FC St. Pauli Triathlon gewinnt Titel über 10 km in, äh …Bramfeld!

Es hatte temperaturmäßig hübsch angezogen über Nacht, gestern abend muss die Strecke rund um den Bramfelder See wohl noch geläufig (?) gewesen sein, aber die Minusgrade hatten aus dem Rundkurs eine schöne Schlitter- und Rodelstrecke gemacht. Für Biathleten wie geschaffen. Die Veranstalter wollten diesen 4. Lauf zur Bramfelder Winterlaufserie daher dann auch absagen, aber als an die 150 LäuferInnen am frühen Sonntagmorgen ins wilde Steilshoop pilgerten, brachte man’s nicht übers Herz, sie unverrichteter Dinge wieder nach Hause zu schicken, und hey – es ist Winter und das ist eine Winterlaufserie! Aber auf Zeitmessung verzichtete man, um “den Druck rauszunehmen” und niemanden zu benachteiligen, da auf dem Geläuft (?) unweigerlich langsamere Zeiten notiert würden als unter den sonst hier so üblichen Bedingungen.  Schließlich werde bei jeder Serie am Schluss abgerechnet.

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Oben: “Wie sollen wir gucken?” – Olaf und Bossi; unten: Das Veranstalterzelt vor der Halle am See. Wieso ist das eigentlich die Bramfelder Winterlaufserie, wenn das doch Steilshoop ist?

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Der FC St. Pauli war heute mit Bossi, Olaf R., Henning und Max (noch HSV, aber innerlich schon übergetreten…) am Start. Olaf, unser Sevilla-Fahrer und Startplatzschnorrer vom Dienst, hatte eben seinen Obolus entrichtet, als die Lautsprecherdurchsage kam, dass der heutige Lauf wegen der miesen Sreckenverhältnisse nicht gezeitet werden würde. Dumm gelaufen. Dafür gab’s pro Starter gefühlte 75 Müsliriegel, Waffeln en masse und Zitronentee, bis der Arzt kommt.

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Pünktlich um 9.30 Uhr ging’s auf die Strecke und tatsächlich: Glatt wie die Außenalster, an einigen Stellen ähnelte das Ganze eher Eiskunstlaufen, nur einige Sportsfreunde mit Spikes hatten natürlich gut lachen und laufen. Henning entschied sich nach einer gemütlichen 5-km-Runde, seine Knochen zu schonen und sich einen schönen Sonntag zu machen, Olaf dagegen wollte den Kollegen von der LSG Leipe Immobilien mal zeigen, wie man ohne Spikes und gelber Warnweste über 10 km  sprintet: In flotten 41 Minuten schlitterte er über die Strecke und ließ Freund und Feind hinter sich. Har, har. Leider nicht amtlich, ohne Urkunde und Goldmedaille – aber Saunahandtücher haben wir jetzt auch erstmal genug, näch. Als ich 6 Minuten später zur dritten Runde eintrudelte, ging’s nochmal zu zwot auf die letzten 5 km für diesen Lauf, den wir dann nach 1:12 h beendeten. Bossi absolvierte ebenfalls drei Runden als Vorbereitung auf den Hamburg-Marathon, und nur der jüngste in unserer Runde, Max, gönnte sich die volle Distanz in 1:38 h. Glückwunsch!

3 Antworten zu “FC St. Pauli Triathlon gewinnt Titel über 10 km in, äh …Bramfeld!”

  1. Olaf Ruckelshausen sagt:

    Ach Dirk, nicht, daß ich kokettieren will, aber wir wissen noch nicht, wie dieser Sieg zu bewerten ist, hatte ich doch heute vorsorglich meine von Dir als Mitstreiter sicherlich zu recht mit Schmähreden bedachte Illia-Rogoff-Gedächtnis-Aura angelegt, an der auf engen Waldwegen scheinbar niemand vorbeikommt. So konnte ich natürlich unbehelligt wie Agent Orange durch das bereits winterlich entlaubte Gehölz wandern. Auf eine Aioli- und Eisfreie
    Wiederholung.

  2. Dirk sagt:

    Egal, was die Dame am Mikrofon gesagt hat: Für die Partei, äh, Abteilung steht dein Triumph auf einer Stufe mit der Beinahe-Biathlon-Bronze von Kati Wilhelm für Deutschland! Aufstehen, Zähne putzen und los laufen!

  3. Christoph sagt:

    Der Mann wird mir langsam unheimlich, vor einer Woche noch Marathon und jetzt auf Eis, Harsch und Schnee erster in Bramfeld, während ich noch müde in der Rekonvaleszenz-Phase versuche, langsam wieder auf Trab zu kommen … Glückwunsch Olaf!

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