20. Ratzeburger Adventslauf – Ja, wir haben den Pokal!

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Zumindest einen Pokal, oder so eine Art Pokal, ein richtiger Pokal im klassischen Sinn ist es jetzt auch nicht, also keine Obstschale oder Schierlingsbecher oder so. Nicht mal eine Sektflasche. Aber für den 3. Platz von Christoph mit einer Zeit von 2:06 h gab es in der M60-Wertung immerhin noch ein, äh,… Saunatuch. Es ist zwar aus Stoff, sieht aber trotzdem schön gelb wie ein Pokal aus und geht wie jede, im Namen der Triathlonabteilung des FC St. Pauli errungene Trophäe ins Abteilungseigentum über, nachdem sich der Gewinner drei Wochen lang daran erfreut hat und es dann in gewaschenem Zustand ausliefert. Angesichts seiner souveränen und überraschenderweise unfallfreien Fahrleistung wird die Abteilungsleitung vielleicht aber auch beschließen, dass Christoph es ganz behalten darf – zur alleinigen Nutzung! Denn wie es unser Chauffeur heute trotz seines ständigen Nach-hinten-Luscherns und Fenster-Hoch-und-runter-Kurbelns geschafft hat, uns heil und ganz von Hamburg nach Ratzeburg hin und zurück  zu bringen, mutet im Rückblick als eine fast noch größere Leistung an. Danke, Christoph!

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IMG_0121Ratet mal, wer von den Vieren unser Christoph ist …

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Die Wetterbedingungen waren nach dem Regen der letzten Tage eigentlich ganz gut, die Wege überraschend wenig vermatscht, wie auch der Tagessschnellste bei der Siegerehrung bemerkte. Dennis, so sein Name, brauchte nach dem Startschuss um 11.15 Uhr auf dem Ratzeburger Rathausplatz nur 1:29 h, um die 26 km um den großen See herum und wieder zurück nach Ratzeburg zu laufen. Aber er hatte ja auch noch weitgehend freie Bahn, während wir Nachzügler uns nie wirklich allein unter den 1800 gemeldeten Läufern fühlen und auch in die eine oder andere Matschpfütze treten durften. Aber trotz der vier oder fünf „Pickel“, an denen viele Läufer gekonnt, die meisten aber notgedrungen das Tempo rausnahmen, wurde es ein schönes Rennen. Von uns am Start waren Kay, Julia, Jörn, Stephan, Ulf a.k.a. Olaf, Christoph, Dirk sowie als Gast noch Christophs Freund Eric, einige andere haben wir leider nicht getroffen, Henning und Bossi-Ersatz sowie Dirk Kaiser hatten sich im Feld versteckt. Abteilungsbester, ja Vereinsmeister des Tages wurde Ulf, nein Olaf in schlanken 2 h und ein paar Sekündchen (133. von 977 gewerteten Läufern) . Ulfs Taktik „Schön überpacen am Anfang, dann später hübsch einbrechen“ hatte mir spontan eingeleuchtet, sodass ich mich unter dem Vorwand, zu zweit laufe es sich besser oder zumindest geselliger, an seine Fersen heftete. Kurz nach uns kam auch bereits unser Pokalgewinner Christoph „das Saunatuch“ rein, dazwischen muss wohl „The Lonesome Wolf“ aus der Rodelabteilung die Ziellinie überquert haben. Herzlichen Glückwunsch!

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IMG_0122Drei Eis am Stiel samt Läufer freuen sich über ein Saunatuch und versuchen, sich auf den Beinen zu halten und dabei auch noch intelligent in die Kamera zu gucken.

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Kay hat offenbar schon auf den ersten Kilometern leider einen Knickser gemacht, ist aber trotzdem weitergelaufen und mit 2:18 h angesichts dieses Pechs noch verdammt schnell geworden. Wie auch Julia, die als 6. ihrer Altersklasse nur knapp an einem weiteren Pokal vorbeischrammte. Den Titel der Vereinsmeisterin über 26 km  hat sie aber souverän erlaufen. Jörn schaffte die 7 km-Runde in 33:11 Min., Ariane Wende in 43:44 Min. Ariane Wende? Das muss ein Druckfehler sein, Ariane, oder warst du wirklich in Ratzeburg? Glückwunsch jedensfalls an alle! Auf der Weihnachtsparty werden wir das alles und noch mehr im Saisonrückblick ausschweifend würdigen.

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Insgesamt eine wieder rundum gelungene Veranstaltung in Ratzeburg, das kennt man hier ja schon seit Jahrzehnten, gar nicht mal so wenig Zuschauer, genügend Verpflegungsstände auf der Strecke, warme Duschen und warme Hühner-Nudelsuppe im Ziel – nur den Moderator sollten sie mal auswechseln. In schicker „Hamburg“-Jacke outete er sich als Freund des Stellinger Müllverbrennungsanlagenvereins und glaubte, lustige Kommentare absondern zu können über unseren Club, der zur gleichen Zeit 3:0 gegen Eisern Union siegte.  Was wiederum das Tüpfelchen auf dem i eines netten Ausflugs war.

9 Gedanken zu „20. Ratzeburger Adventslauf – Ja, wir haben den Pokal!

  1. Das war eine absolut gelungene Veranstaltung incl. An- und Abreise im VW-Bus mit absolut gut gelaunter Crew in bester Stimmung (trotz des Fahrers). Nachdem Dirk und Olaf mich bereits auf dem ersten Kilometer des Rennens mit ihrem unglaublichen Anfangstempo fast stehen gelassen hatten, hoffte ich natürlich auf die restlichen 25 Kilometer, aber mit jedem gelaufenen Kilometer schwand ein Stück Hoffnung die beiden doch noch einholen zu können – die hielten das Tempo wirklich durch … absolut Klasse! Bei meinem dritten AK-Platz hatte ich allerdings auch Glück, denn 500 Meter vor dem Ziel entdeckte ich im Läuferfeld vor mir noch einen „Grauhaarigen“, von dem ich annehmen konnte, dass er auch in der AK M60 läuft, taktisch klug konnte ich ihn kurz vorm Ziel noch abfangen … 2 Sekunden Vorsprung und das Saunatuch gehörte mir. Und natürlich gute Besserung an Kay, hoffentlich wird dein Flunken nicht zu dick …

  2. Hi Dirk,

    bei allem Respekt für Deine unfassbare Zeit…, ich kann nicht glauben, dass Du so schnell gelaufen bist. So viel Pillen kann doch kein Mensch schlucken ;-)! Verrate mir mal, was Du an Deinem Training geändert hast!
    Oder welcher Erklärung hast Du für diese Wahnsinnszeit?!
    Größten Respekt dem Abteilungsleiter!
    Gruß von Stefan

  3. Hi Dirk,
    zuerst hat mir ja das von Dir entwickelte „Pfleger-und-Patient-Bild“ auch gefallen, aber: Wie war das noch bei „men in black“, als über die Einstiegsqualifikation des James Edwards alias Will Smith befunden wird: Ey, man, der Typ hat zu Fuß einen scheiß C-Flapoiden durch halb New York gejagt und auch noch gestellt. Der muß einfach eisenhart sein… u.s.w. ( sinngemäß aus dem Erinnerungsprotokoll). Der Visionär Barry Sonnenfeld hat unser heutiges Duell sozusagen schon 1997 filmisch vorweggenommen und somit neue Wege der Legendenbildung beschritten…
    Also, Dirk-James Edwards-Lau, gerade WEIL ich als arrogantes Alien Dich am Ende mindestens 500m weiter hinter mir wähnte während Du mir fast auf die Hacken getreten bist: Hut ab und weiter so, ich bin beeindruckt.

    Olaf

  4. Also Christoph,
    maximalen Respekt für Deine Leistung, war schon erstaunlich, wie Du an uns vorbei gewieselt bist.
    Mein Fuß ist etwas größer geworden und schimmert in allen Farben dieser Welt, wird schon wieder.
    Ein ganz besonderes DANKE SCHÖN geht an Julia.
    Nach der Hälfte der Stecke hat sich mein Fuß schon bemerkbar gemacht.
    Obwohl Sie sicherlich hätte schneller sein können, hat Sie sich nicht abgesetzt und ist mit zusammen durchs Ziel gelaufen.
    Hut ab!

    Ich freue mich sehr, dass Ariane wieder an den Start gegangen ist und bin gespannt, wie es bei Ihr in der kommenden Saison weiter geht.

    Es war schön Euch mal wieder auf einem Wettkampf zu sehen und freue mich auf die nächste Saison.

    Flyer Kay

  5. Moin,
    ich schwöre und gebe Ihnen mein Ehrenwort, vor dem Lauf keine Pillen geschluckt und auch sonst keine unerlaubten oder verbotenen Substanzen zu mir genommen zu haben. Das Geheimnis meiner epochalen Leistungsexplosion kann nur lauten: „Eisenblut“! Vier Tage vorher hatte ich zwei klitzekleine Schlückchen davon getrunken. Eher zufällig, weil ich die Flasche verwechselt hatte. Das Zeuch schmeckt eklig süßlich, lässt sich aber mit einem Astra ganz gut runterspülen. Wenn ihr versprecht, hier nicht mehr so überrascht zu tun, als ob ich nicht richtig laufen könnte, verrate ich euch auch, in welchem Budni-Regal es den Stoff zu holen gibt. Ganz legal.
    Ulf, äh, Quatsch, Olaf: Beim nächsten Lauf nehme ich den Autoschlüssel…
    Ahoi.

  6. Das mit dem Eisenblut kommt mir obelixmäßig vor, Obelix ist ja als Baby in den Zaubertrank gefallen. Kann es sein, dass Olaf als Kleinkind immer in Eisenblut gebadet hat?

  7. Äh, ich habe heute bei Tageslicht nochmal einen Blick auf das Zaubertrankfläschchen geworfen, es handelt sich offenbar um „Kräuterblut“. Wenn bis dahin noch was übrig ist, testen wir die Wirkung dieses Teufelszeuchs auf der Weihnachtsparty…

  8. Ja Dirk, ich bin gestartet. Zwar nur über die 7,3 km, aber es war ein tolles Gefühl, mal wieder an einem Wettkampf teilzunehmen. Bin dann auch mit Jonas zusammen ins Ziel gelaufen. So weiß der Kleine, was er in Zukunft zu tun hat;o).

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