3. XTERRA Crossduathlon Hamburg

Am Samstag, den 29.10.12 war es wieder soweit: Der TS Harburg organisierte die dritte Auflage des XTERRA Crossduathlon Hamburgs in den Harburger Bergen.

Während Andrea S. und Markus W. als Wettkampfrichter für den ordnungsgemäßen Ablauf sorgten traten Burkhard W., Matthias H. und Mick D. im Einzelwettbewerb und Matthias „Teddy” B. und Benjamin B. in der Staffel für den magischen FC an den Start. Dabei war Beate H. als Fotografin und Fanclub in Personalunion an der Strecke tätig.

Für Teddy war es der erste Crossduathlon, nachdem er sich von seinem MTB-Fahrer Benny durch die positiven Eindrücke überzeugen ließ und im Forum viel gutes über den Wettbewerb gelesen hatte. Deshalb wollte er einfach mal ausprobieren, wie es ist anstelle auf einer asphaltierten Straße oder einem planierten Waldwege, mal so richtig durch den Wald zu laufen – über Stock und Stein, auf und ab!

Für Mick stellte es den krönenden Abschluss des ersten Jahres Triathlonsports beim FC St. Pauli dar. Der Crossduathlon 2011 war der erste offizielle Wettkampf als neues Abteilungsmitglied. Danach sollten harte Trainingseinheiten, eine tolle Ligasaison, eine Radreise für Amnesty International und der (anti-)tragischen Verlust von 10 Kg Bauchspeck folgen. Von daher war es für Mick schon fast ein Party-Veranstaltung.

Für Matthias sollte es ebenfalls ein spannendes Wochenende werden. Nach Extremtapering (klingt besser als faul auf dem Sofa rumliegen) der letzten 4 Wochen hatte er sich für eine vermeintlich lockere Lauf- und Radeinheit angemeldet: Die Kombination aus 7,5 Km Laufen, 24 Km MTB und den abschließenden 3,5 Km-Lauf sollten ja mit der Restkondition der Saison locker machbar sein.

Bei der Besichtigung der ersten 300 m der Laufstrecke dann der Schock: Das war kein lockerer Waldlauf auf breiten Wegen, sondern es ging gleich knackig bergab und ebenso wieder bergauf. Hier würde sich die Verweigerung von Berg-, Treppen- und Intervallläufen grausam rächen.

Die sogenannte „Wand” auf der Laufstrecke hätte eine Steigung von 47% andere läppische 30% …. und die sollten insgesamt 4 x erklommen werden – Puh!

Dann der Startschuss! Während Burkhard, aufgrund der Erfahrungen der letztjährigen Crossduathlon-Teilnahmen, routiniert in der Spitzengruppe vorne weg stratzte, reihten sich Matthias und Mick realistisch hinten ein und genossen den Lauf. Die Staffelteilnehmer, unter ihnen auch Läufer Matthias B. und MTB-Fahrer Benjamin B., sollten 10 Minuten später starten.

Die erste Runde war Spaß, schließlich wurde aufgrund von Überfüllung der engen Waldwege auch mehr getrabt als gelaufen. Die 2. Runde war schon weniger spaßig und in der dritten Runde wusste man, es ist bald vorbei. Dann kam der MTB-Abschnitt – eine klasse Strecke mit hohem Singletrailanteil und gut fahrbar. Jedoch wurde hier auch der Stolz bald über Bord geworfen, mit Rettungsring ging es die Anstiege hoch und mit Vorsicht die Berge runter, was immer gut klappte ….. bis auf eine Abfahrt der zweiten Runde auf der 12 Km-Rundstrecke. Matthias‘ Vorderrad rutschte nach einem Wurzelkontakt weg und beförderte ihn sanft auf den Waldboden. Auch Mick empfand sich für einen derartigen Wettkampf als viel zu sauber und transformierte sich selbst aufgrund eines zu scharfen Einlenkens vom „MTB-Fahrer“ zu einem „Stabhochspringer”. Allerdings gab es Abzüge in der Haltungnote für den Flug über den Lenker.

Beide Stürze verliefen aber glimpflich und sorgten nicht nur für einen coolen Look, sondern auch für den nötigen Adrenalinschub auf den letzten Metern der Radstrecke.

Mick hatte inzwischen der Ehrgeiz gepackt. Die Waden- und Oberschenkelmuskulatur die er sich durchs Radtraining der Triathlon-Abteilung und nicht zuletzt durch seine Amnesty-Radtour zugelegt hatte, waren nicht nur verdammt sexy, sie befähigten ihn auch noch ein Tempo zu fahren, welches noch vor einem Jahr undenkbar gewesen wäre. So kam es dazu, dass ca. 3 Km vor dem Ende der Radstrecke Burkhard gesichtet und überholt wurde. Die ehrlich gemeinte Anfeuerung von Mick an Burkhard, dass er als Power-Marathoni ihn schon wieder auf der abschließenden Laufstrecke einholen würde, hielt natürlich auch als Selbstanfeuerung für Mick her, dass selbiges nicht passiert sollte.

Dann ab in die letzte Wechselzone, wo Matthias auch nicht von einem Wadenkrampf aufzuhalten war. Nach dem Entkrampfen („super elegant der strampelnde Käfer in der Wechselzone”) ging es zum letzten Abschnitt des Rennens, der für ihn flüssig verlief. Zwischenzeitig wurde dann auch Matthias „Teddy” B. gesichtet und sich mit einem gegenseitigen „Forza” alles Gute für den Schlusssport gewünscht. Etwas weiter vorne lieferten sich Mick und Burkhard ein spannendes Rennen unter Vereinskollegen. Obwohl Burkhard bei den letzten 3,5 Km gewohnt souverän gut eine Minute schneller war als Mick, konnte dieser den knappen Vorsprung, den er sich erradelt hatte über die Ziellinie retten. Danach wurde der tolle Wettkampf, die super Organisation, der AK-Sieg von Burkhard und das sichere Ankommen aller mit Schnittchen, Kuchen und Getränken gefeiert.

Fazit:

Es hat irre viel Spaß gemacht, war für jeden braun-weißen Triathleten aber auch anstrengend und herausfordernd. Eine super Abwechslung zum normalen Triathlon-Alltag und ein fantastischer Wettkampf im Süden Hamburgs, der mit Sicherheit im nächsten Jahr noch ein paar braun-weiße Teilnehmer vertragen könnte. 🙂

Teddy, Matthias & Mick

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