, sie hat eben angerufen. Ein Kilometer löst den anderen ab. Ab Kilometer 8 werden die Arme schwerer, durchkämpfen bis zum Ziel, letzte Kurve, durchhalten. Geschafft – nach 13 Kilometer halte ich nach 4 Stunden meinen Zeitchip an die langersehnte „Zielkiste“. Kanal bezwungen!

Vielen Dank an die Organisatoren und Helfer, die dieses Event geplant, begleitet und durchgeführt haben! Ganz besonders viel Dank an meine beiden Begleiter Andreas und Norbert vom DLRG Hannover-Misburg, die mich bei dieser Herausforderung unterstützt haben. Auch wenn sie „nur“ nebenher gepaddelt sind, haben sie einen großen Anteil für das Erreichen der Zielbrücke geleistet.

www.stichkanalschwimmen.de

P.S. Wer macht nächstes Jahr mit?

gruppenfoto